• 01.02.2009 - ApoRisk® News Finanzen: Kick-Back verschwiegen - Kunden erhalten Schadensersatz

    Ob Bausparvertrag, Aktien- oder Immobilienfonds - Provisionen fließen fast immer. "Sie sind das Öl, das das Geldanlagegeschäft am Laufen hält", sagt Verbraucheranwalt Mathias Ni ...

Apotheke
Gesundheit
Vorsorge
Sicherheit
Finanzen

Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker,
hier ist der vollständige Text für Sie:

ApoRisk® News Finanzen:

Kick-Back verschwiegen

Kunden erhalten Schadensersatz

 

Ob Bausparvertrag, Aktien- oder Immobilienfonds - Provisionen fließen fast immer. "Sie sind das Öl, das das Geldanlagegeschäft am Laufen hält", sagt Verbraucheranwalt Mathias Nittel. "Verborgene Provisionen", "verdeckte Rückvergütungen" oder neudeutsch auch "Kick-Backs" heißen die Zahlungen, über die im Beratungsgespräch bislang meist geschwiegen wurde. Nun urteilen Gerichte landauf, landab, dass Anleger genau deswegen aus ungeliebten Verträgen aussteigen können.

"Wir freuen uns, Ihnen im Rahmen unserer objektiven Vermögensberatung eine weitere interessante Beteiligung anbieten zu können", schrieb etwa die Dresdner Bank an ihren Kunden Rudolf T. im Saarland. Interessant war das Geschäft mit dem Immobilienfonds nur für die Bank. Sie strich neben einem üblichen Aufgeld (Agio) von fünf Prozent auch noch Provisionen von der Fondsgesellschaft ein. Für T. dagegen blieben nach wenigen Jahren von 50.000 Euro nur noch 9110 Euro übrig.

Dumm gelaufen für T. Dann aber auch dumm gelaufen für die Bank - vor Gericht. Sie muss alles zurückzahlen, und Zinsen noch dazu, urteilte im Januar das Landgericht München I (Az: 27 O 23950/07). Der Grund ist einfach: Die Bank hatte T. verschwiegen, dass sie neben dem Agio auch noch Provisionen für die Fondsvermittlung kassierte. Hätte T. das gewusst, so die Argumentation, hätte er wohl vermutet, die Bank berate vielleicht doch mehr im eigenen statt in seinem Interesse. Bei "aufklärungsrichtigem Verhalten" hätte T. das Geschäft wohl gar nicht abgeschlossen.

Erste Urteile bereits 2000

Neu ist diese Rechtsprechung nicht. Schon 2000 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) so entschieden: Ein Vermögensverwalter hatte einer Bank eine Million Euro eines Kunden für Börsentermingeschäfte zugeschoben und dafür satte Rückvergütungen kassiert (Az: XI ZR 349/99).

Doch erst ein Urteil des BGH vom Dezember 2006 zu Aktienfonds brachte die Sache ins Rollen. Die Bank muss über verdeckte Rückvergütungen aufklären, damit sich der Kunde ein Bild machen kann, ob sie objektiv oder mehr im Eigeninteresse berät, heißt es dort im Leitsatz (Az: XI ZR 56/05). Noch druckfrisch ist ein Beschluss vom Januar, mit dem der BGH dies ausdrücklich auch auf den nicht vom Wertpapierhandelsgesetz reglementierten "grauen Kapitalmarkt" überträgt, im konkreten Fall einen Medienfonds (Az: XI ZR 510/07).

"Die Verbraucher bekommen eine klare Handhabe, wie sie sich aus solchen Anlagen verabschieden können", freut sich wie Verbraucheranwalt Nittel auch Rechtsanwalt Heinz Steinhübel. So entließen Gerichte Bankkunden aus einem Medienfonds (Landgericht München I, Az: 22 O 523/07), einem Depotverwaltungsvertrag (Landgericht Heidelberg, Az: 3 O 98/08) und sogar ein Unternehmen aus Zinsspekulationen in Millionenhöhe (Landgericht Frankfurt/Main, Az: 2-04 O 388/06).

Versicherungen haben besondere Stellung


In einem Urteil gegen die Citibank wandte das Landgericht Bochum das Argument der Aufklärungspflicht auch auf eine mit einem Kredit verkaufte Restschuldversicherung an (Az: I-1 O 36/07). Für Lebensversicherungen ist die Aufklärungspflicht seit Jahresbeginn gesetzlich vorgegeben. Ansonsten ist Anwalt Nittel bei Versicherungen eher zurückhaltend. Aus historischen Gründen haben sie gesetzlich eine besondere Stellung, erklärt er. Dagegen müsste die Rechtsprechung wohl auch für Bausparverträge gelten; Urteile hierzu gibt es allerdings noch nicht.

Ob Rentner ihr Erspartes anlegen oder Unternehmen gleich mehrere Millionen zwischenparken wollen - für die Verbraucher geht es um viel Geld. Und für die Banken in der Summe allemal. Allein bei den Immobilienfonds wackeln Verträge in Milliardenhöhe, schätzt Nittel. Nach Schätzung des Rosenheimer Fonds-Experten Stefan Liopfinger entwickeln sich Dreiviertel der geschlossenen Immobilienfonds schlechter als geplant. "Bei etwa 40 Prozent werden die Anleger am Ende einen Schaden erleiden." Mit der neuen Rechtsprechung wird da für die Kunden das Schweigen der Banker zu Gold.

Zurück zur Übersicht

Kontakt
Jetzt Ihr persönliches Angebot anfordern!
Rückrufservice
Gerne rufen wir Sie zurück!
Suche
  • Die Versicherung mit Konzept

    PharmaRisk® OMNI | Für alles gibt es eine Police - wir haben eine Police für alles.

Wir kennen Ihr Geschäft, und das garantiert Ihnen eine individuelle und kompetente Beratung

Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.

Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.

  • PharmaRisk® FLEX

    Eine flexible Versicherung für alle betrieblichen Gefahren

Aktuell
Ratgeber
Vergleich
Beratung
Kontakt
  • SingleRisk® Modular

    Risiken so individuell wie möglich absichern

Beratungskonzept

Risk Management: Professionelles Sicherheitsmanagement
Versicherungskosten-Check: Geld sparen mit dem richtigen Überblick
Sicherheitkompass: Die umfassenden Lösungen der ApoRisk
ApoLeitfaden: Das Leben steckt voller Risiken - Wir begleiten Sie sicher in Ihre Zukunft
ApoBusiness: Ihr betriebliches Sicherheitspaket
ApoPrivate: Ihr privates Sicherheitspaket
ApoTeam: Versicherungslösungen speziell für Angestellte

PharmaRisk OMNI: Eine einzige Versicherung für alle betrieblichen Gefahren
PharmaRisk FLEX: Versicherungskonzept, flexibel wie Ihre Apotheke
SingleRisk MODULAR: Risiken so individuell wie möglich absichern
ApoRecht-Police: Mit berufsständischem Rechtsschutz immer auf der sicheren Seite
CostRisk-Police: Existenzsicherung - Ihr Ausfall bedeutet Stillstand
ApoSecura Unfallversicherung: Beruflich und privat bestens geschützt

Sicher in die Zukunft – www.aporisk.de

Startseite Impressum Seitenübersicht Checklisten Lexikon Produkt-Lösungen Vergleichsrechner