Apotheke
Gesundheit
Vorsorge
Sicherheit
Finanzen

Die steuerlichen Aspekte

 

Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung

Mit dieser Information geben wir Ihnen einen Überblick über die steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen aus der betrieblichen Gruppen-Unfallversicherung. Dabei unter-stellen wir, dass es sich um einen arbeitgeberfinanzierten Ver-trag handelt. Das heißt, Sie erbringen die Beiträge.

Bei Abschluss der Gruppen-Unfallversicherung müssen Sie festlegen, ob Sie Ihren Mitarbeitern einen Direktanspruch im Leistungsfall zusichern wollen oder nicht. Diese Steuerinformation soll Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen.

Grundsätzlich gilt: Die von Ihnen als Arbeitgeber übernommenen Beiträge zur betrieblichen Gruppen-Unfallversicherung können, da sie durch den Betrieb veranlasst sind, grundsätzlich als Betriebsausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Wenn Beiträge für einen mitversicherten Arbeitgeber (z. B. als Inhaber einer Personengesellschaft) gezahlt werden, kommt im Einzelfall nur ein anteiliger Betriebsausgabenabzug für den beruflichen Versicherungsanteil in Betracht. Für diesen Sonderfall fragen Sie bitte Ihren Steuerberater.

Grundsätzlich hat die Finanzverwaltung die steuerliche Behandlung in Bezug auf betriebliche Gruppen-Unfallversicherungenweitgehend geregelt. Aus dem BMF-Schreiben vom 28.10.2009 geht klar hervor, dass es aus steuerlicher Sicht entscheidend ist, wem die Ausübung der Rechte aus dem Vertrag zusteht. Hier muss also unterschieden werden, ob ein Direktanspruch des Arbeitnehmers als versicherte Person im Leistungsfall vereinbart wurde oder nicht.

Deshalb geben wir Ihnen im Folgenden einen Überblick über die aktuelle steuerliche Regelung (Stand 01/2020).

 

Szenario 1: Sie vereinbaren einen Direktanspruch für Ihre Mitarbeiter

Haben Sie einen Direktanspruch für Ihre Mitarbeiter vereinbart, setzen diese sich im Leistungsfall direkt mit der ApoRisk in Verbindung und machen ihre Ansprüche geltend. Dann wickeln wir den Schaden ab, ohne Sie als Arbeitgeber einzuschalten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Beiträge sind als steuerpflichtiger Arbeitslohn anzusehen.
  • Die Leistungen aus dem Vertrag sind im Leistungsfall steuerfrei und fließen direkt an Ihre Mitarbeiter.
  • Nach § 40 b Abs. 3 EStG wird die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz von 20 % (zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) erhoben. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn der Durchschnittsbeitrag (netto ohne Versicherungssteuer) aller versicherten Personen des Gruppen-Unfallversicherungsvertrags nicht höher als 100,00 EUR im Kalenderjahr ist. Bei einem höheren Durchschnittsbeitrag ist die Pauschalversteuerung nicht möglich. Die Versteuerung muss dann für jeden Mitarbeiter individuell durchgeführt werden. Nur bei der Pauschalversteuerung der Beiträge fallen keine Sozialversicherungsabgaben an.
  • Wenn der Versicherungsschutz für 24 Stunden oder auch nur für Berufsunfälle vereinbart ist, schließt das auch das Unfallrisiko auf Dienstreisen mit ein. Der Anteil, der auf das Unfallrisiko bei Dienstreisen entfällt, ist als Vergütung von Reisenebenkosten steuerfrei. Dieser Reisekostenanteil kann auf 20 % des Gesamtbeitrags geschätzt werden.

 

Szenario 2: Sie vereinbaren keinen Direktanspruch für Ihre Apotheken-Mitarbeiter

Wenn Sie keinen Direktanspruch für Ihre Mitarbeiter vereinbaren, müssen Sie im Leistungsfall den Schaden melden und mit uns abwickeln. Die Ausübung der Rechte steht dann Ihnen zu: Sie erhalten die Leistungen und müssen diese an den entsprechenden Mitarbeiter weiterleiten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Beiträge sind zum Zeitpunkt der Zahlung steuerfrei. Es handelt sich um keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn.
  • Die Leistungen aus dem Vertrag sind im Leistungsfall steuerfrei. Es sind nur die Beiträge rückwirkend als Arbeitslohn zu versteuern, die Sie bis zum Zeitpunkt der Leistungserbringung für den jeweiligen Mitarbeiter gezahlt haben. Der zu versteuernde Beitrag ist auf die Höhe der ausgezahlten Versicherungsleistungen begrenzt.
  • Wenn der Versicherungsschutz für 24 Stunden oder auch nur für Berufsunfälle gilt, kann der 20%ige Reisekostenanteil für Dienstreisen berücksichtigt werden.

Wenn wir Ihnen als Vertragspartner die Versicherungsleistung auszahlen, dann handelt es sich dabei um eine Betriebseinnahme. Wenn Sie diese Leistung aber an den Mitarbeiter oder an seine Hinterbliebenen weitergeben, ist dies eine Betriebsausgabe und deshalb für Sie steuerneutral.

 

Unser Tipp:

Aus steuerlicher Sicht ist es für Sie als Arbeitgeber in der Regel günstiger, keinen Direktanspruch (Szenario 2) für die Apotheken-Mitarbeiter zu vereinbaren. Dies ist jedoch im Einzelfall individuell zu prüfen und zu entscheiden.

 

Sonderfall: Wie sind Unfallrenten zu versteuern?

Handelt es sich bei der Versicherungsleistung nicht um eine Kapitalzahlung, sondern um Rentenzahlungen, sind diese teilweise einkommenssteuerpflichtig. Die Höhe des zu versteuernden An-teils hängt vom Alter des Renten empfängers bei Beginn der Rente ab (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb EStG). Bei der individuellen Einkommenssteuer des Mitarbeiters ist nur der Prozentsatz als Einkommen zu versteuern, der als Ertragsanteil ausgewiesen ist. Erhält zum Beispiel ein 50-jähriger Mitarbeiter eine Unfallrente in Höhe von 1.000 EUR, so sind nur 30 % der Rente steuerpflichtig. Das entspricht einem Betrag von 300 EUR.Diese Besteuerung des Ertragsanteils muss jeder Arbeitnehmer im Leistungsfall individuell vornehmen. Er ist unabhängig von den Beiträgen oder von den Leistungen aus der betrieblichen Gruppen-Unfallversicherung zu versteuern.

 

 

Das Beste oder nichts –
auch beim Service.


Erfahren Sie im persönlichen Gespräch, welche Unfallversicherung für Sie als Apothekerin oder Apotheker sinnvoll sein kann und welcher Versicherer das für Sie beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

» Beratung vereinbaren


Information
| Leistungen | Prämien | Download

  • Die Versicherung mit Konzept

    PharmaRisk® OMNI | Für alles gibt es eine Police - wir haben eine Police für alles.

Wir kennen Ihr Geschäft, und das garantiert Ihnen eine individuelle und kompetente Beratung

Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.

Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.

  • PharmaRisk® FLEX

    Eine flexible Versicherung für alle betrieblichen Gefahren

Aktuell
Ratgeber
Vergleich
Beratung
Kontakt
  • SingleRisk® Modular

    Risiken so individuell wie möglich absichern

Beratungskonzept

Risk Management: Professionelles Sicherheitsmanagement
Versicherungskosten-Check: Geld sparen mit dem richtigen Überblick
Sicherheitkompass: Die umfassenden Lösungen der ApoRisk
ApoLeitfaden: Das Leben steckt voller Risiken - Wir begleiten Sie sicher in Ihre Zukunft
ApoBusiness: Ihr betriebliches Sicherheitspaket
ApoPrivate: Ihr privates Sicherheitspaket
ApoTeam: Versicherungslösungen speziell für Angestellte

PharmaRisk OMNI: Eine einzige Versicherung für alle betrieblichen Gefahren
PharmaRisk FLEX: Versicherungskonzept, flexibel wie Ihre Apotheke
SingleRisk MODULAR: Risiken so individuell wie möglich absichern
ApoRecht-Police: Mit berufsständischem Rechtsschutz immer auf der sicheren Seite
CostRisk-Police: Existenzsicherung - Ihr Ausfall bedeutet Stillstand
ApoSecura Unfallversicherung: Beruflich und privat bestens geschützt

Sicher in die Zukunft – www.aporisk.de

Startseite Impressum Seitenübersicht Checklisten Lexikon Produkt-Lösungen Vergleichsrechner