Für Sie gelesen
Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker,
hier ist der vollständige Text für Sie:
APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Dienstag, 24. Februar 2026, um 17:21 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
Der Berliner Stromausfall rückt für Betriebe die harte Versicherungslogik ins Licht: Nicht das Dunkel ist der Auslöser, sondern der nachweisbare Sachschaden – in Apotheken oft über Kühlung, Technik und dokumentierte Folgeschäden. Gleichzeitig zeigt der Blick auf Miet- und Pachtkonflikte, wie schnell „laufende Kosten“ zur strukturellen Bedrohung werden, wenn Anpassungsklauseln, Mindestpachten und Frequenzanker nicht mehr zusammenpassen. Während das ApoVWG in den parlamentarischen Takt geht und damit Versorgungsarchitektur neu sortiert, laufen Forschung und Marktlogik weiter: Antikörperprogramme, neue Nomenklaturen und die Frage, wann Studienwissen in Beratungspraxis übersetzt werden muss. Im Alltag treffen solche Linien auf konkrete Nachfragebewegungen – von wetterbedingten Beschwerden bis zu neuen Still-Empfehlungen, die Orientierung bieten sollen, ohne Autonomie zu beschädigen. Selbst Lebensformen im Alter wirken dabei als Versorgungsfaktor, weil sie Netze, Routinen und Unterstützung neu ordnen.
Der Berliner Stromausfall im Südwesten Anfang Januar 2026 trifft nicht nur Haushalte, sondern Betriebe in der empfindlichsten Zone: Kühlung, Kasse, IT, Alarmanlage, Telefone – alles hängt an einer Versorgung, die im Alltag als selbstverständlich gilt. Versicherungsrechtlich entscheidet dabei nicht das Dunkelwerden selbst, sondern die Frage, ob ein versicherter Sachschaden entstanden ist. Für Apotheken ist das der zentrale Denkfehler-Killer: Die klassische Betriebsunterbrechung greift regelmäßig erst, wenn es einen gedeckten Sachschaden gibt – verdorbene kühlpflichtige Ware, beschädigte Technik durch Überspannung, Ausfälle beim Wiederanlauf, Folgeschäden durch ausfallende Pumpen oder Heizungen. Wer in so einem Fall handlungsfähig bleiben will, braucht nicht „Hoffnung auf BU“, sondern eine saubere Schadenlogik: Dokumentation der Temperaturkette, Abgrenzung von Verdacht und gesichertem Verderb, technische Prüfberichte, Zeitstempel, Warenwerte, und die Frage, welche Gefahr im Vertrag wirklich versichert ist. Der Stromausfall ist das Ereignis, der Sachschaden ist der Schlüssel – ohne ihn bleibt die Erwartung oft unbedient.
Parallel dazu zeigt die Prozessstatistik des Mieterbunds, wie sich Konflikte über Wohnraum und Kosten in die Gerichte fressen: fast 200.000 Mietrechtsprozesse 2024, ein Plus gegenüber 2023, und 2025 als Fortsetzung eines Trends, der nicht bei „Miete“ stehenbleibt. Wer Gewerbe betreibt, spürt dieselbe Mechanik in anderer Form: Kosten werden strittig, Vertragsverletzungen werden zur Routinefrage, und Betriebskosten sind selten nur „Nebensache“. Der Druck ist strukturell: Wenn Mieterhöhungen häufiger zum Streit führen, rückt automatisch die Kalkulationshärte in den Vordergrund – für Familien wie für Betriebe. Aus einem Rechtsstreit wird kein Einzelfall, sondern ein Signal, dass Liquidität, Bindungsdauer und Anpassungsklauseln heute zur Überlebensfrage werden.
Wie das im Apothekenbetrieb aussieht, wird an der Pacht-Insolvenz von Marcus Arndt sichtbar: 26 Jahre Selbstständigkeit, vier Betriebe, und ausgerechnet eine Pachtapotheke wird zum Bremsklotz, weil Lage, Mindestpacht und Kostenanstieg nicht mehr zusammenpassen. Der Satz „seit Jahren defizitär“ ist kein Drama-Wort, sondern eine betriebswirtschaftliche Diagnose: fehlende Frequenzanker, keine Arztpraxis, kein Nahversorger, dazu Personal- und Energiekosten, die den Standort nicht nur drücken, sondern systematisch entwerten. Entscheidend ist die Verbundlogik: Quersubventionierung funktioniert nur, solange die anderen Standorte Überschüsse tragen – fällt ein Standort wegen Baustelle oder Skonto-Wegfall gleichzeitig ab, kippt das ganze Konstrukt. Für Apothekenbetreiber ist das die harte Lehre: Pacht ist nicht „leichter Einstieg“, sondern ein Risikohebel, wenn Mindestpacht unverhandelbar bleibt und der Standort nicht mehr verkäuflich oder verpachtbar ist. Dann wird die Rechtsform zur zweiten Ebene der Versorgung: Ware kommt nur weiter, wenn Gläubiger und Großhandel Vertrauen in einen tragfähigen Plan behalten.
Dazu kommt die Politikspur, die diese Woche in den parlamentarischen Betrieb hineinläuft: Das ApoVWG geht in die heiße Phase, mit erster Lesung im Bundestag und der Anhörung im Gesundheitsausschuss in der Folgewoche. Die lange Liste geladener Verbände ist mehr als ein formales Ritual – sie zeigt, dass Apothekenpolitik längst nicht mehr nur „Apothekenpolitik“ ist, sondern ein Knoten aus Patientensicherheit, Kassenlogik, Großhandel, Industrie, Laboren, Pflege und Digitalisierung. Wenn in 90 Minuten Debatte überweist wird, entscheidet sich danach im Ausschuss, welche Stellschrauben real werden und welche als Symbol bleiben. Für Apotheken heißt das: Der Gesetzestext ist nicht nur Reformversprechen, sondern ein Test, ob der Staat die Versorgungsrealität als Infrastruktur begreift oder als Kostenblock behandelt.
Die Industrieebene läuft derweil in einem anderen Takt – mit Wissenschaft, Patenten und Marktarchitektur. Sanofi und Teva berichten zu Duvakitug: klinische Remission, endoskopisches Ansprechen, Dosisunterschiede, Nebenwirkungen – das ist Forschung als Zahlenwelt, aber die Nomenklatur verrät zugleich Systemlogik. Die neuen Endungen sind nicht Kosmetik, sondern Kennzeichen für Antikörper-Design: „-tug“ für Fc-unmodifiziert, „-bart“ für Fc-modifiziert, „-mab“ als auslaufendes Vergabesystem. Für Beratung und Versorgung zählt dabei nicht die Silbe, sondern was sich daraus ableitet: Wirkprinzip, Risiko, Interaktionen, Versorgungspfad – und die Frage, wie schnell aus Studienwirklichkeit Marktwirklichkeit wird, wenn Phase III noch läuft.
Gleichzeitig rückt Wetterfühligkeit als Thema wieder ins Alltagsfenster: Warmfront, Luftdruckänderung, Feuchte, Wind – viele Parameter wechseln gleichzeitig, und genau diese Gleichzeitigkeit ist der Belastungstest für Kreislauf und Regulation. Für Apotheken ist das nicht „Lifestyle“, sondern Nachfrageprofil: Blutdruckfragen, Schwindel, Schlafprobleme, Schmerzmittelgebrauch, Abgrenzung von harmlos und abklärungsbedürftig. Wer hier sauber berät, braucht zwei Ebenen: die Entlastung, dass das Phänomen real ist, und die Struktur, wann Symptome medizinisch abgeklärt werden sollten.
Bei Familien und in der Beratungspraxis kommt mit der neuen evidenzbasierten S3-Leitlinie zur Stilldauer ein weiteres Stück Ordnung hinzu: sechs Monate ausschließliches Stillen als Empfehlung, zwölf Monate Gesamtstillzeit als realitätsnaher Orientierungsrahmen, ohne Zwang, ohne moralische Keule. Das Entscheidende ist die Begründungsarchitektur: Review-of-Reviews, Beobachtungsstudien, viele Outcomes, Nutzen für Kind und Mutter – und die klare Botschaft, dass Empfehlung und Autonomie zusammen gedacht werden müssen. In der Offizin heißt das: weniger Glaubenskrieg, mehr evidenzorientierte Gesprächsführung, inklusive dem Blick auf Infektrisiken, Allergie- und Asthmaaspekte, und die Entlastung, dass „nicht stillen“ kein Makel ist, aber Risiken verändern kann.
Und dann ist da noch ein gesellschaftlicher Befund, der auf den ersten Blick leicht wirkt, aber strukturell interessant ist: Eine Langzeitauswertung zu älteren Paaren zeigt, dass das Zusammenziehen Lebenszufriedenheit steigern kann, während die Ehe als formaler Schritt keinen Zusatzgewinn liefern muss – und Trennungen in dieser Altersgruppe weniger erschüttern, als Klischees vermuten lassen. Für Versorgung ist das nicht Tratsch, sondern Umfeldlogik: Haushaltsformen verändern Unterstützungsnetze, Medikamentenmanagement, Pflegekoordination und den Alltag, in dem Gesundheit stattfindet. Wer Versorgung denkt, denkt Lebenswelt.
Alles zusammen ergibt ein Muster, das sich nicht mit einem Schlagwort beruhigen lässt: Infrastruktur fällt aus und wird zum Versicherungsproblem, Miet- und Pachtlogik werden zu Liquiditätsfragen, Gesetzgebung zu Versorgungsarchitektur, Forschung zu Beratungsrealität, Wetter und Leitlinien zu Nachfragebewegungen, Lebensformen zu Versorgungsnetzen. In dieser Woche ist das Gemeinsame nicht „Aufregung“, sondern Abhängigkeit: Betriebe und Menschen hängen an Ketten, die nur dann stabil sind, wenn Verträge, Technik, Politik und Alltag nicht gegeneinander arbeiten.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Magischer Bogen: In dieser Lage ist der gemeinsame Nenner kein „Ereignis“, sondern Abhängigkeit: Strom wird zur Vertragsfrage, ein Standort wird zur Liquiditätsprobe, ein Gesetz wird zur Logik der Wege, eine Studie wird zur Erwartung im Handverkauf. Wer das nur als Reihe einzelner Meldungen liest, übersieht die eigentliche Bewegung: Versorgung entsteht dort, wo Schnittstellen belastbar sind – und scheitert dort, wo Zuständigkeiten zwar existieren, aber im Moment der Störung nicht zusammenfinden.
Magischer Schluss und Deutung: Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wenn ein Ausfall, ein Streit, eine Reform und ein Forschungssignal auf derselben Bühne stehen, dann nicht, weil „alles zusammenhängt“, sondern weil dieselben Ketten getragen werden müssen: Dokumentation statt Hoffnung, Vertragsklarheit statt Gefühl, politische Detailarbeit statt Symbolik. Die Woche wird dadurch nicht lauter, aber sie wird präziser: Stabilität ist kein Zustand, sondern ein System aus sauberen Auslösern, belastbaren Pflichten und einem Alltag, der nicht mehr verzeiht, wenn man die Mechanik verwechselt.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Wer Versorgung sichern will, muss Schadenlogik, Kostenmechanik und Gesetzesdetails zusammen denken, bevor operative Brüche zu Systemfolgen werden.
Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.
Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.
Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800. 919 0000 oder Sie faxen uns unter 0800. 919 6666, besonders dann, wenn Sie weitere Informationen zu alternativen Versicherern wünschen.
Mit der ApoRisk® FirmenGruppe steht Ihnen ein Partner zur Seite, der bereits viele Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland zu seinen Kunden zählen darf. Vergleichen Sie unser Angebot und Sie werden sehen, es lohnt sich, Ihr Vertrauen dem Versicherungsspezialisten für Ihren Berufsstand zu schenken.