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  • 17.02.2026 – Apotheken-Nachrichten von heute sind dm-Med-Druck, Ermittlungsbilanz, Masernwarnung.
    17.02.2026 – Apotheken-Nachrichten von heute sind dm-Med-Druck, Ermittlungsbilanz, Masernwarnung.
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Ein Überblick zu dm-med und Rossmann im OTC-Markt, zur ZKG-Bilanz bei Betrug im Gesundheitswesen und zur Masernlage in Europa mit Blick a...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-Nachrichten von heute sind dm-Med-Druck, Ermittlungsbilanz, Masernwarnung.

 

Apotheken geraten in neue Konkurrenz, Justiz greift durch, Impfquoten entscheiden über Ausbrüche.

Stand: Dienstag, 17. Februar 2026, um 20:04 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

dm und Rossmann kommen nicht als Randgeräusch, sondern als neuer Taktgeber in die Freiwahl: Preis, App-Reichweite und Sichtbarkeit drücken gleichzeitig, und plötzlich wird aus „OTC nebenbei“ wieder das eigentliche Spielfeld. Parallel zeigt die Bilanz der ZKG, wie hart das System reagiert, wenn Abrechnung, Korruption und Schwarzmarkt die Versorgung nicht nur teuer, sondern fragil machen. Und während Masernzahlen fallen und trotzdem weiterziehen, wird klar, dass Prävention keine Überschrift ist, sondern ein dauernder Stresstest: Immunitätslücken sind nicht abstrakt, sie werden als Ausbruch, Quarantäne, Nacharbeit und Misstrauen im Alltag bezahlt.

 

Apotheken verlieren Frequenz, dm gewinnt Sichtbarkeit, Lieferfähigkeit entscheidet.

Der Markteintritt von dm und Rossmann im OTC-Geschäft wirkt auf den ersten Blick wie ein Angriff auf die großen Versender, in Wahrheit zielt er auf den Alltag der Offizin. Wer glaubt, die Drogerien würden nur dort holen, wo Versand ohnehin schon dominiert, unterschätzt das neue Spiel: Es geht um Gewohnheiten, um den Griff zur App, um die Frage, wo der erste Impuls landet.

dm bringt dafür eine seltene Mischung mit: eine starke Marke, ein Image, das Vertrauen nicht erst behaupten muss, und einen digitalen Zugriff, der nicht über Suchmaschinen läuft, sondern über eigene Kanäle. Wenn Crossmarketing das neue „dm-med“-Angebot in die bestehende Nutzung einwebt, wird aus einem Zusatzsortiment ein Routineweg – besonders in einer Zielgruppe, die sich im Drogeriemarkt ohnehin zuhause fühlt.

Für Vor-Ort-Apotheken liegt die Brisanz weniger im prozentualen Rohertrag von OTC und Freiwahl, sondern in der Funktion dieser Produkte. Sie sind der Anlassbesuch, der Einstieg, der Grund, überhaupt in die Offizin zu kommen. Wenn genau dieser erste Kontakt häufiger ausbleibt, fehlt nicht nur ein Verkauf, es fehlt die Gelegenheit, aus einer kleinen Nachfrage eine große Beziehung zu machen.

Die Preisdimension verschärft das, weil Drogerien mit aggressiven Lockangeboten nicht nur einen Warenkorb verschieben, sondern einen Referenzrahmen setzen. Wer den günstigen Einstieg gewohnt ist, prüft künftig jedes Preisschild anders, und selbst Kundinnen und Kunden, die Beratung schätzen, gewöhnen sich an den „Klick zuerst“-Reflex. Sichtbarkeit wird dann zur harten Währung: Wer im digitalen Blickfeld sitzt, wird auch im Kopf zur Standardoption.

Genau deshalb ist das Feld jenseits der Rezeptlogik so entscheidend. Rx kommt, solange es kommt, aber Bindung entsteht dort, wo Auswahl, Convenience und Vertrauen täglich neu verhandelt werden. Wenn Drogerien den Einstieg besetzen, verlagert sich der Wettbewerb auf die Zone, in der Apotheken traditionell ihre Frequenz erzeugen – und damit ihren Atem.

Der interessante Punkt ist: dm hat einen sichtbaren Schwachpunkt, und der ist nicht kommunikativ, sondern operativ. Eine Lieferfähigkeit von 70,7 Prozent im OTC-Segment ist kein Randdetail, sie ist der Moment, in dem Loyalität kippt. Wer zweimal umsonst fährt oder zweimal umsonst wartet, wird beim dritten Mal nicht mehr „nur kurz“ probieren, sondern dauerhaft umstellen.

Hier liegt der Hebel für Apothekenbetreiber: Verfügbarkeit ist keine Nebenwirkung guter Arbeit, sie ist Strategie. Das heißt nicht, alles auf Lager zu legen, sondern die eigene Warenlogik so zu schärfen, dass die häufigsten Bedarfe wirklich sofort bedient werden, Alternativen schnell greifbar sind und Nachbeschaffung verlässlich wirkt. In einem Markt, der über Bequemlichkeit entscheidet, ist jede unnötige Schleife ein Verlust an Vertrauen.

Und gleichzeitig muss die Apotheke den zweiten Druckpunkt ernst nehmen: digitale Sichtbarkeit und Kundenbindung sind nicht mehr optional, wenn Wettbewerber ihr Publikum über eigene Plattformen führen. Wer im Alltag nicht auffindbar ist, findet im Alltag auch weniger statt. Das betrifft nicht nur Werbung, sondern praktische Anker: klare Services, nachvollziehbare Wege, spürbare Erreichbarkeit, eine Sprache, die nicht belehrt, sondern einlädt.

Die eigentliche Entscheidung fällt dort, wo beides zusammenkommt: Wenn Apotheken ihre Zuverlässigkeit so ausspielen, dass sie im entscheidenden Moment die einfachere, schnellere und sicherere Lösung sind, wird aus dem Drogerieangriff kein Schicksal, sondern ein Prüfstein, an dem sich die Stärke des Vor-Ort-Modells neu beweisen kann.

 

ZKG ermittelt hartnäckig, Justiz zieht Wertersatz, Apotheken stehen mit im Licht.

Fünf Jahre Arbeit lassen sich bei der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Nürnberg nicht mehr als „Spezialthema“ abtun: Fast 2.000 Verfahren, 118 Anklagen, 131 Strafbefehle und 335 Beschuldigte vor Gericht sind keine Randnotiz, sondern eine eigene Realität im Gesundheitssystem. Wer sich im Versorgungsalltag auf den Gedanken verlässt, Betrug sei die Ausnahme, bekommt hier die Gegenrechnung präsentiert.

Auffällig ist, wie breit das Deliktfeld im Kern trotzdem bleibt: Abrechnungsbetrug dominiert, Korruption und Vermögensstraftaten ziehen sich wie ein zweiter Faden durch die Akten, während Schmiergeld, Urkundenfälschung oder spektakuläre Einzelformen eher nachrangig auftauchen. Das wirkt unspektakulär, ist aber gerade deshalb gefährlich, weil Routinehandlungen und Routineabrechnungen als Tarnkappe funktionieren können.

Der Pflegebereich sticht heraus, weil systematischer Betrug dort oft arbeitsteilig läuft und die Ermittler ausdrücklich auch Bandenstrukturen beschreiben. Das ist die unangenehme Logik: Wo Leistungen massenhaft standardisiert abgerechnet werden, entsteht ein Missbrauchsraum, der nicht nach Ideologie riecht, sondern nach Opportunität. Je größer der Durchsatz, desto attraktiver wird die Manipulation.

Apotheken tauchen in dieser Welt nicht als Grundverdacht auf, aber eben auch nicht als blinder Fleck. Dass die Zentralstelle Angehörige der Heilberufe insgesamt in den Blick nimmt, heißt: Die Profession schützt nicht vor Ermittlungsdruck, sie erhöht eher die Erwartung an Integrität. Wenn es knirscht, knirscht es dort, wo Vertrauen eigentlich als Geschäftsgrundlage gilt.

Der Fall aus München, in dem eine Apothekerin wegen illegaler Verkäufe von Paxlovid über Zwischenhändler verurteilt wurde, macht die Fallhöhe sichtbar: Haftstrafe, vierjähriges Berufsverbot, ein bezifferter Schaden von 3,1 Millionen Euro für den Bund, und zugleich der Hinweis, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Das ist nicht nur Kriminalgeschichte, sondern ein Signal, wie schnell ein Produkt, das in der Pandemie als Schutzgut wahrgenommen wurde, in einen Markt mit Schattenpreisen kippen kann.

Die 22 Millionen Euro Wertersatz, die Gerichte in Verfahren der ZKG angeordnet haben, zeigen eine zweite Ebene: Es geht nicht allein um Strafe, sondern um Rückholung. Wo der Vermögensvorteil nicht mehr greifbar ist, wird der Geldwert abgeschöpft, und die Praxis der „freiwilligen“ Rückzahlungen wirkt wie ein Spiegel dafür, dass viele Beschuldigte das Risiko eines langen Verfahrens gegen eine sofortige Schadensbegrenzung abwägen.

Für den Versorgungsalltag bedeutet das: Compliance ist kein Papierordner, sondern eine Betriebsfunktion, die an neuralgischen Stellen sitzt. Einkauf, Abgabewege, Dokumentation, Rezept- und Abrechnungsprozesse, Schnittstellen zu Pflegediensten, Ärztinnen und Ärzten oder Heimversorgung sind keine administrativen Nebenräume, sondern die Stellen, an denen Fehler entweder als Irrtum erscheinen oder als Muster gelesen werden.

Die systemische Folge ist härter, als es die Statistik vermuten lässt: Jeder große Betrugsfall zieht Kontrollimpulse nach sich, die am Ende alle treffen, auch die, die sauber arbeiten. Mehr Prüfungen, mehr Misstrauen, mehr formale Absicherung verschieben Zeit und Kosten aus der Versorgung in die Verwaltung, und genau das verschärft den Druck auf Strukturen, die ohnehin mit Personal, Bürokratie und Ertragsspannungen kämpfen.

Wer diese Entwicklung ernst nimmt, liest die ZKG-Bilanz nicht als Drohkulisse, sondern als Betriebswetter: Es wird ungemütlicher für Grauzonen, und es wird teurer für Nachlässigkeit. Entscheidend ist, ob Apotheken ihre Abläufe so stabil bauen, dass sie in dieser Lage nicht durch Verdacht auffallen, sondern durch Verlässlichkeit bestehen.

 

K.o.-Tropfen werden Partydroge, Abhängigkeit wächst, Kliniken sehen Entzüge.

Im Club wirkt es wie ein gewöhnlicher Abend: Musik, Gedränge, ein Glas kurz aus der Hand, ein Moment Unaufmerksamkeit. Für manche kippt genau dieser Moment in etwas, das sich später kaum noch zusammenfügen lässt: Erinnerungslücken, Kontrollverlust, ein Körper, der plötzlich nicht mehr mitspielt. Dass dieselbe Substanz, die in solchen Erzählungen als Übergriffsmittel auftaucht, zugleich als freiwillige Partydroge zirkuliert, macht den Kern des Problems so bitter.

Gamma-Hydroxybuttersäure ist dabei kein Mythos aus der Rave-Folklore, sondern ein Stoff mit klarer Pharmakologie: schnell wirksam, kurz in der Dauer, und mit einer Wirkung, die nicht sanft ansteigt, sondern abrupt umschlagen kann. Was als Enthemmung und Entspannung gesucht wird, kann bei zu viel oder in Kombination mit Alkohol in tiefe Sedierung kippen, mit gefährlichen Folgen für Atmung und Kreislauf. Genau diese Unberechenbarkeit erklärt, warum GHB als „G“ oder „Liquid Ecstasy“ in Szenen kursiert, aber in Notaufnahmen und Rettungsdiensten als rotes Tuch gilt.

Das Risiko liegt nicht nur in der Überdosierung, sondern im Rhythmus der Wirkung. Wer einen kurzen Rausch mit kurzer Halbwertszeit jagt, lernt schnell eine Denkweise, die jede Pause als Verlust empfindet. Daraus entsteht ein Takt aus Nachlegen und Stabilisieren, der im Alltag irgendwann nicht mehr nach Party aussieht, sondern nach Funktionieren: alle paar Stunden, immer wieder, immer mit der Angst vor dem Abriss.

Hinzu kommt ein Markt, der sich nicht auf die eigentliche Substanz beschränkt. Weil GHB selbst reguliert ist, wandern Konsummuster auf Vorläuferstoffe aus, die als Industriechemikalien verfügbar sein können und im Körper rasch zu GHB umgewandelt werden. Das verschiebt die Kontrolle aus dem klassischen Betäubungsmittelbild in eine Grauzone zwischen Chemiehandel, Online-Vertrieb und improvisierter Szeneökonomie. Wenn das Gesundheitsministerium ein Verbot von Lachgas, Gammabutyrolacton und 1,4-Butandiol plant, ist das auch ein Versuch, diese Ausweichbewegung einzufangen, bevor sie sich weiter normalisiert.

Schwierig wird es dort, wo Nachweis und Zeitfenster nicht zusammenpassen. Der Körper produziert kleine Mengen GHB auch selbst, und zugleich wird der Stoff schnell abgebaut. Wer zu spät Blut oder Urin abnimmt, riskiert, dass ein Geschehen medizinisch plausibel bleibt, aber forensisch nicht mehr sauber zu fassen ist. Dazu kommt, dass in Proben nach der Entnahme noch GHB entstehen kann, wenn Lagerung und Zusatzstoffe ungünstig sind, was die Beweislage zusätzlich verkompliziert.

Die gefährlichste Seite zeigt sich beim Entzug. Weil die Wirkung kurz ist, kann der Absturz nach der letzten Dosis schnell kommen, und er kommt nicht nur als Unruhe oder Schlaflosigkeit, sondern in schweren Verläufen als Delir, mit intensivmedizinischem Bedarf. Kliniken berichten, dass ein Teil der Betroffenen unter Entzug so destabilisiert, dass Überwachung und teils Beatmung notwendig werden, und dass viele den Aufenthalt abbrechen, weil die Symptome schneller und härter zuschlagen, als es die eigene Selbsterzählung zulässt.

Therapeutisch gibt es keinen einfachen Gegenspieler, der alles zurückdreht. In der Akutsituation steht Stabilisierung im Vordergrund, im Entzug werden häufig Benzodiazepine eingesetzt, teils ergänzt durch andere Ansätze, und in bestimmten Konstellationen wird auch mit einer kontrollierten Substitution und dem langsamen Ausschleichen gearbeitet. Das ist kein bequemes Konzept, aber es ist ein Hinweis darauf, wie weit sich Abhängigkeit verschieben kann: weg vom „Rausch“ hin zur medizinisch begleiteten Schadensbegrenzung.

Für Prävention und Versorgung heißt das: GHB ist nicht nur ein Thema von Kriminalität oder Party, sondern ein Schnittpunkt aus Gewaltprävention, Suchthilfe, Rettungsdienst und Regulierung. Sobald eine Substanz gleichzeitig als K.o.-Mittel gefürchtet und als Freizeitdroge verharmlost wird, entsteht eine gefährliche Normalität, in der Warnungen entweder moralisch klingen oder zu spät kommen. Verlässlich wird es dort, wo Menschen früh erkennen, dass schnelle Wirkdauer und häufiges Nachdosieren kein Lifestyle-Detail sind, sondern der direkte Einstieg in eine Abhängigkeit, die den Körper schneller übernimmt, als man sich das in der Nacht vorstellen kann.

 

BFH stärkt Pendler, Stellplatz wird extra anerkannt, Finanzämter müssen umdenken.

Es sind oft die kleinen Posten, die im Alltag groß werden: Wer aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung braucht, kennt die Rechnung aus Miete, Nebenkosten, Doppelmiete daheim – und dann noch die Frage, wo das Auto überhaupt stehen soll. In Städten wie Hamburg ist ein Stellplatz nicht Komfort, sondern Voraussetzung, damit das Pendeln praktisch funktioniert.

Genau an dieser Stelle hat der Bundesfinanzhof eine Trennlinie gezogen, die vielen Betroffenen Luft verschaffen kann. Bei doppelter Haushaltsführung gilt die 1.000-Euro-Grenze für Unterkunftskosten – aber sie gilt nicht automatisch für alles, was rund um die Zweitwohnung anfällt. Ein Stellplatz kann daneben als eigener Kostenblock stehen.

Der Fall war typisch für die Wirklichkeit: Der Kläger hatte in Hamburg eine Zweitwohnung, die Miete lag über dem steuerlich anerkannten Höchstbetrag. Zusätzlich mietete er einen Stellplatz für 170 Euro im Monat, und zwar so, dass Laufzeit und Kündigungsfrist an den Wohnungsmietvertrag gekoppelt waren. Das Finanzamt sagte: Deckel ist ausgeschöpft, der Stellplatz fällt mit unter die 1.000 Euro.

Diese Logik hat der BFH nicht mitgetragen. Die Begrenzung betrifft die Unterkunft, nicht das Auto. Ein Stellplatz dient nicht der Nutzung der Wohnung, sondern der Unterbringung des Fahrzeugs, also einem anderen Zweck – und damit kann er, wenn er erforderlich ist, als Werbungskosten berücksichtigt werden, auch wenn die Wohnungsmiete bereits den Höchstbetrag ausreizt.

Damit bekommt die Debatte eine klare Richtung: Entscheidend ist nicht, ob etwas „irgendwie dazugehört“, sondern wofür es tatsächlich bezahlt wird. Der Stellplatz ist kein versteckter Mietbestandteil, der nur anders etikettiert wird, sondern eine eigenständige Leistung, die den beruflich veranlassten Zweitwohnsitz überhaupt erst praktikabel machen kann.

Bemerkenswert ist auch, wie wenig der BFH auf die Vertragsform gibt. Ob Stellplatz und Wohnung im selben Vertrag stehen oder getrennt geregelt sind, ob dieselbe Vermieterseite dahintersteht oder nicht – das soll für die Abzugsfähigkeit nicht ausschlaggebend sein. Damit wird ein typischer Streitpunkt aus der Welt geräumt, der in der Praxis gern als Formargument genutzt wird.

Das Urteil passt in eine Entwicklung, die das Steuerrecht immer wieder zwingt, städtische Realitäten ernst zu nehmen. Wenn Parkraum knapp ist, wird der Stellplatz nicht zur Bequemlichkeit, sondern zur faktischen Notwendigkeit – und genau diese Notwendigkeit kann das Kriterium „erforderlich“ im Werbungskostenrecht tragen. Für viele, die zwischen Wohnort und Arbeitsort pendeln, ist das kein Luxus, sondern die Bedingung, damit der Alltag überhaupt läuft.

Für Betroffene bedeutet das: Wer eine doppelte Haushaltsführung geltend macht und zusätzlich Stellplatzkosten trägt, hat nun eine starke Grundlage, diese Kosten gesondert anzusetzen – auch dann, wenn die 1.000-Euro-Grenze für die Wohnung längst erreicht ist. Für Finanzämter bedeutet es: Der Reflex, alles unter „Unterkunft“ zu subsumieren, wird riskanter, weil die Zwecktrennung rechtlich ausdrücklich betont ist.

Das Urteil verschiebt die Balance zugunsten derjenigen, die beruflich zwei Haushalte stemmen müssen, und es setzt einen Maßstab, der über Hamburg hinaus wirkt: Wo Mobilität Teil der beruflichen Veranlassung bleibt, wird der Stellplatz steuerlich nicht mehr als Anhängsel behandelt, sondern als eigener, begründbarer Kostenpunkt.

 

Asker kauft MPF und GHC, Homecare wächst weiter, Apotheken spüren die Verschiebung.

In Flensburg sitzt ein Betrieb, der vielen Apotheken nur am Rand begegnet, bis er plötzlich im Alltag auftaucht: Homecare, Inkontinenzversorgung, onkologische Begleitprodukte, Beratung, Logistik, Verträge. MPF ist so ein Name, der im Versorgungsfluss oft erst dann sichtbar wird, wenn es hakt oder wenn es besonders gut läuft.

Jetzt bekommt diese Nische einen neuen Eigentümer: Der schwedische Gesundheitskonzern Asker übernimmt MPF Medicalprodukte und die Schwesterfirma GHC German Health Care. Die Gründer Dirk Dohmann und Kay Kruse haben beide Gesellschaften in den 2000er-Jahren aufgebaut, MPF als Leistungserbringer in der Versorgung, GHC als Importeur und Lieferant mit Eigenmarken und europäischem Vertrieb.

Die Zahlen sind dabei nicht der Kern, aber sie erklären die Richtung: MPF beschäftigt rund 125 Mitarbeitende, GHC etwa 25, zusammen lagen die Umsätze zuletzt bei 28 Millionen Euro. Das ist nicht „Riese“, das ist „tragfähige Spezialisierung“ – genau die Art Geschäft, die für größere Gruppen interessant wird, weil sie sich skalieren lässt, ohne dass der Markt es sofort als Massenbewegung erkennt.

Asker kommt nicht als anonymer Finanzhalter, sondern als Konzern, der über Zukäufe gewachsen ist, börsennotiert ist und in vielen Ländern operiert. In Deutschland gehören bereits Unternehmen aus Diabetes-, Wund- und Hilfsmittelversorgung sowie Medizintechnik zum Verbund. Mit MPF und GHC holt sich die Gruppe zwei Bausteine, die in der häuslichen Pflege und bei therapienahen Produkten sehr gut andocken.

Wichtig ist die interne Architektur der Übernahme: MPF und GHC sollen im Marktauftritt getrennt bleiben. GHC liefert als Importeur und Anbieter von Produkten, MPF bleibt Leistungserbringer mit Kassenverträgen, Patientenkontakt und Sprechstundenbedarf. Das klingt nach Ordnung, ist aber auch eine Zusage an den Markt: Niemand soll befürchten, dass eine Lieferbeziehung plötzlich zum exklusiven Vorteil eines Schwesterunternehmens wird.

Genau hier liegt für Apotheken die praktische Frage. Viele Betriebe sind in einzelnen Segmenten zugleich Kunde, Mitversorger und Wettbewerber von Homecare-Anbietern. Wenn ein Konzern eine Nische professionalisiert, werden Prozesse oft schneller, Angebote breiter, Konditionen härter verhandelt, und die Erwartung an Verlässlichkeit steigt. Apotheken merken das nicht zuerst in großen Schlagzeilen, sondern in den leisen Verschiebungen: Wer bekommt welche Anfragen, wer wird als Partner gesetzt, wer verliert die Sichtbarkeit beim Patienten.

Die Zusicherung, vertrauliche Kunden- und Preisinformationen bei GHC sowie patientenbezogene Daten bei MPF zweckgebunden im jeweiligen Unternehmen zu verarbeiten, ist deshalb mehr als ein formaler Satz. In einem Markt, in dem Versorgung über Daten, Verordnungswege, Beratung und Wiederholungsbedarfe läuft, ist Vertrauen ein Produktionsfaktor. Wer hier schlampig wird, verliert nicht nur Reputation, sondern auch Verträge, weil Krankenkassen, Praxen und Apotheken sehr schnell ausweichen können.

Für Asker ist der Deal ein Schritt in Richtung Wachstum in der häuslichen Pflege in Deutschland, und die Argumentation ist typisch: starke Nischenposition, attraktives Eigenmarkenportfolio, Nutzen für andere europäische Gesellschaften. Für den deutschen Markt bedeutet das eine weitere Verdichtung: Einzelne Spezialisten werden Teil größerer Gruppen, die in mehreren Versorgungskanälen zugleich denken, einkaufen und steuern.

Für Apotheken ist die zweite Ebene entscheidend. Homecare wird damit weniger „Nebenmarkt“ und mehr Systembaustein, in dem industrielle Logik, Vertragslogik und Versorgungslogik zusammenlaufen. Wer als Vor-Ort-Apotheke in solchen Feldern mitspielen will, braucht Klarheit darüber, welche Leistungen wirklich die eigene Stärke sind, wo Kooperation trägt, und wo man sich nicht in Abhängigkeiten drängen lässt, die später über Preise, Lieferketten und Datenbeziehungen zurückschlagen.

 

PKA fordern BWL-Fortbildungen, Kammern liefern wenig, Apotheken verlieren Kaufkraftwissen.

In vielen Apotheken sitzt das kaufmännische Rückgrat direkt neben dem HV, aber seine Entwicklung endet oft dort, wo die Ausbildung aufhört. Während für PTA Spezialisierungen längst selbstverständlich sind, bleibt für PKA die Fortbildung häufig Stückwerk, abhängig von Zufall, Region und dem Mut, sich nebenbei irgendetwas Passendes zu suchen.

Genau das kritisiert PKA Natascha Richter: Es gebe kaum anerkannte, wirklich zugeschnittene Fort- und Weiterbildungen für den Berufsstand. Was es gibt, passe selten zur Praxislogik in der Apotheke, obwohl ausgerechnet dort die Themen liegen, die über Stabilität entscheiden: Einkauf, Lager, Konditionen, Preisgestaltung, Kapitalbindung, Organisation der Warenströme.

Wer in diesen Feldern gut wird, rettet keine abstrakten Kennzahlen, sondern den Alltag. Eine saubere Lagerhaltung entscheidet, ob Geld im Regal festklebt oder im Betrieb arbeitet. Direktbestellungen entscheiden, ob ein Vorteil real ist oder nur nach Vorteil aussieht. Pricing entscheidet, ob Freiwahl und OTC noch eine Frequenzmaschine sind oder ein stiller Verlustposten. Und wer das alles nicht lesen kann, muss es fühlen – meist zu spät.

Es gibt Ausweichrouten, aber sie sind keine echte Struktur. Richter verweist auf Weiterbildungen wie den Apothekenmanager bei der IHK, wo Category-Management und BWL vorkommen. Das kann helfen, doch es ist nicht „PKA-Weiterbildung“ im Sinne eines anerkannten, flächig gedachten Pfads, sondern eher ein Umweg, der nur funktioniert, wenn Zeit, Geld und Unterstützung im Betrieb vorhanden sind.

Damit kommt das zweite Problem auf den Tisch, das in Apotheken selten offen ausgesprochen wird: die Frage nach Zugriff und Vertrauen. Richter beschreibt, dass manche Inhaberinnen und Inhaber die Zahlen komplett bei sich behalten, während andere PKA die volle Einkaufsverantwortung geben. In der Praxis ist diese Entscheidung ein Kulturtest. Wer Verantwortung delegiert, muss Transparenz zulassen. Wer Transparenz nicht zulässt, hält die Verantwortung fest – und wundert sich später, warum Motivation, Bindung und Entwicklung nicht wachsen.

Die Folge ist eine stille Schieflage: PKA sollen wirtschaftlich denken, dürfen wirtschaftlich aber oft nicht sehen. Das erzeugt eine Art Schattenarbeit, in der der Berufsstand zwar die operativen Entscheidungen trägt, aber selten das Werkzeug bekommt, diese Entscheidungen systematisch besser zu machen. So wird aus einer kaufmännischen Ausbildung eine dauerhafte Improvisationsrolle, die viel abfängt, aber wenig aufbaut.

Dass einzelne Kammern punktuell Angebote haben, etwa zu Ernährung oder Kosmetik, ändert daran wenig, weil der Kern der Lücke woanders liegt. BWL-nahe Fortbildungen, die die Apothekenrealität ernst nehmen, sind rar, und sie werden auch nicht so sichtbar kommuniziert wie PTA-Angebote. Richter beschreibt, dass sie selbst bei Kammern, Pharmafirmen und Referenten anklopft, um PKA-Fortbildungen überhaupt mitzugestalten; praxisnahe Formate seien beispielsweise über die Jung Akademie entstanden. Das ist Engagement, aber es ist auch ein Hinweis darauf, dass das System die Verantwortung nach unten durchreicht.

Noch deutlicher wird das, wenn man die Entwicklung in den Betrieben betrachtet. Apotheken arbeiten längst unter Druck aus Einkaufspreisen, Konditionskämpfen, Digitalisierung, Personalnot und wachsender Erwartungshaltung. Gerade deshalb wäre ein stabiler Weiterbildungsweg für PKA kein „Nice to have“, sondern ein Instrument gegen Reibungsverluste: weniger Fehlbestände, bessere Sortimentslogik, sauberere Prozesse, klarere Kostenwahrheit, weniger Bauchgefühl im Einkauf.

Und es ist auch ein Personalthema. Wenn ein Berufsstand das Gefühl hat, dass er fachlich nicht weiterkommen kann, entsteht Abwanderung, sei es in andere Branchen oder über den Umweg in eine PTA-Ausbildung, die Richter nicht als „Weiterbildung“ versteht, sondern als zweiten, völlig anderen Beruf. In einem Arbeitsmarkt, in dem Apotheken um jede verlässliche Kraft kämpfen, ist das kein Randproblem, sondern eine direkte Frage der Zukunftsfähigkeit.

 

Tollwutfall schockt Rheinland-Pfalz, gefälschte Impfpässe entlarven Handel, Impfschutz wird zur Sicherheitsfrage.

Ein toter Welpe reicht, um ein Land an eine verdrängte Wahrheit zu erinnern: Krankheiten verschwinden nicht, sie warten. In Rheinland-Pfalz ist bei einem importierten Hund Tollwut nachgewiesen worden, obwohl ein Impfpass vorlag. Und genau diese Diskrepanz ist der eigentliche Alarm.

Der Fall läuft wie ein Muster, das man aus anderen Bereichen kennt: Ein Tier kommt mit Papieren, die Sicherheit simulieren, dann kippt die Lage in Quarantäne, und erst die Labordiagnostik zieht die Realität aus dem Schatten. Der Hund zeigte Verhaltensauffälligkeiten, wurde isoliert, starb – danach wurde der Erreger gefunden. Die Behörden mussten Kontakte ermitteln und informieren, nicht weil schon eine Kette bewiesen wäre, sondern weil man bei Tollwut nicht wartet, bis Gewissheit bequem wird.

Tollwut ist kein Virus, das einem Zeit lässt. Für Menschen gilt: Nach möglichem Kontakt zählt Geschwindigkeit, nicht Gelassenheit. Solange Symptome nicht begonnen haben, kann man die Erkrankung verhindern, sobald sie klinisch sichtbar wird, ist sie praktisch nicht mehr zu drehen. Das macht jede unklare Exposition zum Verwaltungs- und Versorgungsproblem, nicht nur zum medizinischen.

Der Fall zeigt auch, wie stark Mobilität und Logistik die Risikokarte verschieben. Das infizierte Tier wurde nicht allein transportiert, sondern zusammen mit anderen Hunden und Katzen, die für mehrere Länder bestimmt waren. Damit ist der Blick automatisch größer als der Rhein-Pfalz-Kreis: Ein einziger Transport kann mehr als eine Region betreffen, selbst wenn am Ende keine weitere Übertragung nachgewiesen wird.

Die Bundestierärztekammer legt den Finger auf die Stelle, an der Prävention in der Praxis oft bricht: auf unzureichend geprüfte Gesundheitsnachweise bei importierten Tieren. Der Impfpass ist dann nicht Schutz, sondern Requisite. Und wer einmal erlebt hat, wie Dokumente Vertrauen ersetzen sollen, erkennt das Prinzip wieder: Papier kann Risiko nicht neutralisieren, wenn Kontrolle und Nachverfolgbarkeit nicht mithalten.

Parallel prallt ein zweiter Konflikt auf die Lage: Auslandstierschutz, Tierhandel, illegale Netzwerke. Wenn Organisationen warnen, dass mafiöse Strukturen mit gefälschten Papieren arbeiten, geht es nicht um moralische Etiketten, sondern um eine nüchterne Folge: Je größer der graue Markt, desto mehr wird Gesundheitsvorsorge in eine Glücksspielzone gedrückt, in der die Schwächsten zahlen, Tiere wie Menschen.

In der Versorgung wird das besonders sichtbar, weil Prävention dann nicht mehr nur „Impfen“ heißt, sondern Bereitschaft, Lager, Zuständigkeit, Erreichbarkeit. Wer nach einem möglichen Kontakt plötzlich Impfstoff oder Immunglobuline braucht, braucht sie nicht nächste Woche. Es entsteht ein Druck, der in Kliniken beginnt, aber schnell in den Alltag ausstrahlt: Beratung, Risikoabwägung, das Einordnen von Kontaktarten, die Frage, wer überhaupt als exponiert gilt. Das ist die stille Seite solcher Fälle, die kaum Schlagzeilen macht, aber Systeme bindet.

Deutschland gilt seit Jahren als frei von der klassischen Form der Tollwut, und genau das ist die gefährliche Komfortzone: Man verwechselt „selten“ mit „erledigt“. Der Fall aus Rheinland-Pfalz ist kein Massenereignis, aber er ist ein Lehrstück darüber, wie dünn die Schicht ist, auf der Sicherheit liegt, wenn sie zu sehr auf Dokumente vertraut und zu wenig auf Prüfung, Nachverfolgung und Konsequenz.

 

Masernzahlen fallen, Impflücken bleiben, Gesundheitssicherheit gerät unter Druck.

Die Meldung klingt erst einmal wie Entwarnung: In Europa und Zentralasien sind die registrierten Masernfälle im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Genau darin steckt die Gefahr, weil sinkende Kurven schnell als Beweis für Kontrolle gelesen werden, obwohl Masern als Virus keinen Sinn für politische Stimmung haben.

Der Kern der Lage ist nicht die Statistik, sondern die Voraussetzung, die sie trägt. Masern verzeihen keine Mittelwerte. Solange Gemeinschaften die hohe Durchimpfung nicht erreichen, bleibt jede Lücke ein offener Eingang, und jede Region wird so stabil, wie ihr schwächstes Quartier, ihre vergessene Altersgruppe, ihr ungeimpftes Umfeld.

Masern sind außerdem kein „Kinderinfekt“, der nach zwei Wochen abgehakt ist. Die Erkrankung kann schwer verlaufen, und sie hinterlässt eine besondere Nachwirkung: Wer sie durchgemacht hat, kann über längere Zeit anfälliger für andere Erreger werden, weil das Immunsystem in seiner Erinnerung geschwächt wird. Damit wird ein einzelner Ausbruch leicht zum Startpunkt einer zweiten Krankheitswelle, die gar nicht mehr als Masern erkennbar ist.

Die zweite Bedrohung liegt in der Verzögerung. Selbst wenn akute Fälle sinken, können seltene Spätfolgen Jahre später auftreten, und genau diese zeitversetzte Logik macht Masern so tückisch für ein Versorgungssystem, das meist in Quartalen und Budgets denkt. Prävention wirkt leise, Komplikationen wirken laut, und die öffentliche Wahrnehmung kippt oft in die falsche Richtung.

Dazu kommt ein Mechanismus, der inzwischen fast überall gleich funktioniert: Fehlinformationen, Impfzweifel, nachlässige Nachholimpfungen, dazu Lebenslagen, in denen Termine, Dokumente und Zugänge nicht „einfach“ sind. Eine Lücke entsteht selten aus einer einzigen Entscheidung, sie entsteht aus Reibung, Überforderung, Misstrauen, fehlender Ansprache.

Für die Gesundheitssicherheit hat das eine klare Konsequenz. Wenn die Eliminierung in Ländern wieder wackelt, wächst der Aufwand für Überwachung, Ausbruchsmanagement und Kontaktarbeit, und das bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt. Es ist nicht nur ein Thema für Kinderärzte oder Gesundheitsämter, es ist ein Lastthema für das gesamte System, weil jeder Ausbruch sofort Logistik, Kommunikation und Versorgung gleichzeitig fordert.

In der Versorgung vor Ort wird das besonders greifbar, weil Prävention dort alltagsnah wird. Wer impft, wer nachholt, wer aufklärt, wer Missverständnisse in wenigen Sätzen auflöst, entscheidet mit darüber, ob ein Risiko groß wird oder klein bleibt. Apotheken sind hier nicht das Zentrum der Impfstrategie, aber sie sind oft der Ort, an dem Zweifel zuerst ausgesprochen werden und an dem ein nächster Schritt überhaupt erst wieder möglich wird.

Gegenhorizont gibt es, und er ist schlicht: Eine hohe Impfquote macht Ausbrüche selten, und schnelle Reaktion macht sie kurz. Wo Nachholimpfungen systematisch gelingen und wo Menschen nicht mit Schuld, sondern mit Klarheit und Zugang erreicht werden, verliert Masern seinen Hebel, und das System gewinnt Luft für andere Baustellen.

Die entscheidende Frage bleibt, ob Stabilität als Zustand verstanden wird oder als Arbeit. Wer Impflücken duldet, kauft sich keine Freiheit, sondern verschiebt nur die Rechnung in eine Phase, in der sie teurer wird.

 

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Heute wirkt wie ein Schaufenster für eine neue Art Druck: Marktlogik, Straflogik und Präventionslogik laufen nebeneinander, aber sie treffen sich am selben Punkt, nämlich in der Frage, wer am Ende die Verlässlichkeit garantiert. Im Drogeriemarkt-Wettbewerb zählt nicht nur der Preis, sondern die Fähigkeit, Lieferfähigkeit als Versprechen zu halten und Kundinnen nicht mit unnützen Wegen zu verlieren. In der Betrugsbekämpfung zählt nicht nur die Anklage, sondern die Botschaft an alle Heilberufe, dass Fehlanreize und graue Märkte nicht folgenlos bleiben. Und in der Infektionslage zählt nicht nur die Statistik des Vorjahres, sondern die Brutalität eines Virus, das Lücken sofort findet, sobald Routine und Impfskepsis sich gegenseitig verstärken.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt.
Wenn in derselben Woche Drogeriemärkte über Apps Reichweite bündeln, Ermittler über Verfahren Abschreckung erzeugen und Gesundheitsbehörden über Impfquoten Stabilität sichern müssen, wird Verlässlichkeit zu einer Ware, die ständig neu verteidigt wird. Die Folge ist eine Verschiebung: Apotheken stehen zugleich im Preiskampf, im Compliance-Schatten und im Präventionsauftrag, und jeder Ausfall von Lieferfähigkeit, Integrität oder Impfdisziplin wird sofort als zusätzlicher Druck im System spürbar.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Heute rücken Marktverschiebung, Strafverfolgung und Infektionsschutz deshalb als gemeinsame Belastungsprobe der Versorgung zusammen.

 

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