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  • 14.01.2026 – Cyber als Betriebsrisiko, KI als Brandbeschleuniger, Apotheken zwischen Pflicht und Stillstand
    14.01.2026 – Cyber als Betriebsrisiko, KI als Brandbeschleuniger, Apotheken zwischen Pflicht und Stillstand
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Der Bericht ordnet Cyber und KI als Kettenrisiko ein, mit Fokus auf eRezept-Abhängigkeit, Betriebsunterbrechung, Verantwortungsverschie...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Cyber als Betriebsrisiko, KI als Brandbeschleuniger, Apotheken zwischen Pflicht und Stillstand

 

Ein aktueller Risikoblick zeigt, wie digitale Abhängigkeiten vom eRezept bis zur Warenwirtschaft Angriffe beschleunigen und Unterbrechungen zur Versorgungsfrage machen.

Stand: Mittwoch, 14. Januar 2026, um 19:10 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Cyber ist für Apotheken längst kein Randthema der Technik mehr, sondern eine Frage der Betriebsfähigkeit: Wenn Zugänge, Identitäten und Schnittstellen unter Druck geraten, wird aus einem Vorfall sehr schnell ein Stillstand, der Personal bindet, Abgaben verzögert und Vertrauen beschädigt. KI verschärft das Bild, weil Täuschung glaubwürdiger wird und Angriffe leichter skalieren, während gleichzeitig immer mehr Arbeitsschritte in digitale Routinen wandern, die im Ausfall keinen „kleinen Umweg“ mehr kennen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein Angriff spektakulär wirkt, sondern ob der Betrieb eine Unterbrechung so begrenzen kann, dass Versorgung, Rechtssicherheit und Nacharbeit nicht zur Dauerlast werden.

Der Satz „Cyber ist das größte Risiko“ wirkt in vielen Branchen wie ein Dauerrefrain, aber für Apotheken hat er eine eigene Schärfe, weil der Kernprozess nicht nur schnell, sondern auch streng geregelt ist. Eine Apotheke kann bei Störungen nicht einfach „irgendwie weiterarbeiten“, weil jeder Ersatzweg sofort neue Prüf- und Dokumentationsfragen aufmacht. Genau hier kippt die Belastung: Was im Normalbetrieb als Digitalisierungsvorteil erscheint, wird im Ausfall zum Nachweisproblem, und Nachweisprobleme fressen Zeit, Nerven und Geld.

Mit dem eRezept ist diese Abhängigkeit sichtbarer geworden. Manuell war früher ein Notbehelf, heute ist es oft nur noch eine kurze Brücke, die nicht trägt, wenn die Systeme wirklich weg sind oder wenn die Kommunikation mit den angebundenen Strukturen stockt. Im Alltag bedeutet dies, dass ein Ausfall nicht nur „kein Zugriff“ heißt, sondern eine Kette startet: Wareneinsatz, Abgabeentscheidung, Rückfragen, Abrechnung, Korrekturen. Der erste Schaden ist die Unterbrechung, der zweite ist die Nacharbeit, und der dritte ist die Verschiebung von Verantwortung in den Betrieb hinein.

KI kommt in dieser Kette nicht als Science-Fiction, sondern als Beschleuniger. Angreifer müssen nicht mehr perfekt schreiben, um glaubwürdig zu wirken, und sie müssen nicht mehr lange üben, um Abläufe zu imitieren. Gleichzeitig wächst in Betrieben die Versuchung, KI-Tools als schnelle Helfer in Kommunikation, Dokumentation oder internen Routinen zu nutzen, ohne dass Grenzen, Zugriffsrechte und Datenwege wirklich sauber gezogen sind. Das ist keine Frage von „Fehlern“, sondern eine Frage von Tempo: Je mehr Geschwindigkeit, desto leichter rutschen Entscheidungen in Routine.

Für Apotheken ist das besonders heikel, weil Vertrauen nicht nur ein Imagewort ist, sondern ein Betriebsfaktor. Wer im Vorfall erklären muss, warum Abläufe stocken, warum Datenwege unklar sind oder warum Rückfragen ins Leere laufen, verliert Zeit an Stellen, an denen eigentlich Versorgung stattfinden müsste. Und weil der Betrieb ohnehin eng getaktet ist, wirkt jede Stunde Ausfall wie ein Multiplikator: Kundenstrom, Personalbindung, Lieferketten, Rücksprachen, spätere Aufräumarbeit.

Prävention wird in dieser Lage oft missverstanden, weil sie gerne als „Vorfall verhindern“ verkauft wird. In der Praxis ist Prävention die Fähigkeit, Vorfälle zu begrenzen: klare Zuständigkeiten, saubere Identitäten, robuste Abläufe, ein realistischer Notfallmodus, der nicht nur auf Papier existiert. Absicherung ist dann nicht die Ausrede für Lücken, sondern der Unterschied zwischen „teurer Störung“ und „existenzgefährdender Dauerkrise“, weil sie die Folgekosten der Unterbrechung, der Wiederherstellung und der externen Unterstützung abfedern muss, statt nur einen Begriff zu versichern.

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Die Apotheke steht in einem Spannungsfeld, das sich nicht wegmoderieren lässt: Digitalisierung macht Abläufe schneller, und genau diese Schnelligkeit wird im Angriff und im Fehlerfall gegen den Betrieb eingesetzt. KI verschiebt die Grenze dessen, was glaubwürdig wirkt, und damit verschiebt sie auch die Grenze dessen, was im Alltag noch als „offensichtlich verdächtig“ erkannt wird. Je stärker eRezept, Warenwirtschaft und Kommunikation ineinandergreifen, desto weniger zählt die Frage, ob etwas „IT“ ist, und desto mehr zählt die Frage, ob Versorgung trotz Störung weiter handlungsfähig bleibt.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Der eigentliche Konflikt liegt nicht in der Technik, sondern in der Verantwortungskette: Im Ereignisfall sollen Apotheken weiter versorgen, gleichzeitig dokumentieren, gleichzeitig erklären, gleichzeitig reparieren. Wenn Systeme ausfallen, darf Verantwortung nicht lautlos nach unten wandern, bis sie als Haftungs- und Stillstandslast im Betrieb liegt. Zukunftssicherheit entsteht dort, wo Prävention Grenzen zieht, wo Ausfälle begrenzt werden können und wo Absicherung die Folgekosten trägt, statt den Betrieb in eine zweite, längere Krise zu zwingen.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Entscheidend ist, ob Cyber- und KI-Risiken Verantwortung im System halten oder als Unterbrechungs- und Haftungslast in der Apotheke landen.

 

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