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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Sonntag, 11. Januar 2026, um 17:49 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
Acht sehr unterschiedliche Signale laufen auf denselben Engpass hinaus: Tragfähigkeit entsteht nicht durch gute Absicht, sondern durch verfügbare Menschen, klare Zuständigkeiten und Vorsorge, die im Ernstfall wirklich greift; wer nur Überschriften liest, verpasst die Mechanik, die später als Schließung, Streit oder Gesundheitsschaden sichtbar wird, und genau daraus setzt sich das Gesamtbild zusammen.
In Angermünde endet eine Kontinuität, die sich selbst durch Zeitenwechsel getragen hat, und der Grund ist so banal wie hart: Nicht Nachfrage oder Standort, sondern ein personeller Bruch an der falschen Stelle. Die „Alte Apotheke“ war als Filiale im Verbund tragfähig, weil Einkaufsvorteile, Organisation und Auslastung zusammenwirkten, während allein der Betrieb deutlich schwieriger geworden wäre. Diese Verbundlogik ist keine Komfortzone, sondern eine stille Stabilisierung, solange Führung verlässlich besetzt ist.
Die Zäsur entsteht, als die Filialleitung kündigt. Plötzlich ist nicht mehr entscheidend, ob es „sich noch rechnet“, sondern ob es überhaupt verantwortbar zu führen ist, ohne die Risiken auf die verbleibenden Kräfte zu schieben. Verantwortung ist nicht teilbar, wenn eine Schlüsselrolle fehlt. Der Mietvertrag läuft aus, andere Branchen haben Interesse an den Räumen, und damit wird aus einer Personalfrage ein Strukturwechsel, der nicht mehr zurückzudrehen ist. Dass Menschen sich bedanken und der Abschied emotional wird, zeigt, wie sehr Versorgung auch Beziehung ist, selbst wenn am Ende nur zwei weitere Betriebe im Ort bleiben.
Der Einzelfall steht in einem Zahlenraum, der sich seit Jahren verdichtet: Ende 2025 waren in Brandenburg laut Kammer noch 523 Betriebe registriert; 2025 schlossen zehn, vier wurden neu eröffnet; 2024 waren es 15 Schließungen. Diese Zahlen sind keine Dramatisierung, sondern der Rahmen, in dem Nachfolgeentscheidungen getroffen werden. Wer übernimmt, übernimmt nicht nur Inventar, sondern Zeitachsen aus steigenden Kosten, aus der Schwierigkeit, Leitungsfunktionen nachzubesetzen, und aus einer Planungssicherheit, die viele nicht mehr als gegeben erleben. Zurückhaltung wird damit erklärbar, ohne sie moralisch aufzuladen: Die Frage ist nicht, ob jemand „will“, sondern ob jemand „tragen“ kann.
In derselben Woche läuft auf der politischen Bühne ein Konflikt, der ebenfalls von Tragfähigkeit handelt, nur in einer anderen Sprache. Ein US-Gesundheitsminister behauptet öffentlich, in Deutschland würden „mehr als tausend“ Ärztinnen und Ärzte und „Tausende“ Patientinnen und Patienten strafrechtlich verfolgt und bestraft, weil in der Pandemie Ausnahmen von Maskenpflicht oder Impfungen gewährt worden seien. Diese Sätze wirken wie ein Urteil, aber sie stehen zunächst ohne belastbare Herleitung im Raum. Genau so entsteht ein gefährlicher Mechanismus: Eine Zahl ersetzt den Beleg, und die Debatte rutscht von Tatsachen in Lagerlogik.
Die deutsche Gesundheitsministerin kontert scharf und setzt eine Trennlinie, die in solchen Auseinandersetzungen oft verloren geht: In Deutschland gilt Therapiefreiheit; strafrechtlich verfolgt werde nicht Beratung oder das Nichtanbieten von Impfungen, sondern Betrug und Urkundenfälschung, etwa bei falschen Impfpässen oder unechten Maskenattesten. Das ist mehr als ein rhetorischer Punkt. Es ist der Unterschied zwischen einem System, das medizinische Entscheidungen politisch erzwingt, und einem Rechtsstaat, der Dokumenten- und Abrechnungsdelikte verfolgt, weil sonst Vertrauen in Verfahren und Leistungsansprüche erodiert. Wo diese Differenz verwischt wird, kippt jede Debatte in eine moralische Erzählung, in der am Ende alles möglich scheint: politische Motive hier, Unterdrückung dort, und dazwischen nur noch Schlagworte.
Die Frage ist nicht, wer lauter ist, sondern was solche Konflikte mit der Außenwahrnehmung eines Landes machen. Begriffe wie „Autonomie“ oder die Beschwörung der Arzt-Patient-Beziehung schaffen einen emotionalen Rahmen, der Faktenprüfung erschwert. Gerade deshalb ist der nüchterne Rechtsbegriff entscheidend: Wer Verantwortung behauptet, muss auch die Grenzen benennen. Das ist die stille Parallele zur Betriebsrealität: Stabilität entsteht nicht durch Appell, sondern durch klar definierte Rollen, Regeln und Sicherungen, die im Ernstfall greifen.
Während Politik um Begriffe ringt, verschiebt Forschung die Maßstäbe, wie Wirksamkeit überhaupt einzuordnen ist. Ein Cochrane-Review untersucht körperliche Aktivität bei Depressionen und findet im Vergleich zu keiner Behandlung oder Kontrollinterventionen eine mittlere Symptomreduktion, doch die Evidenzqualität ist überwiegend niedrig, die Studien sind heterogen, und Langzeitdaten fehlen häufig. In methodisch hochwertigeren Arbeiten fällt der Effekt geringer aus. Das ist keine Entwertung, sondern ein Schutzmechanismus gegen Selbsttäuschung: Je sauberer die Studie, desto härter wird die Realität gegenüber übergroßen Erwartungen.
Die Übersetzung in den Alltag bleibt schwierig, weil Bewegung als Intervention eine doppelte Eigenschaft hat: Sie ist plausibel, sie ist vergleichsweise sicher, und sie kann akzeptiert werden, aber sie verlangt Motivation genau dort, wo Depression Motivation nimmt. Ein statistischer Mittelwert sagt nichts darüber, wie ein einzelner Mensch durch den Tag kommt, wenn Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Selbstabwertung die Handlungsmöglichkeiten klein machen. Wer aus einer Effektstärke ein Versprechen macht, produziert am Ende Schuldgefühle statt Hilfe. Deshalb ist die Einordnung entscheidend: Nutzen ja, aber ohne Pflichtgefühl als Nebenwirkung.
In der Welt der Diäten wird dieser Fehler in Serie produziert. „Mehrere Kilo pro Woche“ verkauft Zeitersparnis und übernimmt kurz die Kontrolle über Hoffnung, doch der Körper arbeitet nicht im Werbetext. Schnelle Abnahmen betreffen häufig Wasser und Muskelmasse, nicht primär Fett; eine stark reduzierte Energiezufuhr ist selten alltagstauglich; und das Versprechen eines gezielten Fettverlusts an bestimmten Körperstellen behauptet eine Steuerbarkeit, die Biologie so nicht hergibt. Genau hier entsteht der Jo-Jo-Effekt als Mechanik, nicht als Schicksal: Verbote erzeugen Heißhunger, Kontrollverlust führt zu Kompensation, und viele erleben das als persönliches Versagen. Realistische Leitplanken – etwa die Spanne von einem halben bis einem Kilogramm pro Woche – sind deshalb nicht langweilig, sondern Schutz vor der nächsten Enttäuschung.
Wer Trend und Gesundheit verwechselt, landet beim nächsten Thema: Eisbaden. Physiologisch beginnt es nicht als Mutprobe, sondern als Stressreiz, der Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung rasch verändert. Studien deuten mögliche Effekte an, aber die Datenlage ist heterogen, Protokolle unterscheiden sich stark, und gerade bei kardiovaskulären Vorerkrankungen kann extreme Kälte eine rote Linie sein. Der Fehler in der öffentlichen Erzählung ist nicht, dass Menschen es tun, sondern dass Sicherheit zur Randnotiz wird, obwohl sie der Hauptsatz sein müsste.
Kälte wird noch konkreter, wenn sie Gewebe schädigt. Erfrierung betrifft einzelne Körperstellen, Unterkühlung das ganze System, und diese Unterscheidung entscheidet über Zeit und Handeln. Bei sinkender Körperkerntemperatur ist 112 die Grenze, an der Routine endet. Beim Aufwärmen gilt das Unbequeme: nicht reiben, nicht heißes Wasser, nicht an die volle Heizung; falsches Erwärmen kann Gewebe zusätzlich schädigen. Blasen, anhaltende Taubheit oder bleiche Haut sind Warnzeichen, die eine ärztliche Abklärung nahelegen, und Medikamente zur Gefäßweitstellung oder Entzündungshemmung gehören in kontrollierte Behandlung, nicht in Improvisation. Auch Frostbeulen wirken harmlos, sind aber ein Hinweis auf Gefäßreaktionen, die bei Wiederholung Anlass für Abklärung geben können.
Parallel dazu zeigt Forschung, wie sich scheinbar „bekannte“ Nebenwirkungen präziser erklären lassen. Bei Statinen sind Muskelschmerzen ein Thema, oft ohne klaren Mechanismus. Neue Daten legen nahe, dass Atorvastatin an einen Rezeptor in der Skelettmuskulatur bindet, der Calcium-Freisetzung und damit Kontraktion steuert, und dass die Bindung den Kanalzustand so verändert, dass sich normale Abläufe stören können. Damit wird aus einem vagen „manche vertragen es nicht“ eine mechanistische Hypothese. Die nächste Frage lautet dann nicht „ob“, sondern „für wen“: Hinweise auf genetische Varianten in beteiligten Strukturen passen zu der Beobachtung, dass Anfälligkeit nicht gleichmäßig verteilt ist, und Studien sprechen zudem dafür, dass mehrere Statine in ähnlicher Richtung wirken könnten.
Der Gewinn ist nicht akademisch, sondern praktisch: Wenn Mechanismuswissen wächst, kann Beratung präziser werden, ohne die Wirkstoffklasse zu verteufeln. Statine bleiben unverzichtbar, aber der Umgang mit Beschwerden wird differenzierter. Wichtig ist, beides zugleich zu halten: den Nutzen der Therapie und die Pflicht, Symptome ernst zu nehmen – ohne Bagatellisierung und ohne Alarmismus. Wer hier nur abwinkt, verliert Vertrauen; wer dramatisiert, verliert Maßstab.
In dieses Gesamtbild gehört die Frage der Absicherung, weil sie die Handlungsfähigkeit eines Betriebs schützt, wenn das Unerwartete eintritt. Apotheken tragen Verantwortung für Gesundheit, beraten zu Therapien und Arzneimitteln, und aus Fehlberatung können erhebliche Schadensersatzforderungen entstehen. Berufshaftpflicht ist deshalb verpflichtend. Doch die Praxis zeigt, dass Schäden nicht nur aus Beratung entstehen, sondern aus Betriebsereignissen, die eine Kette von Folgepflichten und Folgekosten auslösen: Sachschäden an Einrichtung und Ware, Unterbrechungen, Ausfälle, Streitfälle, Datenvorfälle, Transportverluste oder rechtliche Auseinandersetzungen.
Eine Inhaltsversicherung schützt Räume, Einrichtung und Warenbestände gegen typische Schadenereignisse. Doch selbst wenn Sachschäden reguliert werden, bleibt oft der zweite Schaden: der Zeitverlust. Fixkosten laufen weiter, Personal muss organisiert, Kommunikation bewältigt, Ersatz beschafft werden. Ertragsausfall deckt die Lücke zwischen „Schaden ersetzt“ und „Betrieb wieder stabil“. Cyberrisiken sind längst keine Randfrage: Ein Vorfall betrifft Zugriff, Verfügbarkeit, Melde- und Kommunikationspflichten, Vertrauen und manchmal Haftung, und er bindet Arbeitszeit gerade dann, wenn ohnehin Engpass herrscht. Rechtsschutz ist keine Kür, sondern kann entscheiden, ob Konflikte mit der nötigen Konsequenz geführt werden, statt aus Erschöpfung nachzugeben. Warentransport und Dienstreise-Kasko wirken klein, bis ein Verlust oder Schaden eintritt und Nachweispflichten, Ersatzbeschaffung und Kundenkommunikation zugleich anstehen.
Die zentrale Abwägung lautet: möglichst vollständige Absicherung oder bewusstes Eigenrisiko. Diese Entscheidung ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Prioritätenlogik – abhängig von Haftungsraum, Liquiditätsreserven, Ausfallzeit und der Frage, welche Schäden nicht nur Geld, sondern Handlungsfähigkeit kosten. Wer Eigenrisiko tragen will, muss es beziffern und die Zeitachse bedenken: Wie lange kann ein Betrieb eingeschränkt arbeiten, ohne dass es in Personal, Versorgung und Bonität hineinfrisst? Wo liegt die Schwelle, an der nicht nur Umsatz fehlt, sondern Vertrauen? Und welche Risiken sind so typisch, dass sie nicht als Ausnahme, sondern als Wahrscheinlichkeit zu betrachten sind? Vorsorge bedeutet nicht „mehr“, sondern „gezielter“: Schutz dort, wo ein einzelnes Ereignis die Fähigkeit zerstören kann, am nächsten Tag verlässlich weiterzuarbeiten.
So entsteht aus acht Themen eine Linie: Überall kippt etwas, wenn Rollen, Regeln oder Sicherungen fehlen. In Angermünde ist es die fehlende Filialleitung, die den Verbund zerreißt. In der Pandemie-Debatte ist es die fehlende Beleglogik, die Zahlen zur Waffe macht. Bei Depression und Bewegung ist es die fehlende Langzeitlage, die schnelle Schlüsse verführerisch macht. Bei Diäten ist es die fehlende Zeitachse, die Hoffnung in Enttäuschung verwandelt. Beim Eisbaden ist es die fehlende Risikodifferenzierung, die Mut mit Gesundheit verwechselt. Bei Erfrierungen ist es die fehlende Schwellenklarheit, die Schaden vergrößert. Und bei Statinen ist es die fehlende Mechanikkenntnis, die Beschwerden entweder wegdrückt oder dramatisiert.
Entscheidend ist, daraus keine Predigt zu machen, sondern eine klare Einordnung: Mechanik benennen, Grenzen setzen, Übertreibung vermeiden. Tragfähigkeit entsteht dort, wo diese Einordnung früh genug greift – im Betrieb, in der Politik und im Alltag.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Tragfähigkeit ist ein leiser Vertrag zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Eine Filiale kann wirtschaftlich funktionieren und doch enden, wenn eine Leitungsfunktion wegbricht; eine politische Behauptung kann groß klingen und doch zusammenfallen, wenn ihr der Beleg fehlt; eine Studie kann Hoffnung geben und zugleich Grenzen zeigen, wenn Methodik und Langzeit fehlen. In diesem Raum wirken dieselben Kräfte: Zahlen stehen neben Menschen, Risiken neben Routinen, und jede Abkürzung trägt ihren Preis. Wer Verantwortung ernst nimmt, denkt nicht in perfekten Tagen, sondern in dem Moment, in dem etwas ausfällt, sich verhärtet oder falsch verstanden wird.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt.
Man merkt erst, wie eng ein System geworden ist, wenn eine historische Tür zugeht, weil niemand eine Leitungsfunktion übernimmt, und wenn gleichzeitig Debatten über Freiheit und Strafverfolgung mit Zahlen geführt werden, die sich nicht tragen lassen. In dieser Enge werden Trends zu Risiken, wenn Sicherheit zur Randnotiz wird, und Studien zu Heilsätzen, wenn Unsicherheit nicht mehr gesagt werden darf. Dass Forschung Mechanismen findet, etwa bei Muskelschmerzen unter Statinen, ist dann kein Luxus, sondern ein Stück Ordnung in einer Welt, die zu schnell urteilt. Und wer im Betrieb entscheidet, welche Absicherung Priorität hat, entscheidet letztlich darüber, ob ein einzelnes Ereignis eine Episode bleibt oder die Fähigkeit zerstört, am nächsten Tag wieder zuverlässig zu arbeiten.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Mechanik Betriebe und Vertrauen tatsächlich trägt, wenn es eng wird.
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