Für Sie gelesen
Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker,
hier ist der vollständige Text für Sie:
APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Dienstag, 06. Januar 2026, um 20:12 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
In Berlin-Wannsee zeigt ein Stromausfall, wie schnell aus einem technischen Defekt eine Versorgungslage wird, in der Kühlkette, Heimversorgung und digitale Abhängigkeiten zugleich kippen können – und wie stark am Ende nicht das beste Improvisationstalent, sondern vorbereitete Routinen, klare Zuständigkeiten und tragfähige Deckungen über Schadenhöhe und Handlungsfähigkeit entscheiden.
Seit Samstagmorgen war es dunkel in der Stolpe-Apotheke in der Chauseestraße, bis am Morgen kurz vor acht Uhr der Anruf kam, dass der Strom wieder da ist. Die Inhaberin Bianca Dabbagh beschreibt Stunden, in denen der Betrieb nicht einfach “stillstand”, sondern sich in einzelne Handgriffe zerlegte: Rollos unten, Stirnlampe an, das Nötigste sichern, während draußen die normale Welt weiterläuft. Der entscheidende Druckpunkt war sofort klar, noch bevor irgendein Computer hochfährt: kühlpflichtige Arzneimittel. Die Kühlschränke hielten zunächst, dann wurden Styroporboxen gepackt, im geschützten Hof abgestellt und abgedeckt – bis das Wetter selbst zum Gegner wurde, weil Minusgrade drohten und Einfrieren aus Kühlung plötzlich Zerstörung macht. Also kam der zweite Schritt: Transport zur Schwester, großer Kühlschrank, Temperatur überwachen, wieder zurückdenken in Stunden und Grenzen, nicht in Komfort und Routine.
Dann zeigt sich die zweite Kante, die in Blackout-Situationen oft unterschätzt wird: vorhandene Technik ist wertlos, wenn sie nicht in Betrieb ist. Dabbagh hatte zwei große Überbrückungsbatterien vom Modell CyberPower gekauft, aber sie waren noch nicht angeschlossen, weil der Elektriker keine Zeit hatte. Aus Vorsorge wurde Last: über zwanzig Kilogramm schwere Geräte ins nicht betroffene Kleinmachnow fahren, dort laden, zurücktragen, anschließen, den Computer hochfahren – und hoffen, dass damit der nächste Domino nicht fällt. Der nächste Domino hieß bei ihr nicht Offizinalltag, sondern Heimversorgung mit Verblisterung, ein System, das nicht nur Ausgabe, sondern Übergabe von Daten, Verfügbarkeit von Blistern und funktionierende Übertragung verlangt. Zwei schlaflose Nächte entstehen in solchen Momenten nicht aus Hektik, sondern aus einem einzigen Gedanken: Was passiert, wenn der Ausweichort auch dunkel ist und das zweite Standbein wegbricht.
Dass die Versorgung am Ende hielt, ist in dieser Erzählung kein Automatismus, sondern eine Kette aus begünstigenden Umständen. Kleinmachnow war nicht betroffen, später kam Internet zurück, ein Computer war wieder oben, Daten konnten noch übertragen werden. Für Kundinnen und Kunden wurde eine Handynummer an der Tür zum provisorischen Empfang, Heime hatten die Nummer, Ärztinnen und Ärzte waren erreichbar, der Kontakt zwischen Praxis, Pflegeeinrichtung, Patient und Apotheke wurde rasch als Telefonnetz stabilisiert. Es ist ein Bild, das gleichzeitig beruhigt und beunruhigt: beruhigt, weil Engagement und Vernetzung wirken, beunruhigt, weil dieselbe Szene auch anders enden kann, wenn nur ein Faktor fehlt.
Genau an dieser Stelle wird die Geschichte für Prävention und Absicherung scharf. Prävention heißt hier nicht, einen vollständigen Betrieb über Tage aufrechtzuerhalten, sondern die Sollbruchstellen so zu verkleinern, dass Zufall nicht die Hauptrolle spielt. Wer Batterien kauft, muss sie betriebsbereit integrieren, nicht nur besitzen; wer Kühlware schützt, muss Frost und Hitze als gleich harte Gegner einplanen; wer Heimversorgung trägt, braucht einen Plan für Datenwege und Prozessübergaben, der nicht von einem einzigen Ort abhängt; wer Kommunikation sichern will, braucht Kontaktwege, die nicht erst im Dunkeln entstehen. Und Schulung wird zur stillen Kernmaßnahme: nicht als Seminarfloskel, sondern als Einübung der Rollen unter Druck, damit jede Minute eine klare Richtung hat – wer sichert Kühlware, wer dokumentiert Temperatur, wer organisiert Umlagerung, wer hält Telefonketten, wer entscheidet über Aussonderung und Ersatz, wer koordiniert Übergaben an Pflegeeinrichtungen.
Absicherung kommt dabei nicht als Zusatz, sondern als dritte Säule neben Technik und Organisation. Dabbagh sagt offen, dass der Ertrags- und Arbeitsausfall nicht ersetzt werde und damit als eigener Verlust bleibt, während Kühlware und Systemverfügbarkeit die eigentliche Sorge waren. Das wirkt im Moment fast nebensächlich, bis man den Blick erweitert: Wenn ein Blackout nicht nur Stunden, sondern Tage dauert, wenn keine Ausweichzone existiert, wenn Kühlware nicht gerettet wird, wenn Wiedereinschalten Technik beschädigt oder wenn die Prozesskette der Heimversorgung reißt, dann wird aus “ein paar Tausend” schnell eine Summe, die Liquidität frisst, Entscheidungen verzerrt und im schlechtesten Fall die Betriebsfähigkeit langfristig beschädigt. Versicherung muss deshalb nicht “alles” versprechen, aber sie muss das abdecken, was real passieren kann: Kühlgutverlust als echter Warenwertschaden, Folgeschäden an Technik, und – dort, wo es vertraglich möglich ist – die wirtschaftlichen Folgen eines erzwungenen Stillstands, der nicht nur Umsatz mindert, sondern Nacharbeit, Zusatzaufwand und Risiko in jede Abgabe drückt.
Am Ende bleibt aus Wannsee ein nüchterner Satz als Leitmotiv: Glück ist kein Notfallkonzept. Wer sich auf das Glück verlässt, bekommt entweder eine gute Geschichte – oder einen Totalschaden.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Stromausfall ist in der Apotheke kein “Ausnahmefall”, sondern ein Prüfstein, weil er alles gleichzeitig berührt: Warenwert, Verantwortung, Ablauf, Vertrauen. In Wannsee hält die Versorgung, weil improvisierte Kühlwege, ein Ausweichort und ein Telefonnetz rechtzeitig greifen, während Batterien noch zur Baustelle werden und die Heimversorgung am seidenen Faden hängt. Genau darin liegt die stille Warnung: Wenn der Zufall mitarbeitet, wirkt es beherrschbar, wenn er ausbleibt, wird jede Lücke sofort teuer. Vorsorge ist dann nicht die große Lösung, sondern die verlässlich angeschlossene, geübte, dokumentierte – und Absicherung ist der Rahmen, der den Restschaden erträglich macht.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. In der Dunkelheit zeigt sich nicht nur, wie robust ein Team handeln kann, sondern wie schnell ein System von Nebenbedingungen lebt: vom nicht betroffenen Nachbarort, vom verfügbaren Kühlschrank, vom zurückkehrenden Internet. Wenn diese Brücken fehlen, wird aus Improvisation Überforderung, und aus Überforderung wird Schaden. Deshalb müssen Investitionen betriebsbereit sein, Routinen eingeübt werden und Deckungen so gedacht sein, dass nicht das Glück über die Summe entscheidet, sondern Vorbereitung über die Grenze.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Der Fall aus Berlin-Wannsee zeigt, wie Kühlkette, Heimversorgung und digitale Abhängigkeiten unter Stromausfall nur mit Vorsorge, Übung und tragfähiger Absicherung beherrschbar bleiben.
Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.
Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.
Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800. 919 0000 oder Sie faxen uns unter 0800. 919 6666, besonders dann, wenn Sie weitere Informationen zu alternativen Versicherern wünschen.
Mit der ApoRisk® FirmenGruppe steht Ihnen ein Partner zur Seite, der bereits viele Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland zu seinen Kunden zählen darf. Vergleichen Sie unser Angebot und Sie werden sehen, es lohnt sich, Ihr Vertrauen dem Versicherungsspezialisten für Ihren Berufsstand zu schenken.