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  • 06.01.2026 – Apotheken-Nachrichten von heute sind Stromausfall, Fixumdruck, Forschung zwischen Hilfe und Risiko
    06.01.2026 – Apotheken-Nachrichten von heute sind Stromausfall, Fixumdruck, Forschung zwischen Hilfe und Risiko
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Stromausfall-Resilienz, Länder-Druck beim Fixum, Versand-Signale und Medizin-Updates: ein Tagesblock, der zeigt, wie Betrieb, Politik u...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-Nachrichten von heute sind Stromausfall, Fixumdruck, Forschung zwischen Hilfe und Risiko

 

Ein Tag zwischen Blackout-Vorsorge, Honorarsignalen aus der Politik und Gesundheitswissen, das Beratung und Alltag zugleich berührt.

Stand: Dienstag, 06. Januar 2026, 19:26 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Es gibt Tage, da merkt man erst beim Blick auf den dunklen Bildschirm, wie sehr Versorgung an Infrastruktur hängt. Der Berliner Stromausfall zeigt in der Praxis: Kühlware, Warenwirtschaft, Kommunikation und TI-Ersatzwege werden zur gleichen Betriebsfrage, während parallel der politische Druck auf die Honorarbasis steigt und Länder Nachbesserungen beim Fixum einfordern. Dazu kommt ein Tonwechsel in der Debatte: Stimmen aus ärztlicher und pharmazeutischer Richtung werben für Kooperation statt Grabenkampf, während der OTC-Versand über Handelsketten als Signal gelesen wird, dass Wettbewerb und Versorgung auseinanderlaufen können. Im Hintergrund bleiben harte Gesundheitslagen präsent: In Crans-Montana starben 40 Menschen, 116 wurden schwer verletzt, und die komplexe Behandlung läuft teils grenzüberschreitend weiter. Forschung liefert zugleich Langzeit- und Akutperspektiven: Registerdaten über Jahrzehnte verknüpfen Schwangerschaftskomplikationen mit späterem Vorhofflimmern, während in den Niederlanden klinische Studien zu einem Fentanyl-Impfstoff anlaufen, der Überdosierungsrisiken immunologisch abfangen soll, ohne das Problem selbst zu „lösen“. Daneben stehen Beratungsfelder, die im Januar zuverlässig zurückkehren: Abnehmen bei Diabetes, Hypertonie oder Krebs ist keine Disziplinshow, sondern Therapieabgleich; Schneeschippen ist schnell getan, aber nicht ohne biomechanischen Preis.

 

Stromausfall, Notfallabläufe, Versorgungspflicht unter Druck in Berliner Apotheken

Ein mehrtägiger Stromausfall trifft Apotheken an der empfindlichsten Stelle: Kühlung, EDV, Kommunikation, Dokumentation. In Berlin waren laut Lageberichten zeitweise mehrere Betriebe gleichzeitig betroffen, während Patientinnen und Patienten trotzdem auf Versorgung angewiesen blieben. Das Spannungsfeld ist klar: Pflicht zur Abgabe auf der einen Seite, technische Abhängigkeiten auf der anderen.

Kühlpflichtige Arzneimittel sind dabei der erste Engpass, weil Temperaturfenster nicht verhandelbar sind und die Beweissicherung im Zweifel mitläuft. Das Problem beginnt nicht erst bei einer echten Unterbrechung, sondern schon bei der Unsicherheit, wie lange sie dauert. Ein Betrieb, der 48 Stunden ohne Strom auskommen muss, steht vor anderen Fragen als einer, der nach vier Stunden wieder hochfährt.

In solchen Situationen zeigt sich, was im Alltag oft nur als „Ordner“ existiert: Rollenverteilung, Zuständigkeiten, analoge Ersatzwege. Für den Rezept- und TI-Bereich sind Ersatzverfahren vorgesehen, die in der Praxis aber nur funktionieren, wenn Material, Abläufe und Schnittstellen vorher festgelegt sind. Der Knackpunkt ist nicht das Papier, sondern die Handgriffe im Moment, in dem es dunkel bleibt.

Die wirtschaftliche Seite steht dabei nicht im Vordergrund, verschwindet aber nicht: Ertragsausfall, Arbeitsausfall, Verderb, Entsorgungsfragen. Ein einzelner Vorfall kann schnell in den vierstelligen Bereich laufen, ohne dass der Betrieb „kaputt“ wäre. Gerade deshalb wird Notfallvorsorge häufig über Lagerwert, Kühllogik und Wiederanlauf gedacht, nicht über abstrakte Pflichten.

Am Ende entsteht ein nüchternes Bild: Notfallfestigkeit ist keine Ideologie, sondern eine Frage von Anschlüssen, Akkus, Umlagerungswegen und einem Plan, der am Montagmorgen genauso funktioniert wie am Samstagabend. Wenn ein Stromausfall mehrere Tage dauert, entscheidet nicht der gute Wille, sondern die Vorarbeit.

 

ePA 2026, E-Rezept-Praxis, Zeitpläne zwischen Anspruch und Realität

Wenn für 2026 mehr digitale Anwendungen angekündigt werden, entsteht in Apotheken automatisch eine zweite Frage neben der Technik: Wie verlässlich sind die Zeitachsen? Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Rollouts häufig nachjustiert werden, weil Abhängigkeiten in der Fläche härter sind als die Planfolie im Ministerium.

Im Betrieb trifft jede neue Anwendung auf bestehende Routinen: Identifikation, Signatur, Datenzugriff, Dokumentationspflichten, Supportketten. Sobald eine neue TI-Funktion nicht stabil läuft, verlagert sich Aufwand nach vorne – in die Offizin, ins Backoffice, in die „Zwischenräume“ der Abläufe. Das ist kein Randthema, weil es direkt mit Taktung und Fehleranfälligkeit zusammenhängt.

Für Apotheken ist die ePA in der Praxis weniger ein politisches Symbol als ein zusätzlicher Prozessraum: Wer darf was sehen, was muss geprüft werden, was ist dokumentationsfähig, was bleibt Interpretationsfall? Dazu kommt, dass die Akzeptanz nicht nur technisch entsteht, sondern im Moment der Beratung. Ein System, das im Alltag zwei zusätzliche Klickketten erzwingt, frisst Minuten, die niemand übrig hat.

Beim E-Rezept bleibt die entscheidende Linie: Ersatzwege müssen nicht nur existieren, sie müssen im Team geübt sein. Ein Ausfall ist selten „komplett“, oft ist es ein schiefer Zustand: Internet da, Kartenleser nicht; Server erreichbar, aber Signatur bricht; Zugriff möglich, aber Daten fehlen. Genau diese halben Ausfälle sind die teuersten, weil sie Zeit kosten und Streitpotenzial erzeugen.

Für 2026 wird damit weniger die Frage „ob“ entscheidend, sondern „wie“: ob Anwendungen so eingeführt werden, dass sie den Betrieb tragen, statt ihn umzubauen. Wenn Zeitpläne wieder rutschen, rutscht nicht nur Politik – es rutscht der Tagesablauf.

Am Ende bleibt ein Maßstab: Jede digitale Neuerung, die im Regelbetrieb nicht stabil ist, wird im Ausnahmebetrieb zum Risiko. Das ist keine Technikdebatte, sondern eine Betriebsdebatte.

 

Online-Verschreibungen, Bildmanipulation, Kontrolllücken bei Abnehmarzneien

Bei gewichtsreduzierenden Arzneimitteln wächst seit Monaten ein Markt, der nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch heikel ist: Fernkonsultation, Foto-Uploads, schnelle Versandwege. Dort, wo Prüfungen auf wenige Eingangsdaten reduziert werden, entsteht ein Einfallstor für Täuschung – und zwar ohne besonderen Aufwand, weil gängige Bearbeitungstools heute breit verfügbar sind.

Der Kern des Problems ist nicht die Existenz von Online-Angeboten, sondern die Qualität der Prüfung. Wenn eine Indikation an einem Foto hängt, wird aus einer medizinischen Entscheidung eine Formsache. In solchen Konstellationen verschiebt sich die Verantwortung: weg vom belastbaren Befund, hin zur Plattformlogik, die Geschwindigkeit belohnt.

Regulatorisch ist die Linie eigentlich klar: Gesundheitsdaten müssen plausibilisiert, Identitäten geprüft, Angaben verifiziert werden. Wenn Aufsichtsbehörden gegen einzelne Anbieter vorgehen, ist das ein Hinweis darauf, dass Standards in der Praxis auseinanderlaufen. Es bleibt dann nicht bei Einzelfällen, weil das Systemsignal verstanden wird: „Es geht durch.“

Für Apotheken vor Ort ist das doppelt relevant. Erstens, weil Folgeverordnungen, Interaktionen, Nebenwirkungsfragen und Versorgungsbrüche am Ende oft in der persönlichen Beratung landen. Zweitens, weil die Debatte den Blick auf eine Grundfrage lenkt: Wie wird verhindert, dass aus einem verschreibungspflichtigen Arzneimittel ein Konsumprodukt mit Abkürzung wird?

Hinzu kommt die psychologische Seite: Wenn Menschen über ein Produkt in eine Erwartung getrieben werden, die medizinisch nicht sauber begründet ist, steigt Enttäuschung – und mit ihr der Druck, „nachzulegen“. Das ist kein Moralthema, sondern ein Risiko für Fehlgebrauch und für die Glaubwürdigkeit von Versorgung.

Die Konsequenz ist banal und hart zugleich: Wo Prüfprozesse schwach sind, wird Täuschung wahrscheinlicher. Und wo Täuschung wahrscheinlicher wird, entsteht ein Markt, der die Versorgung nicht stärkt, sondern sie beschädigt.

 

Blackout-Erfahrung, Kühlkette gerettet, Betriebsrisiko in Echtzeit sichtbar

Der Stromausfall in Berlin-Wannsee zeigt exemplarisch, wie schnell Versorgung in Handarbeit zurückfällt. Eine Apotheke, die plötzlich im Dunkeln steht, muss innerhalb von Minuten entscheiden, was zuerst geschützt wird: Kühlware, Kommunikation, Erreichbarkeit, Datenwege. Der Betrieb läuft dann nicht „reduziert“, er läuft anders.

Besonders heikel wird es bei kühlpflichtigen Arzneimitteln, weil das Zeitfenster nicht nur von Temperatur abhängt, sondern von der Möglichkeit, sie nachweisbar zu überwachen. Wenn draußen Minusgrade herrschen, kann „Auslagern“ in die falsche Richtung kippen: Von zu warm zu zu kalt – und beides macht Ware unbrauchbar.

In der beschriebenen Lage zeigte sich auch ein typisches Zeitproblem: Technik, die als Sicherheitsnetz gedacht ist, ist oft nicht angeschlossen, nicht getestet oder nicht in den Ablauf integriert. Eine Überbrückungsbatterie wiegt schnell über 20 Kilogramm, sie ist kein „Gadget“, sondern Logistik. Wenn sie erst geladen, transportiert und dann improvisiert eingebunden werden muss, zählt jede Stunde.

Der zweite Engpass ist die Datenübertragung – besonders bei Heimversorgung und Verblisterung. Wenn Bestände, Pläne und Lieferketten an digitale Schnittstellen gebunden sind, wird der Stromausfall zum Systemtest: Kommt das Internet zurück, bevor die Planungen kippen? Gibt es einen Ausweichweg, der nicht an einem einzigen Standort hängt?

Wirtschaftlich fällt dabei einiges an, ohne dass es das Hauptthema wäre: Arbeitsausfall, Ertragsausfall, Zusatzfahrten, Risiko der Entsorgung. Ein „ein paar Tausend Euro“-Schaden ist in der Realität schnell erreicht, obwohl keine Scheibe zu Bruch geht. Das macht Blackouts so tückisch: Sie zerstören selten spektakulär, sie zermürben im Kleinen.

Die Lage zeigt auch, warum Notfallkommunikation wichtig ist: Ein Zettel an der Tür, eine erreichbare Nummer, eine klare Ansage zu Öffnungszeiten. In der Krise wird Versorgung nicht nur in Packungen gemessen, sondern in Verlässlichkeit, die sichtbar bleibt, wenn das Licht aus ist.

 

Krankenhausbarometer 2024, Defizite nehmen zu, Planungssicherheit bleibt knapp

Wenn 66 Prozent der Krankenhäuser Verluste melden, ist das keine Randnotiz, sondern ein Strukturindikator. Die wirtschaftliche Lage wirkt in den Betrieb hinein: Investitionen werden verschoben, Personalentscheidungen werden defensiv, Modernisierung wird zum Risiko. Genau dieser Mechanismus macht die Diskussion so scharf, weil er nicht nur Bilanzen betrifft, sondern Leistungsfähigkeit.

Das Barometer basiert auf einer Befragung von 376 Häusern und zeigt zusätzlich eine Stimmungslage: Nur 6 Prozent bewerten ihre Situation als eher gut, und für 2026 erwarten nur 13 Prozent eine Verbesserung. Das ist kein einzelnes „schlechtes Jahr“, das ist ein Erwartungsbruch. Wenn Erwartungen kippen, kippen auch Entscheidungen über Geräte, IT, Gebäude, Prozesse.

Hinzu kommt der Punkt Planungssicherheit: 90 Prozent beklagen fehlende Klarheit zur künftigen Leistungsstruktur, Fallzahlentwicklung und Liquidität. Das klingt abstrakt, ist aber im Alltag konkret: Wer nicht weiß, welche Leistungen er in zwei Jahren refinanziert bekommt, baut nicht um. Wer nicht umbaut, verliert Effizienz und Attraktivität, und das zieht den Kreislauf weiter nach unten.

Krisenresilienz ist dabei ein eigener Befund. Viele Häuser haben zwar Alarm- und Einsatzpläne, aber die Fähigkeit, einen mehrtägigen Ausfall zu überbrücken, ist begrenzt. Wenn 43 Prozent einen Stromausfall mindestens drei Tage überbrücken können, heißt das im Umkehrschluss: Mehr als die Hälfte kann es nicht. Und selbst dort, wo Technik vorhanden ist, bleibt die Frage, ob Versorgung „uneingeschränkt“ möglich ist.

Für Apotheken ist das nicht fern. Krankenhaus-Strukturen beeinflussen Entlassmanagement, Verordnungsdichte, Lieferverhalten, Informationswege. Wenn Kliniken in den Sparmodus gehen, wird Schnittstellenarbeit rauer: mehr Druck, weniger Zeit, mehr Fehlerpotenzial. Die Last landet dann oft in der nachgelagerten Versorgung.

Das Barometer zeichnet damit eine Landschaft, in der ökonomischer Stress und Versorgungsrealität nicht mehr getrennt sind. Wer an Versorgung dreht, dreht an Betrieb. Und wer an Betrieb dreht, verändert Versorgung.

 

Brandverletzte aus Crans-Montana, Intensivlogik, enorme Ressourcen im Akutfall

Große Brandereignisse zwingen Systeme in einen Ausnahmezustand, weil die Behandlung hochkomplex und materialintensiv ist. Bei dem Ereignis im Schweizer Skiort wurden 40 Tote und 116 schwer Verletzte gemeldet; ein Teil der Betroffenen wird auch außerhalb der Schweiz versorgt. Das zeigt, wie schnell regionale Kapazitäten an Grenzen stoßen.

In den ersten 24 Stunden steht Stabilisierung im Vordergrund, nicht Operation. Schwerverletzte benötigen teils sehr große Flüssigkeitsmengen, Kreislaufunterstützung und Blutprodukte; im klinischen Alltag bedeutet das: Viele Hände, viele Entscheidungen, ein enges Monitoring. Wenn in dieser Phase Fehler passieren, ist später kaum etwas „reparierbar“.

Hinzu kommt der Wärmeschutz. Bei großflächigen Verletzungen funktioniert der Wärmehaushalt nicht zuverlässig, und Unterkühlung wird selbst bei guter Medizin zur Gefahr. Deshalb arbeiten Zentren teilweise in stark aufgeheizten Räumen, bis zu etwa 40 Grad. Das wirkt kontraintuitiv, ist aber Teil der Logik, den Körper überhaupt behandlungsfähig zu halten.

Ein weiterer kritischer Punkt ist Infektionsrisiko. Wenn die natürliche Barriere nicht zuverlässig schützt, entstehen Eintrittspforten für Keime, und die Behandlung wird zu einer Disziplin aus Hygiene, Isolation und belastender Pflegearbeit. Das ist keine Nebenlinie, sondern häufig der Bereich, in dem sich Überleben entscheidet.

Die chirurgische Versorgung folgt eigenen Regeln: so viel geschädigtes Gewebe wie nötig entfernen, so viel gesundes Gewebe wie möglich erhalten. Rekonstruktion und Transplantation sind dann keine „Option“, sondern die Brücke in ein Leben nach der Akutphase. Gleichzeitig bleibt die Rehabilitation lang, oft über Monate, mit konsequenter Physio- und Ergotherapie.

Solche Fälle machen sichtbar, was Gesundheitsversorgung im Kern ist: Ressourcen, Spezialisierung, Koordination – und die Fähigkeit, in kurzer Zeit sehr viel Komplexität auszuhalten. Das ist die stille Rückseite jeder Debatte über „Effizienz“.

 

Arzneipflanze 2026, Ingwer im Fokus, Qualität und Evidenz auseinander

Ingwer wird als Arzneipflanze des Jahres 2026 hervorgehoben, und das ist mehr als Folklore. Die Wahl verweist auf eine Mischung aus Tradition und moderner Neubewertung, vor allem bei Übelkeit in bestimmten Konstellationen. Gleichzeitig bleibt das Thema unbequem: Nicht jede Anwendung ist gleich gut belegt.

Für einige Einsatzfelder gibt es klinische Daten, etwa bei Übelkeit rund um Schwangerschaft oder als unterstützende Maßnahme bei therapiebedingter Übelkeit. Pharmakologisch werden Mechanismen diskutiert, die plausibel klingen, aber im Alltag nicht automatisch in verlässliche Wirkung übersetzt werden. Genau hier entsteht die typische Beratungsfrage: Was ist realistisch, was ist Erwartung?

Die andere Seite ist Qualität. Bei Nahrungsergänzungsmitteln schwanken Inhaltsstoffgehalte stark; in einer Untersuchung wurden Gingerol-Gehalte zwischen 0,0 und 9,43 Milligramm pro Gramm berichtet. Solche Spannbreiten sind der Grund, warum „Ingwer“ als Begriff wenig sagt, wenn nicht klar ist, welches Produkt in welcher Standardisierung gemeint ist.

Dazu kommen mögliche Nebenwirkungen wie Magenverstimmung, Aufstoßen oder Sodbrennen. Im Alltag ist das oft der Punkt, an dem eine „harmlose“ Pflanze plötzlich störend wird – nicht dramatisch, aber relevant, weil es die Akzeptanz kippt. Gerade bei empfindlichem Magen kann die gut gemeinte Empfehlung in die falsche Richtung laufen.

Für Apotheken ist das Thema deshalb doppelt: Es geht um Einordnung, aber auch um Qualitätslogik. Wo Standardisierung fehlt, wird Beratung schnell zu einem Gespräch über Grenzen und Variabilität. Das ist nicht populär, schützt aber vor falschen Sicherheiten.

Die Wahl zur Arzneipflanze ist damit ein Anlass, die stille Frage zu stellen: Wie viel Evidenz steckt in der Anwendung – und wie viel im Narrativ? Je ehrlicher diese Trennung gelingt, desto besser trägt die Beratung.

 

Parasitenwissen, Reisemedizin trifft Alltag, Therapie bleibt eine Systemfrage

Parasiten wirken wie ein Tropenthema, sind aber längst auch eine Alltagsfrage: durch Reisen, Migration, Klimaeffekte und urbane Lebensräume. Manche Erreger und Überträger sind regional gebunden, andere sind „Mitbringsel“ – und wieder andere sind seit Jahren Teil des häuslichen Umfelds, nur mit wechselnder Aufmerksamkeit.

Entscheidend ist, dass Symptome unspezifisch sein können: Juckreiz, Hautveränderungen, Fieber, Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden. Das verleitet zu schnellen Erklärungen, obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sind. Für Versorgung bedeutet das: Verdacht ist noch keine Diagnose, und Diagnose ist nicht automatisch Therapie.

Im häuslichen Umfeld spielen klassische Befälle wie Milben oder Läuse eine Rolle, vor allem dort, wo viele Menschen nah zusammenleben. Dann wird das Problem schnell sozial: Scham, Angst vor Stigmatisierung, unklare Informationswege. In solchen Lagen zeigt sich, wie wichtig saubere Kommunikation ist, weil falsche Sicherheit zu Wiederansteckung führt.

In der Reisemedizin ist die Risikologik anders: Exposition, Vektoren, Inkubationszeiten, regionale Häufungen. Besonders tückisch sind Fälle, in denen Infektionen ohne „typische“ Reisegeschichte auftreten, etwa durch eingeschleppte Überträger. Das macht Abklärung anspruchsvoller, weil der Blick nicht automatisch in die richtige Richtung geht.

Therapeutisch ist vieles wirksam, aber nicht trivial. Wirkstoffe und Strategien hängen vom Erreger, vom Stadium und von Begleitfaktoren ab; falsche Selbstbehandlung kann mehr schaden als nutzen. Gerade deshalb ist der Systempunkt so wichtig: Wer übernimmt Abklärung, wer koordiniert, wer dokumentiert, und wie wird vermieden, dass aus einem medizinischen Thema ein chaotischer „Try-and-Error“-Alltag wird?

Am Ende bleibt ein nüchterner Satz: Parasiten sind nicht nur „Tropen“, sie sind eine Frage von Aufmerksamkeit, Hygiene-Realität und Versorgungswegen. Je früher diese Wege klar sind, desto weniger Raum bleibt für Eskalation.

 

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Wenn Systeme unter Spannung stehen, wird das Unspektakuläre zur Hauptsache: Strom, Kühlung, Kommunikation, Fristen, Geld. Gleichzeitig laufen große Linien weiter, als wären sie unbeeindruckt: Reformrhetorik, Versandlogik, neue Präventionsideen, neue Langzeitrisiken. In Apotheken prallt das nicht als Theorie auf, sondern als gleichzeitige Nachfrage: „Geht es weiter?“ und „Wer trägt es?“ Und mitten darin liegt die stille Kunst, Prioritäten zu setzen, ohne den Tag kleiner zu reden, als er ist.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Ein Blackout, eine Honorarfrage und ein Forschungssignal erzählen dieselbe Grundgeschichte: Versorgung ist nur dann verlässlich, wenn Betrieb, Finanzierung und Wissen nicht getrennt verhandelt werden. 66 Prozent der Krankenhäuser melden Verluste, und das wirkt wie ein Echo in jede Diskussion über Belastungsgrenzen. Gleichzeitig zeigt sich, wie schnell sich Risiken verschieben: von der Kühlkette im Kiez bis zur Frage, wie Prävention bei Opioiden überhaupt aussehen kann. Am Ende bleibt ein nüchterner Maßstab, der trägt: Was im Ausnahmefall funktioniert, ist im Alltag selten Zufall.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Die heutige Auswahl verbindet Notfallfestigkeit, Vergütungsdruck und Gesundheitswissen als gemeinsame Frage nach Tragfähigkeit im Betrieb.

 

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