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  • 04.01.2026 – Digitalpflichten und Sanktionen, Vergütung offen, Apotheken zwischen ePA und eMP
    04.01.2026 – Digitalpflichten und Sanktionen, Vergütung offen, Apotheken zwischen ePA und eMP
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Der Jahresstart bündelt Tariferhöhungen, digitale Pflichten und neue Datenarbeit rund um Medikationspläne und Spezialrezepte, währen...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Digitalpflichten und Sanktionen, Vergütung offen, Apotheken zwischen ePA und eMP

 

Neue Digitalpflichten, steigende Kosten und ungeklärte Vergütung verschieben Risiken und Arbeitslast in den Apothekenalltag.

Stand: Sonntag, 04. Januar 2026, um 14:48 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Zum Jahresstart verdichten sich mehrere Veränderungen zu einem einzigen Prüfstein: Apotheken sollen mehr digitale Anwendungen zuverlässig nutzen, mehr Informationen sauber pflegen und zugleich steigende Kosten schultern, ohne dass jede zusätzliche Arbeitsminute automatisch abgebildet wird. Tarifsteigerungen erhöhen den Druck auf die Kalkulation, die Nutzung digitaler Infrastruktur wird in Teilen von „erwünscht“ zu „sanktionierbar“, und mit dem elektronischen Medikationsplan droht eine neue Form manueller Datenarbeit, die im Alltag nur dann sicher leistbar ist, wenn Zuständigkeit, Aufwand und Vergütung vorab klar sind. Auch bei elektronischen Spezialrezepten bleibt der Widerspruch spürbar: angekündigte Starts und verschobene Termine erzwingen Vorbereitung, aber liefern oft keine stabile Routine. 2026 wird damit weniger ein Jahr der Ideen, sondern eines der Belastbarkeitsfragen.

 

Im Personalblock wirkt die Tarifentwicklung wie eine nüchterne Fortschreibung eines Trends: Fachkräfte kosten mehr, weil sie knapp sind, und weil Verantwortung wächst. Das ist kein Streitpunkt, sondern Realität. In der Apotheke wird daraus eine harte Kalkulation, weil Gehälter nicht mit einer abstrakten Branche wachsen, sondern mit den Mitteln eines einzelnen Betriebs. Steigende Personalkosten treffen auf einen Alltag, in dem Dokumentation, Rückfragen und technische Zwischenfälle Zeit binden, die nicht beliebig erweiterbar ist. Viele Betriebe reagieren zuerst leise: Investitionen werden verschoben, Öffnungszeiten enger geplant, die Reserve dünner. Das ist nicht Dramatisierung, sondern Betriebsphysik.

Die elektronische Patientenakte steht 2026 als Symbol für einen Rollenwechsel: Aus digitaler Option wird eine Pflicht, die sich im Zweifel über Sanktionen durchsetzt. In der Offizin entsteht daraus eine Risikofrage, bevor überhaupt über Visionen gesprochen werden kann. Was gilt als „Nutzung“ im praktischen Sinn, was ist nachweisbar, was passiert bei Störungen, Zugriffsproblemen oder widersprüchlichen Patientenerwartungen. Technik, Haftung und Arbeitsablauf liegen dabei auf derselben Werkbank. Der Betrieb braucht Klarheit, die in wenigen Handgriffen überprüfbar ist, weil an der Kasse und am HV-Tisch keine Zeit für Interpretationsräume bleibt.

Am stärksten zeigt sich die Belastungsfrage beim elektronischen Medikationsplan. Der Nutzen ist plausibel, gerade dort, wo mehr als nur Verordnungsdaten zählen. Gleichzeitig verlagert sich Arbeit in den Betrieb, wenn Ergänzungen manuell erfolgen sollen und wenn Patientinnen und Patienten im Zweifel erwarten, dass Vollständigkeit „vor Ort“ hergestellt wird. Das wird schnell zur doppelten Zumutung, wenn keine klare Abgrenzung zu Arztpraxen besteht und wenn Vergütung offen bleibt. Dann ist die Pflicht zu wichtig, um sie liegen zu lassen, aber zu schlecht organisiert, um sie sauber zu leisten. Genau an dieser Stelle kippt Digitalisierung von Entlastung in Verdichtung.

Die angekündigten elektronischen Spezialrezepte verstärken dieses Muster, weil der Betrieb in einer dauerhaften Vorbereitungszone gehalten wird. Verschobene Startpunkte sind nicht nur ein Kalenderproblem, sondern ein Organisationsproblem: Schulungen, Softwarestände, interne Abläufe, Kommunikation im Team. Wenn der reale Start unklar bleibt, entsteht eine Zwischenwelt, in der Aufwand sicher ist, Nutzen aber nicht. Das schwächt Akzeptanz und frisst Zeit, die eigentlich für Versorgung gebraucht wird.

Der politische Kern lässt sich deshalb ohne Pathos formulieren: 2026 wird ein Jahr, in dem aus digitalen Vorhaben entweder Routine wird oder zusätzliche Last. Der Maßstab ist simpel. Entlastung entsteht nur, wenn Aufgaben so designt sind, dass sie im Betrieb ohne Zusatzschleifen funktionieren, wenn Zuständigkeiten sauber getrennt sind und wenn Leistungen, die Zeit kosten, auch als Leistungen behandelt werden. Wo das nicht gelingt, wächst nicht Zukunft, sondern nur die Pflichtdichte.

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Ein Jahresbeginn kann wie ein sauberer Schnitt wirken, aber im Betrieb ist er eher ein Überblenden: neue Regeln liegen auf alten Abläufen, und die echte Veränderung ist selten der Text im Gesetz, sondern die Minute, in der etwas am HV-Tisch entschieden werden muss. Digitalisierung zeigt ihre Reife nicht in Ankündigungen, sondern darin, ob sie die Arbeit leichter macht, ohne sie unsichtbar zu machen. Sobald zusätzliche Datenpflege zur Pflicht wird, entscheidet die Vergütungsfrage darüber, ob Sicherheit wächst oder nur Druck.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. 2026 kann ein Jahr sein, in dem digitale Anwendungen endlich als Infrastruktur funktionieren, nicht als Dauerzustand des Provisorischen. Dafür muss das System akzeptieren, dass Verlässlichkeit Zeit kostet und dass Zeit im Betrieb nicht grenzenlos ist. Wenn Pflichten wachsen, ohne dass Zuständigkeit und Vergütung mitwachsen, entstehen stille Folgekosten: Fehlerdruck, Konflikte, Personalverschleiß. Die Deutung ist nüchtern: Zukunft entsteht dort, wo Ideen in Routine übersetzt werden, die den Alltag entlastet, statt ihn nur genauer zu kontrollieren.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Im Fokus stehen Pflichten und Sanktionen in der Digitalisierung, die Vergütungsfrage bei zusätzlicher Datenarbeit und die betriebliche Tragfähigkeit steigender Kosten.

 

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