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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Dienstag, 06. Januar 2026, um 17:53 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
Ein mehrtägiger Stromausfall macht sichtbar, wie schnell Versorgung zur Improvisation wird, wenn Kühllogistik, EDV, Kommissionierung und Kommunikation gleichzeitig unter Druck geraten. Aus der Praxis wird greifbar, was Krisenpläne leisten müssen: klare Rollen, analoge Dokumentation, stabile Übergangslösungen und ein Wiederanlauf, der nicht erst im Ereignis erfunden wird. Gleichzeitig rückt die Honorarfrage erneut in den Mittelpunkt der Reformdebatte, weil Länder Nachbesserungen verlangen und die wirtschaftliche Basis als Voraussetzung jeder „Stärkung“ benennen. Auch jenseits der Apotheken zeigt das Bild der Kliniken, wie eng finanzielle Lage, Investitionsstau und Resilienz zusammenhängen, wenn Krisenvorsorge zwar vorgesehen ist, aber im Ernstfall nicht vollständig trägt. Dazu kommen zwei kommunikative Stellschrauben, die im Alltag oft unterschätzt werden: technische Störungen können Vertrauen spürbar absenken, und medizinische Zahlen wirken nur dann stabilisierend, wenn sie konsistent, absolut und mit Kontext erklärt werden. Die weiteren Themen spannen den Bogen in die Versorgung hinein: Terminsteuerung über Hausarztpraxen trifft auf Personalmangel, regionale Daten zeigen Verschiebungen, und Gesundheitswissen reicht von Schlafhygiene bis zu seltenen, aber folgenreichen Diagnosen. So entsteht eine Klammer, in der Betriebssicherheit, Finanzierung und Verständlichkeit nicht nebeneinander stehen, sondern sich gegenseitig bedingen.
Digitalisierung bleibt auch 2026 der große Taktgeber, aber sie läuft nicht als gerade Linie. In den vergangenen Jahren hat sich zu oft gezeigt, dass Zeitpläne dort reißen, wo Praxis, Infrastruktur und Zuständigkeiten gleichzeitig belastet sind. Das macht jede neue TI-Anwendung weniger zu einem einzelnen Projekt als zu einer Kette, in der ein schwaches Glied den Alltag dominiert.
Für Apotheken ist das kein abstraktes Technikthema, weil ePA-Funktionalitäten, E-Rezept-Weiterentwicklungen und Anbindungsfragen unmittelbar in Abgabeprozess, Beratung, Dokumentation und Abrechnung hineinreichen. Wenn Schnittstellen haken, ist es nicht nur „unbequem“, sondern betriebswirksam: Wartezeiten im HV, Rückfragen, Medienbrüche, Nacharbeit. Genau deshalb wird 2026 vor allem daran gemessen, ob neue Anwendungen nicht nur verfügbar sind, sondern unter Routinebedingungen stabil laufen.
Die Lehre aus den Verzögerungen ist dabei nüchtern: Was später kommt als angekündigt, ist für Teams nicht automatisch „verschoben“, sondern oft doppelt teuer. Parallelbetrieb, Zwischenlösungen und Prozessanpassungen kosten Zeit, die ohnehin knapp ist. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Versprechen, sondern in der operationalen Landung im Betrieb.
Am Ende bleibt eine Frage, die jeder Einführung vorgelagert ist: Wird der digitale Zuwachs in der Praxis zu weniger Reibung, oder zu einer zusätzlichen Schicht Arbeit, die niemand sieht, aber jeder spürt. 2026 entscheidet sich genau an dieser Stelle, ob Fortschritt als Entlastung ankommt oder als weiterer Dauerstress.
Der Jahreswechsel ist im Backoffice kein Neuanfang, sondern eine Verdichtung: Fristen, Konditionen und Bevorratung laufen gleichzeitig auf. Dazu kommt, dass die Lieferlage den Planungshorizont verkürzt, während Preisbewegungen den Druck erhöhen, Entscheidungen früh zu treffen. Wenn knapp 550 Arzneimittel als nicht lieferbar gemeldet sind, wird jeder Fehlgriff im Lager schneller sichtbar als im normalen Jahr.
Viele im Dezember geschlossene Bevorratungsvereinbarungen haben Liefertermine im ersten Quartal. Das klingt nach Routine, wird aber zur Kapazitätsfrage, sobald Ware auf einmal eintrifft und Lagerflächen, Kühlung, Retourenwege und Kommissionierlogik zusammenpassen müssen. Die administrative Seite ist dabei genauso wichtig wie die physische: Bestätigungen, Konditionsstände, Ausnahmen, Rücknahmen, alles muss auffindbar sein, wenn es eng wird.
Parallel laufen Preisanpassungen an. Wer Restkontingente noch zu alten Preisen im Bestand hat, spürt den Vorteil erst dann, wenn Kalkulation und Abgabepreis sauber nachgezogen sind und kein „Nachher“ mehr bleibt. In der Realität heißt das: Der Januar entscheidet oft darüber, ob der Betrieb Preiswellen abfedert oder ihnen hinterherläuft.
Hinzu kommt die Schnittstelle zur Außendienst- und Lieferkommunikation. Kontingentierungen werden nicht nur durch Rohstoffe, sondern auch durch Logistik und Priorisierung ausgelöst, und diese Priorisierung folgt selten dem Bedarf allein. Wenn die Abstimmung nicht steht, wird Lieferfähigkeit zum Zufall, und der Betrieb verliert Steuerungsfähigkeit dort, wo er sie am meisten braucht.
Schon kurz nach dem Jahreswechsel beginnt außerdem die Vorplanung für saisonale Schwerpunkte, etwa die nächste Grippesaison. Formulare, Praxisabfragen, verbindliche Bestellungen, das alles läuft früher an, als es sich im Kundenraum anfühlt. Der Januar ist damit kein „ruhiger Monat“, sondern der Moment, in dem Ordnung entweder hergestellt wird oder später teuer zurückkommt.
Ein neuer Missbrauchspfad entsteht dort, wo digitale Beratung, Onlineabgabe und geringe Verifikation zusammentreffen. In der Recherche einer britischen Redaktion wurde beschrieben, wie mit bearbeiteten Fotos und automatisierten Werkzeugen Verschreibungen für Arzneimittel zur Gewichtsabnahme erlangt werden konnten, obwohl die Voraussetzungen nicht vorlagen. Der Kern ist nicht der Trick, sondern die Schwäche im Prozess: Wenn ein Foto faktisch als zentrale Plausibilitätsprüfung dient, wird es zur Sollbruchstelle.
Im Vereinigten Königreich ist die besondere Konstellation, dass Apotheken bestimmte Präparate im Rahmen definierter Verfahren verordnen können. Dafür gelten Standards, die eine Konsultation oder eine unabhängige Prüfung von Angaben verlangen, etwa zu Gewicht, Größe oder einem entsprechenden Index. Wenn einzelne Anbieter trotzdem auf schlanke Upload-Mechaniken setzen, verschiebt sich das Risiko von der medizinischen Entscheidung zur Systemprüfung.
Regulatorisch ist das Feld bereits in Bewegung. Gegen eine zweistellige Zahl an Betrieben wurden Maßnahmen eingeleitet, weil die Online-Überprüfungen nicht den geforderten Standards entsprachen. Das Signal ist eindeutig: Die Infrastruktur der Verordnung muss in der Lage sein, Angaben zu verifizieren, sonst kippt das Modell in ein Einfallstor für Täuschung.
Für Apotheken im deutschen Kontext ist das weniger ein Auslands-Kuriosum als ein Frühindikator. Sobald Beratung, Verifikation und Abgabe digitalisiert werden, steigen die Anforderungen an Identitäts- und Plausibilitätsprüfung, und damit auch die Haftungs- und Reputationsrisiken. Das Problem ist nicht die Existenz digitaler Wege, sondern die Annahme, dass ein vereinfachter Nachweis schon „genug“ sei.
Im Hintergrund steht außerdem eine zweite Dimension: Solche Präparate sind in der öffentlichen Wahrnehmung stark aufgeladen. Wenn Missbrauchsberichte zunehmen, wächst das politische und regulatorische Risiko, dass Modelle enger gefasst werden. Ein fragiler Prüfprozess gefährdet damit nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern das Vertrauen in die gesamte Struktur.
Ein Stromausfall wird erst dann real, wenn die Routine verschwindet. In Berlin-Wannsee war eine Apotheke über mehrere Tage ohne Versorgung aus dem Netz und musste den Betrieb in eine Mischung aus Dunkelarbeit, Kühlmanagement und provisorischer IT-Wiederanlaufstruktur übersetzen. In solchen Stunden zeigt sich, wie dünn die Linie ist zwischen „läuft“ und „steht“.
Die kritische Aufgabe lag bei den kühlpflichtigen Arzneimitteln. Anfangs halten Kühlschränke Temperaturen, aber sobald Außenbedingungen kippen, wird jede Zwischenlagerung zur Risikoabwägung. Hier wurde Ware zeitweise in Boxen gesichert, dann wegen Minusgraden verlagert und überwacht. Der Unterschied zwischen „gerettet“ und „verloren“ entsteht in Details, die im Alltag selten geübt werden.
Noch härter traf die Lage die digitale Abhängigkeit. Notstromlösungen waren vorhanden, aber nicht angeschlossen, weil Kapazitäten beim Handwerk fehlten. Also musste schwere Batterietechnik transportiert, extern geladen und zurückgeführt werden, um wenigstens die Rechner hochzufahren. Erst dadurch wurde wieder Datenübermittlung möglich, die für Heimversorgung und Verblisterung betriebsentscheidend ist. Der Zufall, dass ein benachbarter Ort nicht betroffen war, wurde zur eigentlichen Rettung.
Bemerkenswert ist, wie stark Versorgung in solchen Fällen von Kommunikationsfähigkeit abhängt. Erreichbarkeit, schnelle Abstimmung mit Heimen und Ärzten, improvisierte Aushänge, direkte Rückrufe, all das ersetzt in der akuten Phase Prozesse, die sonst still funktionieren. Gleichzeitig wird klar, dass wirtschaftliche Schäden oft nicht dort abgefedert werden, wo die Existenzrisiken liegen: Der Ertrags- und Arbeitsausfall im niedrigen vierstelligen Bereich bleibt häufig am Betrieb hängen, während die eigentliche Angst der Verantwortung für abhängige Patientengruppen gilt.
Aus dem Einzelfall spricht ein Systemsignal. Wenn ein Blackout nicht mehr als theoretisches Szenario gilt, sondern als Ereignis, dann wird Notfallfähigkeit zu einer Frage der Infrastrukturpflege, der Zuständigkeitsklarheit und der vorgezogenen Umsetzung. Nichts davon ist spektakulär, aber alles davon ist entscheidend.
Wenn 66 Prozent der Krankenhäuser in einem Jahr Verluste schreiben, ist das kein kurzfristiger Ausreißer, sondern ein strukturelles Alarmzeichen. In einer Befragung von 376 Einrichtungen, erhoben zwischen Mitte Mai und Mitte Juli 2025, wird die wirtschaftliche Lage so schlecht beschrieben, dass nur noch ein kleiner einstelliger Anteil sie als eher gut bewertet. Gleichzeitig erwarten für 2026 nur 13 Prozent eine Verbesserung. Das ist ein Erwartungsbruch, der Planung lähmt.
Der zentrale Folgeschaden ist Unsicherheit. 90 Prozent der Häuser beklagen fehlende Planungssicherheit, etwa bei Leistungsstruktur, Fallzahlentwicklung und Liquidität. Wenn Investitionen und organisatorische Veränderungen zurückgestellt werden, wird aus Sparen ein Verschleißprozess. Das betrifft nicht nur Gebäude und Technik, sondern auch Prozesse, Personalbindung und Krisenfähigkeit.
Als Teil der kritischen Infrastruktur haben Kliniken zwar in großer Mehrheit Alarm- und Einsatzpläne für technische Störungen und Ausfälle. Doch die Zahlen zeigen, wie begrenzt echte Durchhaltefähigkeit ist. 43 Prozent können einen Stromausfall mindestens drei Tage überbrücken, aber nur ein Bruchteil kann die Versorgung über mehrere Tage uneingeschränkt aufrechterhalten. Kooperationsvereinbarungen für den Blackout-Fall sind ebenfalls nicht flächendeckend verankert.
Die Warnung vor „Wartelistenmedizin“ wird in diesem Bild verständlich, ohne dass sie dramatisiert werden muss. Wenn wirtschaftlicher Druck, Investitionsstau und Personalknappheit zusammenlaufen, verschiebt sich die Versorgungsqualität zuerst in den unsichtbaren Bereich: längere Wege, spätere Termine, geringere Puffer. Das wird im Alltag nicht sofort als Reformfolge etikettiert, aber es prägt den Zugang.
Für Apotheken ist diese Lage doppelt relevant. Erstens, weil Kliniken und ambulante Versorgungssysteme sich gegenseitig belasten und Engpässe weiterreichen. Zweitens, weil jede Instabilität im stationären Bereich die Schnittstellen in der Arzneimittelversorgung empfindlicher macht. Der Zustand der Kliniken ist damit auch ein Frühindikator für Reibung im Gesamtsystem.
Bei Großereignissen mit vielen Brandverletzten zeigt sich die Grenze der Versorgung nicht nur in Betten, sondern in Spezialisierung und Prozessdichte. Nach einem Brandereignis in einem Schweizer Wintersportort mit 40 Todesopfern und 116 schwer Verletzten werden Betroffene auch in Deutschland behandelt. Das ist weniger ein politisches Signal als eine medizinische Notwendigkeit, weil Verbrennungsmedizin hochspezialisiert ist.
In den ersten ein bis zwei Tagen steht Stabilisierung im Vordergrund. Entscheidend ist die Kreislaufstützung, oft mit sehr großen Flüssigkeitsmengen in den ersten 24 Stunden, die je nach Schwere auch 10 bis 20 Liter erreichen können. Diese Phase ist keine „Operationsmedizin“, sondern Grundlagenarbeit, in der Atemwege, Kreislauf, Temperatur und Organfunktion gesichert werden müssen, bevor überhaupt an weitere Schritte zu denken ist.
Brandverletzungen betreffen zudem den Wärmehaushalt. Bei großen Flächen funktioniert die Eigenregulation nicht mehr zuverlässig, weshalb Behandlungen in stark aufgeheizten Räumen stattfinden können, teils bis zu 40 Grad. Gleichzeitig steigt das Infektionsrisiko, weil die natürliche Barriere der Haut fehlt und das Immunsystem in einen Ausnahmezustand gerät. Der Aufwand an Hygiene, Isolation und Pflege ist entsprechend extrem, und er bindet Teams in einer Intensität, die im Alltag selten sichtbar wird.
Chirurgisch gilt eine harte Logik: Verbrannte Haut muss entfernt werden, aber gesunde Strukturen müssen so weit wie möglich erhalten bleiben. Häufig kommen temporäre Ersatzmaterialien zum Einsatz, bevor später Transplantate genutzt werden. Damit beginnt ein langer Weg, der sich über Wochen und Monate zieht.
Eine Faustregel, die die Dimension greifbar macht, sind ein bis zwei Tage Klinikaufenthalt pro Prozent verbrannter Körperoberfläche. Danach folgt Rehabilitation, oft begleitet von anhaltender Schwäche und langwierigen Funktionseinbußen. Dieses Wissen ist kein Sensationsstoff, sondern ein Hinweis darauf, wie schnell ein Ereignis das System an seine Kapazitätsgrenzen bringt, und warum Spezialisierung und Vernetzung in solchen Situationen überleben helfen.
Ingwer als Arzneipflanze des Jahres 2026 wirkt auf den ersten Blick wie eine kulturhistorische Ehrung, hat aber einen sehr praktischen Kern: Neubewertungen traditioneller Anwendungen treffen auf einen Markt, in dem Produktqualität stark schwanken kann. Gerade dort, wo Menschen in der Selbstmedikation nach verlässlichen Optionen suchen, entscheidet Beratung an der Schnittstelle zwischen Evidenz, Tradition und Risiko.
Ein Teil der Nutzung ist gut begründet, etwa bei Übelkeit in der Schwangerschaft oder als unterstützende Maßnahme bei bestimmten Formen von Übelkeit im Kontext belastender Therapien. Die vermuteten Wirkmechanismen werden pharmakologisch beschrieben, etwa über Rezeptorwege im Magen-Darm-Trakt. Gleichzeitig gibt es Einsatzfelder, in denen die Studienlage deutlich uneinheitlicher ist, etwa bei Reisekrankheit oder anderen Beschwerden, die in der Tradition häufig genannt werden.
Nebenwirkungen sind möglich und meist gastrointestinal geprägt, was in der Alltagspraxis schnell relevant wird, weil Menschen solche Effekte oft nicht mit dem Pflanzenprodukt verbinden. Die eigentliche Schärfe liegt aber in der Produktstreuung. In Untersuchungen von Nahrungsergänzungsmitteln wurden sehr unterschiedliche Gehalte eines zentralen Inhaltsstoffs gemessen, von 0,0 bis 9,43 Milligramm pro Gramm. Das heißt: gleiche Etikettlogik, aber potenziell völlig unterschiedliche Substanzbasis.
Für Apotheken ist das ein klassischer Beratungspunkt: Nicht alles, was als „gleich“ verkauft wird, wirkt in der Praxis gleich. Und wo Dosierung, Zusammensetzung und Qualität schwanken, entstehen entweder enttäuschte Erwartungen oder unerwünschte Effekte, die dann wieder als „Unverträglichkeit“ im System landen. Der Wert solcher Jahresauszeichnungen liegt deshalb weniger im Symbol als in der Gelegenheit, das Wirkbild sauber zu ordnen.
So wird aus einer scheinbar leichten Nachricht ein ernstes Thema: Pflanzenarznei ist im Alltag nur dann hilfreich, wenn sie als Arznei behandelt wird, mit Blick auf Evidenz, Qualität und individuelle Verträglichkeit. Genau diese Trias entscheidet, ob Beratung Vertrauen stärkt oder nur ein weiteres Versprechen produziert.
Parasiten wirken wie ein Fernreise-Thema, aber sie haben zwei Gesichter: das tropische Risiko und die häusliche Rückkehr. Einige Erreger und Überträger folgen schlicht den Wegen von Menschen, Tieren, Kleidung und Unterkunft, und sie treffen damit auf eine Realität, in der Mobilität, Tourismus und städtisches Leben enger verflochten sind als früher.
Im Reisebereich entstehen Risiken oft durch Kontakt mit Böden, Insekten oder kontaminierten Umgebungen. Bestimmte Parasiten können über die Haut eindringen, andere werden durch stechende Insekten übertragen. Der entscheidende Punkt ist nicht die Exotik, sondern die Verzögerung: Beschwerden treten mitunter erst später auf, werden dann falsch eingeordnet und finden erst nach Umwegen den richtigen diagnostischen Rahmen. Für Apotheken taucht das als Beratungsfeld auf, wenn Symptome diffus sind und Reiseanamnese plötzlich die Richtung ändert.
Gleichzeitig gibt es Parasiten, die im häuslichen Umfeld zirkulieren. Milbenbefall kann in Gemeinschaftseinrichtungen zu Ausbrüchen führen, Läuse können Infektionskrankheiten übertragen, Bettwanzen werden durch Reisegepäck eingeschleppt und sind schwer zu bekämpfen. In einzelnen Fällen wird sichtbar, dass unsachgemäße Schädlingsbekämpfung selbst hochgefährlich sein kann, etwa wenn verbotene oder falsch angewandte Mittel eingesetzt werden. Das ist weniger Biologie als Risiko- und Präventionslogik.
Ein drittes Feld ist die Malaria-Thematik, die zeigt, wie stark Wahrnehmung und reales Risiko auseinanderliegen. Auch ohne „typisches“ Reisemuster können Infektionen in Einzelfällen über Vektoren in der Nähe von Flughäfen auftreten. Für Schwangere und andere Risikogruppen sind Therapie- und Schutzfragen besonders sensibel, weil Standardannahmen nicht immer gelten.
Was diese Themen verbindet, ist ein einfaches Muster: Parasiten folgen Strukturen, nicht Schlagzeilen. Wo Menschen unterwegs sind, wo Tiere leben, wo Unterkünfte dicht belegt sind und wo Schutzmaßnahmen lückenhaft sind, entsteht das Risiko. Für den Alltag heißt das: Beratung muss hier weniger dramatisieren als sortieren, damit aus einem „Juckreiz-Thema“ nicht wochenlange Irrfahrt wird und aus einer Reisebeschwerde keine späte Eskalation.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Wenn ein Betrieb im Dunkeln weiterarbeiten muss, schrumpfen digitale Routinen auf das, was wirklich trägt: Zugriff, Dokumentation, Kühlung, Erreichbarkeit. Genau dort treffen sich die heutigen Linien: Notfallpläne sind nicht Papier, sondern Zuständigkeit, Wiederanlauf und die Fähigkeit, auch ohne Systeme sauber zu entscheiden. Parallel verschiebt sich der politische Druck zurück auf die wirtschaftliche Basis: Ohne tragfähiges Honorar bleibt jede Kompetenzzusage ein Versprechen ohne Boden. Und während Versorgung gesteuert werden soll, zeigt sich im Kleinen, wie leicht Vertrauen kippt, wenn Kommunikation technisch stolpert oder Zahlen unklar bleiben.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt.
Was heute wie einzelne Meldungen wirkt, ist in Wahrheit eine gemeinsame Belastungsprobe: Infrastruktur bricht an einer Stelle weg, Finanzierung bleibt an einer anderen stehen, und am Ende entscheidet Verständlichkeit darüber, ob Menschen folgen. Systeme werden nicht zuerst an großen Reformen gemessen, sondern an den ersten Stunden eines Ausfalls und an der Ruhe, mit der danach wieder Ordnung entsteht. Wer das ernst nimmt, baut keine Komfortschicht, sondern eine Betriebsfähigkeit, die auch dann noch stimmt, wenn der Alltag plötzlich keine Kulisse mehr ist.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich entlang von Risiko, Versorgung und Betriebsfähigkeit und trennt Information konsequent von Verkauf. Der heutige Block verbindet Notfallfestigkeit, Honorarbasis und Verständlichkeit als gemeinsame Betriebsfrage.
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