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  • 08.12.2025 – Digitaler Alltag wird verwundbar, Cyber-Risiken wachsen leise, Apotheken brauchen starken Schutz
    08.12.2025 – Digitaler Alltag wird verwundbar, Cyber-Risiken wachsen leise, Apotheken brauchen starken Schutz
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Die wachsende Abhängigkeit von E Rezept, elektronischer Patientenakte und vernetzten Systemen zeigt, wie wichtig klare IT-Strukturen, g...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Digitaler Alltag wird verwundbar, Cyber-Risiken wachsen leise, Apotheken brauchen starken Schutz

 

E Rezept und elektronische Patientenakte erleichtern Abläufe, erhöhen aber die Abhängigkeit von sensibler Technik und machen deutlich, wie wichtig klare Prozesse und gezielter Versicherungsschutz gegen Cyberangriffe geworden sind.

Stand: Montag, 8. Dezember 2025, um 08:55 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

E Rezept, elektronische Patientenakte und digitale Schnittstellen zur Telematikinfrastruktur haben die Arbeitswirklichkeit in Apotheken grundlegend verändert und viele Abläufe effizienter gemacht. Gleichzeitig zeigt jede größere TI Störung, wie schnell aus technischen Versprechen operative Blockaden werden, wenn Rezepte nicht abrufbar sind, Verordnungen festhängen oder ganze Systeme neu gestartet werden müssen. Parallel wächst der Druck aus einer Cyber-Bedrohungslage, in der Gesundheitsdaten als besonders lohnende Angriffsziele gelten, Angriffe über Phishing und Social Engineering zunehmen und immer mehr Prozesse online oder cloudbasiert ablaufen. Für Apothekenbetreiber stellt sich damit nicht mehr die Frage, ob sich mit Digitalisierung leben lässt, sondern unter welchen Bedingungen. Entscheidend ist, ob technische Maßnahmen, organisatorische Regeln und Versicherungsbausteine zu einem konsistenten Sicherheitskonzept zusammenfinden: klare Zuständigkeiten für IT und Datenschutz, geübte Notfallpläne für Systemausfälle, dokumentierte Wartungsstrukturen und ein Cyber-Schutz, der nicht nur Datenpannen, sondern auch Betriebsunterbrechungen und Haftungsrisiken abdeckt.

 

Digitalisierung hat die Rolle der Apotheken in der Versorgung erweitert und gleichzeitig verwundbarer gemacht. Wo früher analoge Prozesse dominierten, hängen heute Rezeptabruf, Abrechnung, Warenwirtschaft und ein Teil der Kommunikation mit Praxen von stabilen Verbindungen zur Telematikinfrastruktur und zur eigenen IT ab. Jeder Ausfall, ob durch Störungen bei Diensten innerhalb der TI oder durch lokale Probleme mit Konnektor, Router oder Server, wird unmittelbar spürbar: Patienten stehen am HV, Rezepte sind nicht auffindbar, Lieferungen müssen anders organisiert werden, und im Hintergrund wächst der Stapel an Fällen, die nachträglich dokumentiert werden müssen. In solchen Situationen zeigt sich, ob der Betrieb eine klare Routine für den Notmodus besitzt oder ob das Team im Stress improvisiert. Wer allein auf das Funktionieren der Technik vertraut, erlebt Digitalisierung als tägliches Glücksspiel; wer Prozesse und Vorsorge mitdenkt, behält auch bei Störungen Handlungsspielräume.

Parallel dazu hat sich die Bedrohungslage durch Cyberangriffe verschärft. Apotheken verwalten nicht nur Adressdaten, sondern verknüpfte Informationen zu Diagnosen, Medikation und Behandlungsverläufen – ein Datenpool, der aus Sicht von Angreifern eine hohe Attraktivität besitzt. Hinzu kommen Finanzinformationen, Zugangsdaten zu Abrechnungssystemen und Schnittstellen zu anderen Leistungserbringern. Angriffe kommen selten als spektakuläre Hollywood Hackerattacke daher, sondern beginnen häufig mit einer überzeugend formulierten E Mail, einem vermeintlichen Support Anruf oder einem Link, der dringend geklickt werden soll. In einem Arbeitsumfeld mit hoher Taktung und vielen Unterbrechungen ist die Versuchung groß, einer scheinbar plausiblen Aufforderung zu folgen, anstatt innezuhalten und zu prüfen. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob eine Apotheke lediglich Ziel eines Versuchs bleibt oder ob eine schadhafte Datei, eine manipulierte Seite oder ein abgegriffenes Passwort zur Eintrittskarte in das System wird.

Aus Betreiberperspektive beginnt verantwortungsvoller Umgang mit Cyber-Risiken nicht bei Versicherungsanträgen, sondern bei der eigenen Infrastruktur. Betriebssysteme, Fachanwendungen, Router und Firewalls müssen aktuell gehalten werden, nicht aus Prinzip, sondern weil bekannte Sicherheitslücken oft der direkte Weg für automatisierte Angriffe sind. Eine klare Trennung von Netzen, etwa zwischen Kassenarbeitsplätzen, Verwaltungsrechnern, Laborumgebung und einem eventuellen Gäste-WLAN, verhindert, dass sich ein Problem auf alle Bereiche ausbreitet. Backups, die automatisch erzeugt, regelmäßig geprüft und an mindestens einem vom laufenden System unabhängigen Ort gespeichert werden, sind die Lebensversicherung für Daten, die sich nicht noch einmal rekonstruieren lassen. Zugleich müssen Zugänge konsequent personifiziert sein: individuelle Benutzerkennungen, differenzierte Rechtevergabe und möglichst starke Authentifizierungsmechanismen erschweren es, mit einem erbeuteten Passwort den gesamten Betrieb zu steuern.

Damit technische Maßnahmen greifen, brauchen sie eine organisatorische Hülle. Ein Notfallplan für TI Störungen und Cyber-Verdachtsfälle ist dann gut, wenn ihn jedes Teammitglied in Grundzügen kennt und wenn klar ist, wer in welcher Situation entscheidet. Für TI Ausfälle bedeutet das, dass Alternativwege für die Rezeptbearbeitung beschrieben sind, etwa der Umgang mit papiergebundenen Verordnungen, telefonischer Rücksprache mit Praxen oder die nachgelagerte Erfassung von Vorgängen. Für Cyber-Vorfälle geht es um die Frage, wer bei Auffälligkeiten informiert wird, wie schnell externe IT Unterstützung eingebunden wird, welche Systeme kontrolliert getrennt werden dürfen und ab wann Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden oder Betroffenen greifen. Schulungen, die nicht nur rechtliche Grundlagen, sondern konkrete Alltagssituationen aufgreifen, senken die Schwelle, verdächtige Vorgänge offen anzusprechen. Dokumentation hilft anschließend, Ereignisse nachzuvollziehen und im Schadenfall zeigen zu können, dass Sorgfaltspflichten ernst genommen wurden.

Rechtlich bewegen sich Apotheken in einem besonders sensiblen Feld. Gesundheitsdaten gehören zu den besonders schützenswerten Kategorien, für die die Datenschutzgrundregeln einen hohen Schutzstandard verlangen. Kommt es zu einem Datenabfluss, stellen sich nicht nur Fragen nach organisatorischer Ursache, sondern auch nach Meldepflichten, Informationspflichten gegenüber Betroffenen und möglichen Sanktionen durch Aufsichtsbehörden. Daneben steht die berufsrechtliche Verantwortung für Versorgung und Arzneimittelsicherheit. Wenn aufgrund von IT Störungen keine ordnungsgemäße Prüfung oder Dokumentation möglich ist, können im Extremfall Vorwürfe entstehen, dass Risiken für Patienten nicht ausreichend adressiert wurden. Hinzu kommen vertragliche Pflichten gegenüber Kassen, Rechenzentren und Dienstleistern, bei denen Verfügbarkeit und Datensicherheit eine Rolle spielen. Wer diese Ebenen früh sortiert, ist in der Lage, im Ernstfall geordnet zu reagieren, anstatt im Nachhinein unter Zeitdruck rechtliche Baustellen zu entdecken.

In dieser Gesamtlage gewinnt die Cyber-Versicherung ihre Bedeutung. Sie ist keine Eintrittskarte, um sorglose IT Praxis zu legitimieren, sondern ein Instrument, die finanziellen Folgen von Ereignissen abzufedern, die selbst bei guter Vorbereitung nicht vollständig auszuschließen sind. Im Fokus stehen dabei mehrere Bausteine: die Kosten für IT Forensik, Wiederherstellung und Neuaufsetzung von Systemen; Ersatz für Ertragsausfälle, wenn der Betrieb über Stunden oder Tage nicht voll arbeitsfähig ist; Absicherung von Ansprüchen Dritter, etwa von Patienten oder Vertragspartnern, wenn Datenmissbrauch oder Vertraulichkeitsverstöße im Raum stehen; sowie Unterstützung bei rechtlichen und kommunikativen Pflichten, etwa gegenüber Datenschutzbehörden und Betroffenen. Diese Leistungen kosten im Schadenfall schnell Summen, die über das hinausgehen, was aus laufender Liquidität oder vorhandenen Rücklagen zu stemmen ist.

Die Frage, welche Priorität eine Cyber-Versicherung im Gesamtportfolio einnimmt, lässt sich nüchtern beantworten, wenn man die andere Seite der Bilanz betrachtet. Sachversicherungen schützen vor Feuer, Leitungswasser oder Einbruch, Ertragsausfallpolicen fangen Betriebsunterbrechungen nach Sachschäden ab, Betriebshaftpflichtdeckungen sichern den Umgang mit Personen- und Sachschäden ab, die aus der beruflichen Tätigkeit entstehen. Cyber-Risiken schneiden quer durch alle diese Bereiche, ohne vollständig in ihnen aufzugehen. TI Ausfälle, Systemverschlüsselungen, Datenpannen oder Phishing-Schäden sind nicht zwingend als klassischer Sachschaden fassbar, bringen aber ähnliche oder größere wirtschaftliche Folgen mit sich. Unter dieser Perspektive ist Cyber-Schutz kein Zusatzbaustein für besonders technikaffine Betriebe, sondern eine notwendige Ergänzung, um die tatsächliche Risikolandschaft eines modernen Standorts abzubilden. Praktisch bedeutet das: Auf der Muss-Ebene bleiben Betriebshaftpflicht und Sachversicherung, auf der unmittelbar nachgelagerten Ebene steht heute die Cyber-Versicherung an der Seite des Ertragsausfall-Schutzes.

Für Apothekenbetreiber heißt das, Digitalisierung und Absicherung zusammengedacht zu planen. Wer einen Standort neu ausstattet oder die IT-Struktur modernisiert, sollte zeitgleich klären, wie die eigene Cyber-Risikoexponierung aussieht, welche Schutzmaßnahmen bereits implementiert sind und welche Anforderungen Versicherer an ein tragfähiges Sicherheitsniveau stellen. In vielen Fällen ergänzen sich technische und organisatorische Anforderungen von Versicherung und Datenschutz ohnehin, sodass Maßnahmen doppelt wirken. Am Ende steht das Ziel, den Betrieb so aufzustellen, dass digitale Werkzeuge ihren Nutzen entfalten können, ohne bei jeder Störung die gesamte Versorgung zu blockieren. Cyber-Versicherung wird in diesem Verständnis nicht als Ausdruck von Angst verstanden, sondern als rationaler Bestandteil eines Sicherheitskonzepts, das die kritische Rolle von Apotheken im Gesundheitswesen ernst nimmt und dafür sorgt, dass sie auch im Störfall handlungsfähig bleiben.

Die Versprechen der Digitalisierung klingen verlockend: e Rezept, elektronische Patientenakte und vernetzte Systeme sollen Wege verkürzen, Doppelarbeiten vermeiden und Fehlerquellen reduzieren. In der Realität des Apothekenalltags steht jedoch immer häufiger ein zweites Bild daneben, in dem Ladebalken hängenbleiben, Konnektoren streiken, Server nicht erreichbar sind und ein ganzer Tag von der Frage geprägt wird, welche Technik heute wieder ausfällt. Jeder anhaltende Ausfall der Telematikinfrastruktur kostet Arbeitszeit, Nerven und am Ende auch Geld, weil Abläufe improvisiert und Patienten mehrfach vertröstet werden müssen. Gleichzeitig wächst mit jeder neuen Schnittstelle, jedem Remotezugang und jeder Cloudlösung die Angriffsfläche für Cyberkriminelle, die Gesundheitsdaten und Zahlungsströme als erstklassige Beute begreifen. Zwischen regulatorischem Druck zur Digitalisierung und knapper Zeit im Betrieb bleibt nur wenig Raum, die eigene Verwundbarkeit wirklich zu durchdenken. Genau hier entscheidet sich jedoch, ob eine Praxis im Umgang mit IT-Risiken entsteht, die Ausfälle und Angriffe begrenzt, oder ob jede Störung zum Mini Notfall wird, der den Betrieb aus dem Takt bringt.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Denn die Kombination aus TI Abhängigkeit, sensiblen Gesundheitsdaten und wachsender Angriffsdichte verschiebt Cyber-Risiken aus der abstrakten Ecke direkt in das Zentrum wirtschaftlicher und rechtlicher Verantwortung. Der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, ob es im Lebenszyklus eines Betriebs zu Ausfällen oder Angriffen kommt, sondern wie gut Strukturen, Abläufe und Absicherung darauf vorbereitet sind. Apotheken, die ihre digitale Infrastruktur konsequent als kritische Versorgungsachse begreifen, investieren nicht nur in Technik, sondern in klare Zuständigkeiten, schriftlich fixierte Notfallpläne und eine Kultur, in der Auffälligkeiten ernst genommen und dokumentiert werden. Eine Cyber-Versicherung ersetzt diese Basis nicht, sie bildet aber den finanziellen Schutzschirm, wenn trotz aller Vorsorge Systeme kompromittiert werden, Daten abfließen oder der Betrieb für Stunden oder Tage zum Stillstand kommt. Damit verschiebt sich die Frage nach Prioritäten im Versicherungsportfolio: Cyber-Schutz ist kein exotischer Baustein mehr, sondern Teil der zweiten Tragachse neben Sach- und Haftpflichtversicherung. Wer diese Logik verinnerlicht, behandelt TI Störungen, Phishingversuche und verdächtige Systemreaktionen nicht als lästige Randerscheinungen, sondern als Signale, an denen sich die Widerstandsfähigkeit des eigenen Standorts ablesen lässt.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Einordnung zeigt, wie eng digitale Infrastruktur, organisatorische Vorsorge und Versicherungsschutz in Apotheken verknüpft sind und wie stark Cyber-Risiken die Grundstabilität der Versorgung inzwischen mitbestimmen.

 

Tagesthemenüberblick: https://aporisk.de/aktuell

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