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  • 27.11.2025 – Apotheken-Nachrichten von heute sind Betrugsrisiken im Pflegedienst, Beitragsdruck und Selbstmedikation, Alltagsstress und mentale Belastung
    27.11.2025 – Apotheken-Nachrichten von heute sind Betrugsrisiken im Pflegedienst, Beitragsdruck und Selbstmedikation, Alltagsstress und mentale Belastung
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Ein Betrugsprozess im Pflegedienst, stockende GKV-Sparpläne, neue Erwartungen an Selbstmedikation und ein Stressreport mit deutlichen War...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-Nachrichten von heute sind Betrugsrisiken im Pflegedienst, Beitragsdruck und Selbstmedikation, Alltagsstress und mentale Belastung

 

Die Themen des Tages verbinden einen Strafprozess um Abrechnungsverdacht, Debatten zur Finanzierung im Gesundheitswesen und Fragen nach Selbstverantwortung und Alltagsdruck

Stand: Donnerstag, 27. November 2025, um 18:30 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Ein Strafverfahren gegen Verantwortliche eines Pflegedienstes rückt die Frage in den Fokus, wie solide Kontrollen, Hinweiswege und Dokumentation im Gesundheitswesen wirklich sind, während die angespannte Finanzlage der Krankenkassen neue Debatten über Beiträge, Leistungen und mögliche Optimierungsschritte auslöst. Parallel dazu rückt der Ruf nach mehr Eigenverantwortung der Versicherten und einem stärkeren Einsatz von Selbstmedikation die Grenze zwischen Entlastung des Systems und fairer Absicherung der Versorgten in ein kritisches Licht. Der aktuelle Stressreport einer großen Kasse zeigt zudem, wie sehr Daueranspannung, hohe Erwartungen an sich selbst und verdichtete Alltagsbelastungen schon heute an den Kräften vieler Menschen zehren. In der Summe entsteht ein Tag, an dem Gerichte, Politik und Versorgungsteams gleichermaßen unter Beweis stellen müssen, wie ernst sie Verantwortung, Transparenz und Schutzräume für die Beteiligten nehmen.

 

Abrechnungsbetrug im Pflegedienst, Prüf- und Haftungsrisiken für Apothekenbetriebe, dokumentierte Prozesse und Vertrauensschutz im GKV-System

Der Nürnberger Fall eines Pflegedienstes, dem gewerbsmäßiger Bandenbetrug zulasten der Kranken- und Pflegekassen vorgeworfen wird, legt schon in der Anklageschrift offen, wie empfindlich das System auf systematische Falschdokumentation reagiert. Über mehrere Jahre hinweg sollen Touren- und Dienstpläne aufgebaut worden sein, die auf dem Papier eine intensive Versorgung suggerierten, die es so in der Realität nicht gab. Die Ermittler beziffern den verursachten Schaden auf einen sechsstelligen Betrag, der über die Abrechnungsschienen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung lief. Für Leistungserbringer in anderen Bereichen, insbesondere für Betriebe, die eng an diese Versorgungsketten angedockt sind, sendet der Fall ein klares Signal: Wo Zahlen, Pläne und Leistungsnachweise nicht sauber zusammenpassen, wird im Zweifel die gesamte Kette hinterfragt. Damit rückt nicht nur der beschuldigte Pflegedienst in den Fokus, sondern alle angrenzenden Strukturen, in denen Verordnungen entstehen, Leistungen erbracht und abgerechnet werden.

Im Zentrum des Verfahrens steht der Vorwurf, dass eine Gruppe von Verantwortlichen über Jahre hinweg systematisch Scheinleistungen erzeugt haben soll, um ein stabiles, scheinbar plausibles Abrechnungsbild zu konstruieren. Solche Konstruktionen funktionieren nur, wenn viele Einzelschritte wie Bausteine ineinander greifen: Einsatzpläne, Anwesenheitslisten, Leistungsnachweise, Meldungen an die Kassen. Sobald ein Baustein brüchig wird – etwa durch eine Anzeige, einen anonymen Hinweis oder Auffälligkeiten in den Abrechnungsdaten – beginnt sich dieses Bild aufzulösen. Für Krankenkassen und Prüfstellen ist der Fall ein Anlass, Risikomuster zu schärfen und gezielter nach Unregelmäßigkeiten in Leistungsströmen zu suchen. Je größer das Misstrauen, desto intensiver werden Stichproben, Sonderprüfungen und Rückfragen, die dann regelmäßig auch andere Leistungsbereiche betreffen. Betriebe, die vermeintlich nur am Rand beteiligt sind, erleben, wie sie in langwierige Klärungsprozesse hineingezogen werden.

Für Apothekenbetriebe ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Überall dort, wo Versorgungssituationen mit Pflegediensten, mobilen Teams oder betreuten Einrichtungen verknüpft sind, müssen Abläufe so gestaltet sein, dass die eigene Rolle eindeutig und überprüfbar bleibt. Wenn etwa häusliche Pflegesituationen mit häufigen Botengängen, Sammelverordnungen oder Bestellungen über Dritte verbunden sind, entstehen empfindliche Schnittstellen zwischen pflegerischen Angaben und pharmazeutischer Belieferung. Werden Arzneimittel in Mengen oder Rhythmen geliefert, die nicht mehr zu den dokumentierten Verordnungen, Bewohnerzahlen oder bekannten Versorgungsprofilen passen, können sich später Verdachtsmomente aufbauen, obwohl der Betrieb selbst korrekt gearbeitet hat. Deshalb zählt im Alltag nicht nur die formale Richtigkeit einzelner Abgaben, sondern auch die Plausibilität der Muster, die Dokumentation und Belieferung im Zeitverlauf bilden.

Praktisch bedeutet das für Apothekeninhaberinnen und -inhaber, dass Kooperationen mit Pflegediensten und Betreuungsträgern klarer geregelt und konsequent gelebt werden müssen. Wer nimmt Bestellungen entgegen, wer unterschreibt Übergaben, wie werden Rückfragen dokumentiert, wenn Verordnungen unklar oder unvollständig sind. Ein fest definierter Prozess, der etwa vorsieht, dass bestimmte Bestellwege grundsätzlich mit einer verifizierten Verordnungsgrundlage verknüpft werden, schafft Transparenz, die im Ernstfall von großer Bedeutung ist. Gleichzeitig senken interne Vier-Augen-Prinzipien bei ungewöhnlichen Bestellmustern das Risiko, dass Auffälligkeiten einfach durchgewunken werden. Sobald etwa Mengen sprunghaft steigen, sich Patientennamen in einer Kette häufen oder Abgabedaten systematisch von bekannten Besuchs- und Versorgungsrhythmen abweichen, ist eine dokumentierte Klärung Gold wert.

Hinzu kommt die Perspektive der Haftung und finanziellen Folgen, sobald Prüfungen oder Ermittlungen laufen. Werden komplexe Versorgungssituationen im Nachhinein infrage gestellt, können Betriebe mit Rückforderungen, Retaxationen oder – in besonders schwierigen Konstellationen – mit dem Vorwurf konfrontiert werden, zu lax mit Kontrollpflichten umgegangen zu sein. Dann rächt sich jeder fehlende Vermerk und jede ungeklärte Unstimmigkeit in den Unterlagen. Umgekehrt stärkt ein in sich stimmiges Gefüge aus Prozessbeschreibungen, Schulungen, klaren Zuständigkeiten und gelebter Dokumentation die Position gegenüber Kassen, Prüfinstanzen und gegebenenfalls auch gegenüber Versicherern. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Aufwand für saubere Abläufe und eine bewusste Risikobetrachtung deutlich geringer als der Preis, den langwierige Verfahren und Imageschäden im Nachhinein kosten.

Schließlich berührt ein solcher Betrugsfall auch die Frage, wie sehr das System insgesamt auf Vertrauen und wie sehr auf Kontrolle angewiesen ist. Je öfter Fälle bekannt werden, in denen über Jahre hinweg heimlich an der Abrechnung gedreht wurde, desto stärker wachsen der Druck auf die Politik und die Bereitschaft der Kassen, neue Prüfroutinen einzuziehen. Für verantwortungsbewusste Betriebe bedeutet das einen Spagat aus zusätzlicher Bürokratie und der Chance, sich als verlässlicher Teil der Lösung zu positionieren. Wer frühzeitig eigene Risiken analysiert, seine Kooperationen mit Pflegediensten und anderen Leistungserbringern transparent strukturiert und die Belegketten so aufsetzt, dass sie auch in einem komplexen Verfahren tragfähig bleiben, stärkt den eigenen Handlungsspielraum. Am Ende geht es nicht nur darum, selbst nichts falsch zu machen, sondern darum, in einem Umfeld wachsender Kontrollen als Partner wahrgenommen zu werden, der die gemeinsame Versorgungsaufgabe ernst nimmt.

 

Selbstmedikation als Entlastungsfaktor, Eigenverantwortung der Versicherten, Apotheken zwischen Beratungspflicht und Finanzierungslast

Die angespannte Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Lasten zwischen Kassen, Leistungserbringern und Versicherten verteilt werden sollen. Wenn politische Akteure mehr Eigenverantwortung einfordern, schwingt dabei oft die Hoffnung mit, dass eine stärkere Nutzung von Selbstmedikation ambulante Strukturen und Budgets entlasten könnte. Tatsächlich haben rezeptfreie Präparate in vielen Indikationen das Potenzial, ärztliche Kapazitäten zu schonen und Wartezimmer zu entlasten, wenn Beschwerden niedrigschwellig und sachgerecht behandelt werden. Zugleich verläuft die Grenze zwischen selbst handhabbaren Beschwerden und behandlungsbedürftigen Erkrankungen nicht immer klar, insbesondere für Menschen ohne medizinischen Hintergrund. Aus dieser Spannung entsteht die eigentliche Systemfrage: Entsteht durch Selbstmedikation mehr Stabilität oder nur eine verdeckte Verlagerung von Risiken auf die Versicherten.

In den politischen Debatten wird Selbstmedikation häufig als eine Art Ventil beschrieben, mit dem das System an mehreren Stellen gleichzeitig Druck ablassen kann. Hausärztliche Praxen sollen von Bagatellfällen entlastet werden, Notaufnahmen sollen weniger aufgesucht werden, Kassen hoffen auf sinkende Ausgaben, wenn Menschen bei leichten Symptomen auf eigene Kosten Präparate erwerben. Dieser Blick blendet jedoch aus, dass jede Verschiebung von Leistungen auch die Frage berührt, welche Gruppen davon tatsächlich profitieren und welche stärker belastet werden. Menschen mit stabilen Einkommen und guter Gesundheitskompetenz können eher einschätzen, wann ein rezeptfreies Präparat ausreicht und wann ärztliche Abklärung nötig ist. Für sozial schwächere oder chronisch belastete Gruppen droht dagegen ein Muster, in dem Beschwerden länger verschleppt werden, weil Kosten und Unsicherheit sie von einem Arztbesuch abhalten. Systementlastung und soziale Schieflage können so sehr nahe beieinander liegen.

Eine zentrale Rolle in dieser Gemengelage kommt den Apotheken als niedrigschwelligem Zugangspunkt für Arzneimittelberatung zu. Sie sind einer der wenigen Orte, an denen wirtschaftliche Interessen, heilberufliche Verantwortung und individueller Entscheidungsdruck unmittelbar aufeinandertreffen. Wer am Handverkaufstisch ein Präparat gegen Schmerzen, Erkältung oder Magenbeschwerden verlangt, erhält nicht nur ein Produkt, sondern im Idealfall eine Einordnung der Beschwerdesituation, Hinweise auf Wechselwirkungen und eine Einschätzung, ab wann ärztliche Hilfe angezeigt ist. Gerade diese Beratung bildet die Brücke zwischen dem politischen Ruf nach Eigenverantwortung und der praktischen Risikosteuerung im Alltag. Ohne solche Korrektive droht Selbstmedikation zu einem reinen Marktprozess zu werden, der zwar kurzfristig Budgets entlastet, langfristig aber durch Spätfolgen und Fehlentwicklungen wieder Kosten erzeugt.

Für die weitere Entwicklung ist entscheidend, wie Anreize gesetzt werden und welchen Rahmen die Politik für verantwortete Selbstmedikation steckt. Wenn der Eindruck entsteht, dass sich die Solidar- und Leistungsgemeinschaft stillschweigend aus bestimmten Bereichen zurückzieht, weil sie als verzichtbar definiert werden, schwindet das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Systems. Umgekehrt kann eine bewusst gestaltete Selbstmedikationsstrategie mit klaren Leitplanken dazu beitragen, Ressourcen auf schwerwiegende Erkrankungen zu konzentrieren, ohne Menschen mit leichten Beschwerden allein zu lassen. Dazu gehören transparente Informationen über typische Warnsignale, leicht verständliche Empfehlungen zur Dauer eigenverantwortlicher Behandlung und eine Kommunikation, die nicht moralisiert, sondern Orientierung gibt. Die Balance zwischen „selbst kümmern“ und „rechtzeitig eskalieren“ wird so zu einer der Schlüsselfragen moderner Versorgungspolitik.

Langfristig stellt sich die Frage, ob Selbstmedikation als Entlastungsinstrument nur ein Nebenschauplatz der GKV-Finanzdebatte bleibt oder ob daraus ein konsistenter Ansatz für Prävention, Gesundheitskompetenz und Versorgungssteuerung entsteht. Werden Beratung und Qualitätssicherung konsequent mitgedacht, kann verantwortete Selbstmedikation dazu beitragen, die begrenzten Kapazitäten der kurativen Medizin zielgerichteter zu nutzen und gleichzeitig die Rolle wohnortnaher Beratung zu stärken. Wird der Ansatz dagegen primär über Sparargumente und Eigenbeteiligungen getrieben, besteht das Risiko, dass Ungleichheiten verstärkt und chronische Verläufe begünstigt werden. Am Ende hängt die Antwort auf die Ausgangsfrage nicht allein von der Zahl der verkauften Präparate ab, sondern davon, ob Selbstmedikation als integraler Bestandteil eines solidarischen Systems verstanden wird – oder als stiller Rückzug dieses Systems aus Bereichen, in denen Menschen mit ihren Alltagsbeschwerden weitgehend auf sich gestellt bleiben.

 

Stressreport der Krankenkasse zeigt Verdichtung, Alltagsbelastungen steigen spürbar, mentale Widerstandskraft wird zum entscheidenden Anker

Der aktuelle Stressreport einer großen Krankenkasse zeichnet ein Bild, in dem sich Belastungen im Alltag vieler Erwachsener deutlich verdichtet haben. Rund ein Drittel der Menschen gibt an, sich häufig gestresst zu fühlen, während nur eine kleine Minderheit von einem weitgehend stressfreien Leben berichtet. Zwischen diesen Polen liegt eine große Gruppe, die Stress zumindest zeitweise als festen Bestandteil ihres Alltags beschreibt. Auffällig ist, dass die Befragten nicht nur einzelne Phasen als herausfordernd erleben, sondern die grundsätzliche Tendenz wahrnehmen, dass das Leben an Tempo, Komplexität und Erwartungsdruck gewonnen hat. Gerade im Vergleich zu früheren Erhebungen wird sichtbar, dass der Anteil derjenigen, die sich angespannt fühlen, in den vergangenen Jahren schrittweise angestiegen ist. Der Bericht hält damit fest, was viele subjektiv empfinden: Ruhefenster werden seltener, und Erholung will aktiver organisiert werden als früher.

Die Daten zeigen zugleich ein deutliches Gefälle zwischen unterschiedlichen Altersgruppen und Geschlechtern. Menschen im mittleren Lebensabschnitt tragen häufiger die Einschätzung in sich, dass die heutigen Belastungen im Vergleich zu vor fünfzehn oder zwanzig Jahren zugenommen haben. In dieser Lebensphase bündeln sich berufliche Verantwortung, familiäre Verpflichtungen und oft auch Sorgen um ältere Angehörige. Hinzu kommen gesellschaftliche und politische Entwicklungen, die viele als latente Hintergrundspannung erleben, etwa wirtschaftliche Unsicherheit oder die Häufung globaler Krisen. Frauen berichten im Durchschnitt häufiger von Stress als Männer, was nicht nur mit Erwerbsarbeit, sondern auch mit der nach wie vor ungleich verteilten Sorgearbeit in vielen Haushalten zusammenhängt. Aus diesen Unterschieden wächst das Bild einer Gesellschaft, in der Belastungen zwar breit verteilt sind, aber bestimmte Gruppen deutlich stärker treffen. Der Stressreport macht diese Ungleichheiten sichtbar, ohne sie auf einfache Erklärungen zu reduzieren.

Neben den großen Linien fragt die Untersuchung gezielt nach den Ursachen, die Menschen selbst für ihren Stress benennen. Besonders häufig werden hohe Ansprüche an sich selbst genannt, die sich sowohl auf Leistungsfähigkeit als auch auf Rollenbilder beziehen. Viele Befragte beschreiben eine dauerhafte innere Checkliste, die nie ganz abgearbeitet scheint, sei es im Beruf oder im privaten Umfeld. Schule, Studium und Arbeitsalltag folgen dicht dahinter, wenn es darum geht, konkrete Stressoren zu benennen, die als kaum steuerbar erlebt werden. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen tragen ebenfalls ihren Teil bei, weil sie als ständiger Strom an Informationen und Krisenmeldungen präsent sind. Auch übervolle Terminkalender in der Freizeit, bei denen aus Erholungspflichtaufgaben werden, tauchen in den Antworten auf. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich externe Anforderungen und selbst gesetzte Erwartungen gegenseitig verstärken und so einen dauerhaften Druck erzeugen.

Trotz dieser Verdichtung von Stressmomenten zeigt der Report auch, dass viele Menschen aktiv nach Wegen suchen, Spannungen abzubauen und seelische Widerstandskraft zu stärken. Besonders häufig genannt werden Aufenthalte in der Natur und Bewegung im Alltag, etwa in Form von Spaziergängen oder bewusst entspannten Wegen zur Arbeit. Soziale Kontakte spielen eine zentrale Rolle, sei es im Kreis der Familie oder im Freundesumfeld, weil Gespräche und gemeinsame Zeit als Gegengewicht zu isolierenden Belastungen erlebt werden. Musik, Hobbys und gemeinsames Essen werden ebenfalls als Strategien beschrieben, die dabei helfen, den Kopf freier zu bekommen. Unterschiede zeigen sich bei der Frage, ob Alkohol als Entspannungsmittel eingesetzt wird oder ob eher auf strukturiertes Entspannungstraining gesetzt wird, wobei sich unterschiedliche Muster zwischen Männern und Frauen abzeichnen. Insgesamt lässt sich ablesen, dass viele Menschen versuchen, aus dem passiven Erleben von Stress in eine aktive Gestaltung von Entlastungsmomenten zu kommen.

Der Report macht deutlich, dass chronischer Stress nicht nur eine Befindlichkeitsfrage ist, sondern eine klare gesundheitliche Dimension besitzt. Lang anhaltende Anspannung erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen ebenso wie für körperliche Beschwerden, etwa im Herz-Kreislauf-Bereich oder im Muskel- und Skelettsystem. Damit wird Stress zu einem Querschnittsthema, das Prävention, Arbeitswelt, soziale Sicherungssysteme und individuelle Lebensführung gleichermaßen betrifft. Fachleute betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Resilienz, also der Fähigkeit, trotz Belastung handlungsfähig und innerlich stabil zu bleiben. Diese Widerstandskraft speist sich aus verlässlichen Beziehungen, aus der Erfahrung, Einfluss auf das eigene Leben nehmen zu können, und aus Ritualen, die Sicherheit vermitteln. Der Report verweist darauf, dass Resilienz nicht als individuelle Pflicht verstanden werden darf, die strukturelle Ursachen ausblendet, sondern als gemeinsame Aufgabe. Strukturen, die Überlastung begrenzen, und Angebote, die Menschen beim Aufbau von innerer Stärke unterstützen, gehören zusammen, wenn aus einem Stressreport mehr werden soll als eine nüchterne Bestandsaufnahme.

 

Zwischen einem anstehenden Strafverfahren gegen ein Pflegedienstteam, hitzigen Debatten um die Finanzierung der Krankenversicherung, neuen Erwartungen an Eigenverantwortung durch Selbstmedikation und einem Stressreport mit deutlichen Warnsignalen zieht sich ein Leitmotiv durch den Tag: Verantwortung. Wo Leistungen abgerechnet werden, ohne tragfähige Grundlage, wo Beitragssätze und Sparpakete diskutiert werden, ohne die Folgen für Versorgung und Personal mitzudenken, und wo Menschen mit Daueranspannung allein gelassen werden, geraten Vertrauen und Handlungsspielräume gleichzeitig unter Druck. Die heutigen Signale erinnern daran, dass finanzielle Stabilität, rechtliche Klarheit und mentale Gesundheit nur dann tragen, wenn sie nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern als gemeinsame Aufgabe verstanden sind.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wenn ein Betrugsverdacht vor Gericht landet, Sparpakete im Bundesrat stoppen, Selbstmedikation als Entlastungsweg diskutiert wird und ein Stressreport die seelische Lage der Bevölkerung ausleuchtet, entsteht ein Tag, an dem Verschiebungen im Hintergrund spürbar werden, bevor sie in Statistiken sichtbar sind. Die eigentliche Frage lautet, ob aus diesen Signalen vor allem strengere Kontrollen und neue Vorgaben folgen oder ob Räume geschaffen werden, in denen Verantwortung geteilt, Belastungen begrenzt und gute Entscheidungen möglich werden. Verantwortung im besten Sinn bedeutet, Risiken früh zu erkennen, Schutzlinien für Verletzliche zu ziehen und die eigene Rolle im Gefüge aus Versorgung, Finanzierung und Lebensrealität ernst zu nehmen. Genau dort entscheidet sich, ob dieser Tag als weiterer Beleg für Überforderung in Erinnerung bleibt oder als Moment, in dem aus Druck ein Impuls für verlässlichere Strukturen geworden ist.

Journalistischer Kurzhinweis: Redaktionelle Übersicht zu Risiken, Politik- und Belastungslagen im Gesundheitswesen; ersetzt keine individuelle Rechts-, Versicherungs- oder Therapieberatung.

 

Tagesthemenüberblick: https://aporisk.de/aktuell

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