ApoRisk® auf Facebook ApoRisk® auf X
  • 14.10.2023 – Apotheke unterliegt vor Gericht
    14.10.2023 – Apotheke unterliegt vor Gericht
    Drastische Mieterhöhung - Die Apotheke am Stadtrand von Berlin steht vor einer finanziellen Herausforderung, nachdem sie mit einer unerwarteten und drastischen Mieterhöhung v...
  • Alle Meldungen
    Alle Meldungen
    ApoRisk® Nachrichten | Wir bringen Sie auf den neuesten Stand!

Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker,
hier ist der vollständige Text für Sie:

ApoRisk® Presse:


Drastische Mieterhöhung

Apotheke unterliegt vor Gericht

 

14. Oktober 2023 

Die Apotheke am Stadtrand von Berlin steht vor einer finanziellen Herausforderung, nachdem sie mit einer unerwarteten und drastischen Mieterhöhung von 23 Prozent konfrontiert wurde. Diese Entscheidung wurde vor Gericht zugunsten des Vermieters getroffen und wirft ein Schlaglicht auf die Komplexität von Mietverträgen und die juristischen Herausforderungen, denen Mieter und Vermieter gegenüberstehen.


Seit Mai 2001 nutzt die Apotheke eine Fläche von 195 Quadratmetern auf Basis eines zunächst für zehn Jahre fest abgeschlossenen Mietvertrags, der viermalige Verlängerungsoptionen um jeweils fünf Jahre vorsah. Die anfänglich vereinbarte Miete stieg schrittweise von 17 DM auf schließlich 10,22 Euro pro Quadratmeter im Laufe der ersten vier Jahre. Seit Mai 2004 zahlt die Apotheke monatlich 1990 Euro zuzüglich Nebenkosten und Mehrwertsteuer.

Der Konflikt in dieser Angelegenheit resultierte aus einer lange Zeit vergessenen Klausel im Mietvertrag. Diese Klausel ermöglichte beiden Vertragsparteien, Verhandlungen über die Neufestsetzung des Mietzinses einzuleiten, falls die allgemeinen Lebenshaltungskosten um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Jahr 1995 ansteigen. Im Falle einer Einigungsunfähigkeit sollte ein von der Industrie- und Handelskammer (IHK) benannter Schiedsgutachter über die Mietanpassung entscheiden.

Im September 2020 forderte der Vermieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung um 464 Euro, was einem Anstieg von 23 Prozent entsprach. Da die Apotheke dieser Erhöhung nicht zustimmte, wurde gemäß der Vereinbarung ein Schiedsgutachten in Auftrag gegeben. Der Gutachter stellte eine Mieterhöhung von 487,50 Euro netto fest, was bedeuten würde, dass die Apotheke monatlich knapp 2480 Euro bzw. 12,73 Euro pro Quadratmeter zahlen müsste.

Eine Klage gegen diese Mieterhöhung blieb vor dem Landgericht Frankfurt/Oder in erster Instanz erfolglos, und auch das Oberlandesgericht Brandenburg bestätigte die Entscheidung. Das Gutachten wurde als vertragsgemäß angesehen und seine Ergebnisse als nachvollziehbar bewertet. Zudem schien die Kombination aus Staffel- und Indexmiete die Interessen der Mietpartei nicht zu benachteiligen.

Die Apotheke am Stadtrand von Berlin bleibt nun in der Hoffnung, dass der Vermieter in den kommenden acht Jahren keine weiteren Mieterhöhungen anstrebt. Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung von Mietverträgen und rechtlicher Beratung, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.


Kommentar:

Die Geschichte der Apotheke am Stadtrand von Berlin verdeutlicht die Tücken und Komplexitäten von Mietverträgen und den rechtlichen Herausforderungen, die Mieter und Vermieter bei Konflikten erwarten können. In diesem Fall zeigt sich, wie eine vergessene Klausel im Mietvertrag zu erheblichen finanziellen Belastungen führen kann.

Die Entscheidung des Schiedsgutachters und die Bestätigung durch die Gerichte mögen aus juristischer Sicht korrekt sein, werfen jedoch Fragen zur Fairness und Tragfähigkeit solcher Regelungen auf. Die Apotheke steht nun vor der Herausforderung, diese erhebliche Mieterhöhung zu bewältigen, was in wirtschaftlich angespannten Zeiten zusätzlichen Druck auf das Geschäftsumfeld ausüben kann.

Diese Geschichte unterstreicht die Notwendigkeit, Mietverträge sorgfältig zu prüfen und alle Klauseln zu verstehen, um unerwünschte Überraschungen zu vermeiden. Sie ist auch ein Aufruf zur Sensibilisierung für die rechtlichen Aspekte von Mietverträgen und dazu, dass sowohl Mieter als auch Vermieter gleichermaßen fair behandelt werden sollten. Hoffentlich wird die Apotheke in den kommenden Jahren die Möglichkeit haben, sich von dieser finanziellen Belastung zu erholen und stabile Bedingungen für ihren Betrieb zu finden.

Von Engin Günder, Fachjournalist

 

 

Pressekontakt:

Roberta Günder
Telefon 0721. 16106610
E-Mail info@aporisk.de

 

Über Aporisk

Die ApoRisk® GmbH ist ein Versicherungsmakler und seit vielen Jahren Spezialist für Risiken der Apothekerinnen und Apothekern. Das Maklerunternehmen ist in der Apothekenbranche erfahren und unabhängig. Das Direktkonzept über die Internetportale aporisk.de und pharmarisk.de spart unseren Kunden viel Geld. Diese Ersparnis kommt dem hohen Wert und dem fairen Preis der Policen zugute.

 

ApoRisk GmbH
Scheffelplatz | Schirmerstr. 4
76133 Karlsruhe

E-Mail: info@aporisk.de
Internet: www.aporisk.de

Telefon +49 (0) 721. 16 10 66-0
Telefax +49 (0) 721. 16 10 66-20 

Zurück zur Übersicht

Kontakt
Jetzt Ihr persönliches Angebot anfordern!
Rückrufservice
Gerne rufen wir Sie zurück!
Suche
  • Pharmarisk® OMNI: Die Allrisk-Police zu Fixprämien
    Pharmarisk® OMNI: Die Allrisk-Police zu Fixprämien
    Allgefahrenschutz online berechnen und beantragen

Wir kennen Ihr Geschäft, und das garantiert Ihnen eine individuelle und kompetente Beratung.

Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.

Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.

  • Die PharmaRisk® FLEX
    Die PharmaRisk® FLEX
    Eine flexible Versicherung für alle betrieblichen Gefahren
Nutzen Sie unsere Erfahrung und rufen Sie uns an

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800. 919 0000 oder Sie faxen uns unter 0800. 919 6666, besonders dann, wenn Sie weitere Informationen zu alternativen Versicherern wünschen.

Mit der ApoRisk® FirmenGruppe steht Ihnen ein Partner zur Seite, der bereits viele Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland zu seinen Kunden zählen darf. Vergleichen Sie unser Angebot und Sie werden sehen, es lohnt sich, Ihr Vertrauen dem Versicherungsspezialisten für Ihren Berufsstand zu schenken.

  • Die PharmaRisk® CYBER
    Die PharmaRisk® CYBER
    Eine einzige Versicherung für alle Internetrisiken