
Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker,
hier ist der vollständige Text für Sie:
Rätselhafte Apothekenproteste: Kann dezentrale Mobilisierung gelingen?
18. Oktober 2023
In drei Wochen starten die von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apothekerverbände (Abda) geplanten vierwöchigen Proteste. Doch bisher sind nur wenige Informationen zu den geplanten Aktionen an die Öffentlichkeit gedrungen. Sogar die Mitgliedsorganisationen der Abda sind über die genauen Pläne nur unzureichend informiert. Bereits zum Auftakt zeichnen sich Abweichungen vom ursprünglich geplanten Szenario ab, da der Apothekerverband Mecklenburg-Vorpommern (AVMV) gemeinsam mit anderen Heilberuflern eine eigene Kundgebung in Schwerin anstelle der zentralen Kundgebung in Hannover plant.
Im Juni dieses Jahres brachten Apotheken deutschlandweit ihren Unmut über die Gesundheitspolitik von Karl Lauterbach (SPD) in zahlreichen dezentralen Protestaktionen auf die Straße. Über 20.000 Apothekenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter beteiligten sich an den Protesten, die von Großkundgebungen mit tausenden Teilnehmern bis hin zu lokalen Protestmärschen und spontanen Treffen vor Notdienstapotheken reichten.
Im November sollen die Abda-Proteste gemäß dem aktuellen Plan in einer einheitlichen Choreographie stattfinden. Mittwochs werden Apotheken in einer von vier großen Regionen Deutschlands geschlossen bleiben, begleitet von zentralen Kundgebungen. Details zu den Veranstaltungsorten, Zeiten und Programmen fehlen bislang gänzlich, wobei lediglich Protestmaterial und eine Playlist von der vorherigen Demonstration in Berlin an die Beteiligten verschickt wurden.
Auf dem Deutschen Apothekertag (DAT) rief Abda-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening dazu auf, Vertrauen in die geplanten Protestaktionen zu haben und betonte, dass operative Hektik ein Zeichen von mangelnder Überlegung sei. In dieser Hinsicht wurde der Alleingang des Hessischen Apothekerverbands (HAV) bestraft, da keine Standesvertreter anderer Kammerbezirke oder der Abda an den Protesten in Frankfurt teilnahmen.
Fraglich bleibt jedoch, ob der vermeintliche Masterplan der Abda tatsächlich existiert. In ihrem jüngsten Präsidentinnenbrief an die Apothekerschaft blieb Overwiening vage und betonte, dass die Kommunikation zur geplanten Apothekenreform den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens abwarten werde. Konkrete Aktionspläne stehen noch aus.
Die Proteste sollen in der Region Nord am 8. November beginnen. Die Apotheken in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern werden an diesem Tag geschlossen bleiben. Obwohl eine zentrale Kundgebung in Hannover geplant ist, fehlt noch eine offizielle Bestätigung. Der AVMV kündigte parallel eine Demonstration in Schwerin an, die in Zusammenarbeit mit anderen Heilberufen stattfindet, um auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen hinzuweisen.
Die Apotheken werden dazu aufgerufen, sich entweder an der Kundgebung in Schwerin oder Hannover zu beteiligen, um die Dringlichkeit ihrer Anliegen zu unterstreichen. Die genauen Details und Planungen befinden sich derzeit in der Ausarbeitung, wobei die Notwendigkeit von anhaltenden und lauten Protesten betont wird.
Die bevorstehende Demonstration in Schwerin ist nicht die erste gemeinsame Aktion der Heilberufe. Kürzlich haben Ärzte und Apotheker vor dem Landtag in Erfurt auf Probleme in der ambulanten medizinischen Versorgung aufmerksam gemacht. In Berlin planen die Abda sowie die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung ebenfalls gemeinsame Aktionen, um auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen.
Kommentar:
Die bevorstehenden Apothekenproteste werfen wichtige Fragen auf, da die Planungen bislang vage und lückenhaft sind. Die Unzufriedenheit der Apothekenmitarbeiter mit der Gesundheitspolitik ist offensichtlich, wie die dezentralen Protestaktionen im Juni zeigten. Doch um effektiv zu sein, müssen die geplanten Demonstrationen sorgfältig geplant und koordiniert werden. Die mangelnde Transparenz bei den Planungen könnte das Vertrauen der Beteiligten untergraben und den Erfolg der Proteste gefährden. Eine klare Kommunikation und ein konkreter Aktionsplan sind erforderlich, um die Anliegen der Apothekenmitarbeiter effektiv zu vertreten und Veränderungen in der Gesundheitspolitik zu bewirken. Es bleibt abzuwarten, ob die Abda in der Lage ist, diese Herausforderungen zu bewältigen und die Proteste erfolgreich zu organisieren.
Von Engin Günder, Fachjournalist
Pressekontakt:
Roberta Günder
Telefon 0721. 16106610
E-Mail info@aporisk.de
Die ApoRisk® GmbH ist ein Versicherungsmakler und seit vielen Jahren Spezialist für Risiken der Apothekerinnen und Apothekern. Das Maklerunternehmen ist in der Apothekenbranche erfahren und unabhängig. Das Direktkonzept über die Internetportale aporisk.de und pharmarisk.de spart unseren Kunden viel Geld. Diese Ersparnis kommt dem hohen Wert und dem fairen Preis der Policen zugute.
ApoRisk GmbH
Scheffelplatz | Schirmerstr. 4
76133 Karlsruhe
E-Mail: info@aporisk.de
Internet: www.aporisk.de
Telefon +49 (0) 721. 16 10 66-0
Telefax +49 (0) 721. 16 10 66-20
Sie haben einen Beruf gewählt, der weit mehr als reine Erwerbstätigkeit ist. Sie verfolgen im Dienste der Bevölkerung hohe ethische Ziele mit Energie, fachlicher Kompetenz und einem hohen Maß an Verantwortung. Um sich voll auf Ihre Aufgabe konzentrieren zu können, erwarten Sie die optimale Absicherung für die Risiken Ihrer Berufsgruppe.
Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre hohen Investitionen zu schützen und streben für sich und Ihre Angehörigen nach einem angemessenen Lebensstandard, auch für die Zukunft.
Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800. 919 0000 oder Sie faxen uns unter 0800. 919 6666, besonders dann, wenn Sie weitere Informationen zu alternativen Versicherern wünschen.
Mit der ApoRisk® FirmenGruppe steht Ihnen ein Partner zur Seite, der bereits viele Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland zu seinen Kunden zählen darf. Vergleichen Sie unser Angebot und Sie werden sehen, es lohnt sich, Ihr Vertrauen dem Versicherungsspezialisten für Ihren Berufsstand zu schenken.