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  • 29.08.2025 – Fälschungen bedrohen Apotheken, Technik greift zu kurz, Versicherungen sichern das Überleben
    29.08.2025 – Fälschungen bedrohen Apotheken, Technik greift zu kurz, Versicherungen sichern das Überleben
    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Gefälschte Rezepte nehmen zu – auch beim E-Rezept. Apotheken schützen sich durch Aufmerksamkeit, Prävention und Versicherungen, die R...

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ApoRisk® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Fälschungen bedrohen Apotheken, Technik greift zu kurz, Versicherungen sichern das Überleben

 

Wie das E-Rezept neue Angriffsflächen öffnet, warum Betrüger auf teure Arzneimittel zielen und welche Policen Apotheken im Ernstfall schützen

Apotheken-News: Bericht von heute

Rezeptfälschungen bedrohen Apotheken trotz E-Rezept, denn Betrüger passen ihre Methoden an, nutzen digitale Schwachstellen und setzen gezielt auf teure Präparate wie Krebsmedikamente oder Abnehmspritzen, die sich mit hohem Gewinn weiterverkaufen lassen, während Ermittler und Kammern eine deutliche Zunahme von Fällen feststellen und mit Warnhinweisen an Apotheken reagieren, doch auch wenn geschulte Mitarbeiter viele Fälschungen entdecken, bleibt ein Restrisiko, das schwerwiegende Folgen hat, weil Krankenkassen im Zweifel retaxieren und Apotheken auf den Kosten sitzenbleiben, wodurch wirtschaftliche Stabilität gefährdet wird, weshalb branchenspezifische Versicherungen entscheidend sind, allen voran Retax-Versicherungen, die Rückforderungen der Kassen abfedern, und Rezeptfälschungs-Versicherungen, die direkte Verluste aus nicht vergüteten Abgaben decken, sodass deutlich wird, dass Prävention, Schulung und Technik allein nicht reichen, sondern nur die Kombination mit maßgeschneiderter Absicherung eine robuste Abwehr gegen Betrugsversuche ermöglicht.

 

 

Rezeptfälschungen sind im deutschen Apothekenalltag längst kein Randthema mehr, sondern entwickeln sich zu einem strukturellen Risiko, das Versorgungsqualität, Patientensicherheit und wirtschaftliche Stabilität gleichermaßen betrifft. Ursprünglich galt die Einführung des E-Rezepts als sicherheitstechnischer Fortschritt, der Fälschungen erschweren und die Arzneimittelversorgung robuster machen sollte. Doch die Realität zeigt: Betrüger passen sich an, nutzen neue Angriffspunkte und setzen auf immer professionellere Methoden. Die Bayerische Landesapothekerkammer bestätigt, dass auch digitale Verordnungen nicht vollständig fälschungssicher sind. Zugleich mehren sich Hinweise der Ermittlungsbehörden, wonach gerade hochpreisige Medikamente, Lifestyle-Präparate und Substanzen mit Abhängigkeitspotenzial im Fokus stehen.

Das bayerische Landeskriminalamt spricht von einer spürbaren Zunahme solcher Fälle innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre, auch wenn exakte Zahlen fehlen. Besonders betroffen sind Arzneimittel mit hohem Schwarzmarktwert: moderne Antidiabetika wie Ozempic und Wegovy, die als „Abnehmspritzen“ über soziale Medien populär wurden, teure Onkologika oder Präparate mit psychotroper Wirkung. Für Apotheken ist das gleich doppelt brisant: Sie tragen die Verantwortung, Fälschungen zu erkennen und Schaden abzuwenden, und riskieren gleichzeitig finanzielle Verluste, wenn sie Betrügern auf den Leim gehen.

In vielen Fällen bleibt es bei vereitelten Versuchen, weil geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verdachtsmomente rasch wahrnehmen – etwa unplausible Daten, fehlerhafte Praxisstempel oder die auffällige Einlösung von Rezepten weit entfernt vom angeblichen Ausstellungsort. Doch diese menschliche Wachsamkeit hat Grenzen. Denn die Fälschungen in Papierform sind inzwischen oft so professionell gestaltet, dass selbst erfahrene Fachkräfte ins Grübeln geraten. Und auch beim E-Rezept gilt: Wo Datenströme fließen, existieren Manipulationspotenziale. Der digitale Kanal schließt bestimmte Missbrauchswege, öffnet aber neue, indem Angreifer Schnittstellen, Identitätsdaten oder Übermittlungsprozesse ins Visier nehmen.

Polizei und Kammern versuchen gegenzusteuern. Rund 1.000 Apotheken in Bayern erhielten jüngst Warnschreiben mit typischen Erkennungsmerkmalen. Dort heißt es, man solle insbesondere auf widersprüchliche Angaben achten, Fantasienamen und fehlerhafte Stempel prüfen und bei Zweifeln sofort die Polizei diskret informieren. In vielen Fällen führte dies tatsächlich zur Festnahme mutmaßlicher Täter – etwa bei einem 18-Jährigen in München, dessen Versuch die Ermittler bis nach Hannover und Mannheim zu mutmaßlichen Hintermännern führte. Diese Beispiele zeigen: Betrüger agieren vernetzt und organisiert, nicht selten überregional.

Doch selbst wenn Apotheken keine Arzneimittel abgeben und die Täuschung rechtzeitig durchschauen, bleibt ein wirtschaftliches Risiko. Allein die interne Prüfung, die Kommunikation mit Behörden und die Dokumentation verursachen Aufwand. Brisanter wird es, wenn eine Fälschung durchrutscht: Dann droht ein Retaxationsverfahren der Krankenkassen. Diese fordern die bereits gezahlten Beträge zurück, weil die Grundlage – das gültige Rezept – fehlt. Für Apotheken entstehen damit nicht nur Waren- und Beschaffungskosten, sondern auch juristische Unsicherheiten. Wer haftet, wenn eine Verordnung formal anerkannt war, später aber als Fälschung entlarvt wird? Krankenkassen neigen dazu, das Risiko auf die Apotheken zu verlagern.

Genau hier setzen branchenspezifische Versicherungen an. Eine Rezeptfälschungs-Versicherung schützt vor Schäden, die durch betrügerische Verordnungen entstehen. Sie übernimmt die Kosten für nicht vergütete Abgaben oder entschädigt für finanzielle Verluste, wenn Arzneimittel abgegeben und nicht erstattet werden. Ergänzend greift die Retax-Versicherung, die das Risiko abfedert, wenn Krankenkassen eine Abrechnung zurückweisen oder Gelder zurückfordern. Diese Police gewinnt mit der Ausbreitung digitaler Rezeptverfahren an Bedeutung, weil dort technische und organisatorische Unklarheiten zu Streitfällen führen können. Versicherer, die auf Apotheken spezialisiert sind, haben solche Produkte gezielt entwickelt, um die Lücke zwischen Prävention und Haftung zu schließen.

Darüber hinaus können Inhaltsversicherungen relevant sein, wenn kriminelle Gruppen versuchen, durch Täuschung an große Mengen hochpreisiger Arzneimittel zu gelangen. Je nach Ausgestaltung decken sie Verluste durch Diebstahl oder betrügerische Beschaffung ab. Wichtig ist, dass Apothekeninhaber ihr Versicherungspaket regelmäßig überprüfen: Eine Betriebshaftpflicht reicht nicht aus, um die komplexen Risiken des Rezeptbetrugs zu bewältigen.

Die zentrale Frage lautet daher: Wie lässt sich ein Gleichgewicht schaffen zwischen technischer Absicherung, personeller Aufmerksamkeit und ökonomischem Risikotransfer? Aus Sicht vieler Experten kann allein das Zusammenspiel dieser Elemente wirksam sein. Weder die Technik noch der Mensch noch die Versicherung allein bieten vollständigen Schutz. Aber in Kombination entsteht Resilienz. Die Praxis zeigt: Aufmerksame Teams erkennen viele Manipulationsversuche, digitale Systeme filtern eine Reihe offensichtlicher Unregelmäßigkeiten, und Versicherungen sichern die Restrisiken ab, die unvermeidbar bleiben.

Apotheken müssen diese Realität anerkennen und strategisch handeln. Es genügt nicht, auf das nächste Softwareupdate zu warten oder allein die Verantwortung an die Kammern und Ermittler zu delegieren. Vielmehr braucht es eine klare interne Strategie: Regelmäßige Schulungen, Sensibilisierung im Alltag, strukturierte Dokumentationsprozesse und eine belastbare Versicherungsarchitektur. Nur so können Betriebe vermeiden, dass eine einzige Täuschung existenzbedrohende Folgen hat.

Hinzu kommt die reputative Dimension. Gelingt es Betrügern, Apotheken mehrfach mit Fälschungen zu täuschen, kann das Vertrauen von Patienten und Partnern erodieren. Das Image als sichere und zuverlässige Arzneimittelversorger leidet. Gerade deshalb ist es wichtig, Vorfälle nicht zu bagatellisieren, sondern aktiv zu thematisieren, präventive Maßnahmen transparent zu kommunizieren und auf die eigenen Sicherungsmechanismen hinzuweisen.

Kommentarhaft zugespitzt wird damit klar: Die Debatte um Rezeptfälschungen offenbart eine Schwäche der gesamten Arzneimittelregulierung. Während Politik und Behörden die Digitalisierung feiern, bleibt die Haftungsfrage für Vor-Ort-Apotheken ungelöst. Technik allein liefert keine Garantie, und die ökonomische Verantwortung wird in der Praxis auf die Apotheken abgewälzt. Wer hier keine Versicherungslösung im Rücken hat, spielt mit seiner wirtschaftlichen Stabilität. Es wäre Aufgabe der Gesundheitspolitik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Apotheken nicht zum schwächsten Glied machen, sondern ihnen erlauben, sich auf ihre Kernaufgabe – die sichere Versorgung – zu konzentrieren.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Denn die Erfahrung zeigt: Fälschungsschutz ist nie absolut, und Apotheken stehen stets im Spannungsfeld zwischen technischer Hoffnung, menschlicher Wachsamkeit und ökonomischem Risiko. Wer die drei Ebenen zusammenführt, schafft mehr als Abwehr – er schafft Widerstandskraft. Die Deutung lautet: Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein System, das täglich neu gesichert und durch Versicherungen ökonomisch verstärkt werden muss.

 

Tagesthemenüberblick: https://aporisk.de/aktuell

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