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SICHERHEIT | Medienspiegel & Presse |
Wenn die Natur erwacht, beginnt für viele Allergiker eine belastende Zeit – mit unmittelbaren Folgen für die Sicherheit im Straßenverkehr. Heuschnupfen führt nicht nur zu Niesanfällen und tränenden Augen, sondern kann auch die Reaktionsfähigkeit erheblich einschränken. Was auf den ersten Blick wie ein saisonales Gesundheitsproblem wirkt, entwickelt sich bei Autofahrten schnell zur ernsten Gefahrenquelle – mit unterschätzten Risiken für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer.
Die Frühlingsmonate bringen nicht nur milde Temperaturen und blühende Landschaften, sondern auch ein erhöhtes Risiko auf den Straßen – vor allem für Allergiker. Menschen, die unter saisonalem Heuschnupfen leiden, sind im Straßenverkehr besonderen Belastungen ausgesetzt. Tränende Augen, eine laufende Nase, wiederholte Niesanfälle und Konzentrationsprobleme zählen zu den typischen Symptomen, die während der Fahrt plötzlich auftreten und die Reaktionsfähigkeit erheblich einschränken können.
Ein einziger Niesanfall führt dazu, dass Fahrer reflexartig die Augen schließen. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde legt ein Fahrzeug in nur einer Sekunde fast 14 Meter zurück. Wenn dieser sogenannte Blindflug länger anhält, wächst die Gefahr eines Unfalls erheblich – insbesondere im Stadtverkehr oder auf Landstraßen. Heuschnupfen wird so zu einem unterschätzten Sicherheitsrisiko auf deutschen Straßen.
Hinzu kommt, dass viele Betroffene die Symptome nicht ernst genug nehmen oder ihre Fahrweise nicht an die eingeschränkte Wahrnehmung anpassen. Während brennende Augen und Nasenjucken als lästig empfunden werden, werden die potenziellen Auswirkungen auf die Konzentration oft unterschätzt. Fachleute raten dringend davon ab, während akuter Beschwerden ans Steuer zu gehen. Wer beim Fahren plötzlich stark niesen muss oder den Tränenfluss nicht mehr kontrollieren kann, sollte möglichst schnell eine sichere Parkmöglichkeit aufsuchen und eine Pause einlegen.
Ein weiterer Risikofaktor: Medikamente gegen Heuschnupfen. Viele frei verkäufliche Antihistaminika verursachen Müdigkeit oder verlangsamte Reaktionen – Effekte, die im Straßenverkehr fatale Folgen haben können. Betroffene sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen oder die Hinweise auf der Packungsbeilage genau lesen. Selbst moderne, angeblich nicht sedierende Präparate können bei empfindlichen Personen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.
Um die Symptome möglichst gering zu halten, empfehlen sich vorbeugende Maßnahmen: Dazu gehört insbesondere der regelmäßige Wechsel des Pollenfilters im Auto – idealerweise vor Beginn der Pollensaison. Auch das Lüften des Fahrzeugs vor der Abfahrt bei geschlossenen Fenstern sowie das Vermeiden von Fahrten bei starkem Pollenflug, etwa an trockenen und windigen Tagen, kann helfen. Besonders riskant ist das Fahren mit geöffnetem Fenster während der Hauptblütezeiten. Zudem sollten Fahrzeuginnenräume regelmäßig gereinigt werden, um Pollenablagerungen zu minimieren.
Die Pollenbelastung im Fahrzeug lässt sich jedoch nie vollständig verhindern. Deshalb gilt für Allergiker: Wer merkt, dass die Beschwerden sich verschlimmern, sollte nicht aus Gewohnheit weiterfahren, sondern die Situation ernst nehmen. Gesundheitliche Einschränkungen können schnell zur Gefahr für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer werden. Auch Arbeitgeber, etwa im Bereich des Lieferverkehrs oder bei Dienstreisen, sollten das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen und sensibilisierende Maßnahmen anbieten.
Die Debatte um Heuschnupfen im Straßenverkehr ist kein Randthema für einige wenige Betroffene – sie betrifft Millionen Menschen in Deutschland, die Jahr für Jahr mit den Auswirkungen ihrer Allergie konfrontiert werden. Trotzdem wird dieses Problem in der öffentlichen Diskussion kaum beachtet. Die Vorstellung, dass eine Pollenallergie mehr sei als ein saisonales Ärgernis, sondern eine reale Gefahrenquelle im Straßenverkehr, ist noch immer nicht weit verbreitet.
Dabei liegt die Problematik auf der Hand: Wer niest, sieht nichts. Wer tränende Augen hat, reagiert langsamer. Wer Medikamente nimmt, riskiert unbemerkt einen Dämmerzustand am Steuer. Und wer all diese Risiken ignoriert, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Die jährliche Unfallstatistik differenziert nicht nach Heuschnupfen – doch es steht außer Frage, dass allergiebedingte Unachtsamkeit eine unterschätzte Ursache für Auffahrunfälle, gefährliche Fahrmanöver und Reaktionsverzögerungen ist.
Es braucht ein Umdenken im Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen im Straßenverkehr. Genauso wie bei Kreislaufproblemen, plötzlichem Schwindel oder Medikamentenwirkungen muss auch bei Allergiesymptomen klar sein: Nicht jeder ist jederzeit fahrtüchtig. Auch wenn es unbequem ist – die eigene Sicherheit und die anderer sollte stets Vorrang haben. Dazu gehören realistische Selbsteinschätzung, präventive Maßnahmen und gegebenenfalls der Verzicht auf das Autofahren bei akutem Beschwerdebild.
Darüber hinaus ist es höchste Zeit, dass das Thema auch verkehrspolitisch stärker berücksichtigt wird – sei es durch gezielte Aufklärungskampagnen, durch Hinweise bei der Fahrschulausbildung oder durch die Sensibilisierung von Unternehmen mit Fuhrparks. Heuschnupfen mag ein saisonales Phänomen sein. Doch die Gefahren, die damit im Straßenverkehr verbunden sind, sind ganzjährig aktuell. Wer in diesen Monaten fährt, sollte nicht nur die Straße im Blick behalten, sondern auch sich selbst.
Von Engin Günder, Fachjournalist
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