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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
In den deutschen Apotheken spielt der HV-Tisch eine zentrale Rolle in der Kundenberatung und fungiert als Umsatzmotor, doch der Umgang mit dem täglichen Kundenaufkommen und die Beratungsbereitschaft des Personals bleiben Herausforderungen. Gleichzeitig steht die Bundespolitik vor einer finanziellen Wende, die Investitionen in Milliardenhöhe in Aussicht stellt, aber Fragen zur Unterstützung der lokalen Gesundheitsinfrastruktur aufwirft. In Deggendorf sorgt ein ernsthafter Sicherheitsvorfall in einer Apotheke für Aufsehen und betont die Dringlichkeit, Apotheken als Teil der kritischen Infrastruktur zu schützen. Währenddessen markiert der Westfälisch-lippische Apothekertag in Dortmund einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Pharmazie mit herausragenden Beiträgen der AG Gesundheit. Über die Grenzen hinaus setzt die britische Regierung neue Maßstäbe in der Gleichberechtigung im Gesundheitswesen, indem sie die "Pille danach" kostenlos in Apotheken zur Verfügung stellt, ein Schritt, der regionale Ungleichheiten in der Notfallverhütung adressiert. Diese Themen verdeutlichen die dynamischen und oft unvorhersehbaren Facetten der Apothekenlandschaft und der Gesundheitspolitik, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das kommende Jahrzehnt darstellen.
In deutschen Apotheken spielt der HV-Tisch eine zentrale Rolle als Kundenberatungs- und Umsatzmotor. Täglich suchen Kunden mit einer Vielzahl von Fragen und Sorgen Rat, oft getrieben von der Erwartung, nicht nur Aufklärung über gesundheitliche Fragen zu erhalten, sondern auch eine Form menschlicher Nähe in einem systemisch oft anonym wirkenden Gesundheitsbereich. Doch nicht immer ist das Personal bereit, sich diesen hohen Anforderungen zu stellen, was unter dem Begriff "HV-Drückebergerei" zunehmend Beachtung findet.
Parallel dazu werden die finanziellen Grundfesten der deutschen Politik neu verhandelt, noch bevor die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufnimmt. Die seit Jahrzehnten als Sakrosankt geltende Schuldenbremse wird möglicherweise gelockert, um umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung, Klimaschutz und Digitalisierung zu ermöglichen. Diese könnten sich über die nächsten zwölf Jahre auf bis zu 500 Milliarden Euro belaufen.
Währenddessen hat in Deggendorf, Niederbayern, ein dramatischer Vorfall die Fragilität der Sicherheit in Apotheken aufgezeigt. Ein 35-jähriger Mann betrat eine Apotheke, zog eine Softair-Waffe und forderte Methadon, ohne jedoch die Waffe auf den Apotheker oder die anwesende Angestellte zu richten. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen in Apotheken.
Im Bereich der Pharmazie gab es beim jährlichen Westfälisch-lippischen Apothekertag in Dortmund wichtige Diskussionen über die Zukunft der Branche. Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening lobte die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Gesundheit, die als "großer Erfolg" bezeichnet wurden und die maßgeblich zur Weiterentwicklung der pharmazeutischen Praxis in Deutschland beitragen.
Dabei wird auch das Risikomanagement für Apotheken immer wichtiger, da sie mit spezifischen Risiken von regulatorischen Änderungen bis zu Versorgungsengpässen konfrontiert sind. Die Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Risikoabwehr, einschließlich der strategischen Notfallplanung, sind daher unverzichtbare Bestandteile der Betriebsführung.
Ein weiteres Rechtsthema, das in der Apothekenbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Scheinselbstständigkeit. Dies betrifft nicht nur Großunternehmen und den Sport, sondern auch kleinere Betriebe wie Apotheken. Es ist entscheidend, die Beschäftigungsverhältnisse klar zu definieren, um rechtliche Konsequenzen und unerwartete Nachzahlungen zu vermeiden.
Abschließend gibt es aus England eine Neuigkeit, die möglicherweise richtungsweisend für die Gleichberechtigung im Gesundheitswesen sein könnte: Die britische Regierung hat angekündigt, dass die "Pille danach" in Apotheken kostenlos zur Verfügung gestellt wird, um regionale Ungleichheiten in der Zugänglichkeit zur Notfallverhütung zu beseitigen. Bisher variierten die Kosten für Frauen stark, je nachdem, ob sie die Pille in Apotheken, Arztpraxen oder Kliniken für sexuelle Gesundheit erhielten.
In der komplexen Landschaft des deutschen Gesundheitswesens sind Apotheken mehr als nur Orte, an denen Medikamente ausgegeben werden. Sie sind zugleich Beratungsstellen, Vertrauensorte und nun auch politische Schauplätze. Die zunehmende Bedeutung des HV-Tisches in Apotheken als zentraler Beratungs- und Umsatzpunkt unterstreicht, wie wichtig die persönliche und fachliche Interaktion zwischen Apothekenpersonal und Kunden ist. Diese Interaktionen bilden das Herzstück der pharmazeutischen Praxis und haben direkte Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Kunden.
Doch diese essenzielle Rolle der Apotheken scheint in den aktuellen finanzpolitischen Diskussionen und Entscheidungen der Bundesregierung nur eine Nebenrolle zu spielen. Die geplanten massiven Investitionen in andere Bereiche wie Infrastruktur und Digitalisierung sind zweifellos wichtig für die Zukunft des Landes, werfen jedoch Fragen auf, wie die ebenso wichtige Gesundheitsinfrastruktur, insbesondere die lokalen Apotheken, unterstützt und integriert wird.
Der Vorfall in Deggendorf ist ein dramatischer Weckruf, der die Notwendigkeit von Sicherheitsüberlegungen in Apotheken hervorhebt. In einer Zeit, in der die Gesellschaft zunehmend polarisiert und individuelle Frustrationen oft an öffentlichen Orten ausgetragen werden, müssen Apotheken als Teil der kritischen Infrastruktur wahrgenommen und entsprechend geschützt werden.
Die Anerkennung der Leistungen von Frau Overwiening und der AG Gesundheit beim Westfälisch-lippischen Apothekertag verdeutlicht, dass Fortschritte möglich sind, wenn Fachleute zusammenarbeiten, um die pharmazeutische Praxis zu verbessern. Dies sollte als Modell dienen, wie Innovation innerhalb des Gesundheitssektors gefördert werden kann, ohne die Basisversorgung zu vernachlässigen.
Die britische Initiative zur kostenlosen Abgabe der "Pille danach" zeigt, wie politische Entscheidungen direkt zur Gleichberechtigung im Gesundheitszugang beitragen können. Dies könnte ein Vorbild für Deutschland sein, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Diskussion über Gesundheitsgerechtigkeit und den Zugang zu notwendigen medizinischen Produkten und Beratungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutsche Politik und Gesellschaft nicht die Fehler machen dürfen, Apotheken als selbstverständlichen Teil des Gesundheitssystems zu betrachten, ohne die notwendigen Investitionen und Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Apotheken sind mehr als nur Einzelhandelsorte – sie sind wesentliche Bestandteile eines funktionierenden, gerechten und sicheren Gesundheitssystems.
Von Engin Günder, Fachjournalist
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