ApoRisk® Risk Management | Professionelles Sicherheitsmanagement für ApothekerInnen
Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken sowie die Steuerung von Reaktionen auf festgestellte Risiken. Es ist ein systematisches Verfahren, das in vielfältigen Bereichen Anwendung findet, zum Beispiel bei
Risikomanagement umfasst:
Grundsätzlich beginnt Risikomanagement in dem Moment, in dem eine Vision, ein Wunschbild der zukünftigen Realität entsteht. Denn die Chancen, die man dazu wahrnehmen muss, werden durch Unwägbarkeiten gefährdet. Ohne konkrete Ziele lassen sich keine Abweichungen messen.
Die Wahl der Strategie ist im Wesentlichen abhängig von der Risikobereitschaft (risikoavers, risikoneutral oder risikofreudig) bei einem Vorhaben.
Erfassung
Die Identifikation von Risiken kann z. B. mittels Szenario-Technik, Post-Mortem-Analyse, Expertenbefragungen, Delphi-Methode, Checklisten, Kreativitätstechniken oder einfach durch offene und ehrliche Kommunikation erfolgen.
Eine Möglichkeit für die Messung von Risiken sind Risikokennzahlen wie die Sensitivität (die Empfindlichkeit eines Papieres gegenüber äußeren Einflüssen), der Value at Risk oder VaR, welcher dem Wert eines angenommenen Verlustes entspricht.
Zur detaillierten Darstellung wird das Gesamtrisiko meist auf einzelne Risikofaktoren aufgeteilt. Da diese Risikofaktoren sich gegenseitig beeinflussen, wird eine Risikomatrix der Faktoren verwendet, welche die Konsequenzen auf das Gesamtsystem bei Berührung eines einzelnen Risikofaktors abbildet. Für die einzelnen Risikofaktoren werden nun per Simulation die einzelnen "Schadensfälle" zum Gesamtsystem berechnet. Um die Auswirkung der einzelnen Risiken auf das Unternehmen darzustellen, ist eine Risikoaggregation erforderlich.
Das genannte Verfahren ist besonders typisch zur Bestimmung des "Marktpreisrisikos", welches Zinsverläufe, Wechselkurse und Branchenentwicklungen im Fokus hat.
Dieses errechnete Gesamtrisiko ist z.B. für Kreditinstitute die Basis für die Rückstellungen, um eigene Geschäfte abzusichern.
Bestimmte Bewertungen von Risiken, speziell für die bezogenen Partner, können auch durch Experteneingaben erfasst werden.
Bei der internen Erfassung sind Kreditinstitute grundsätzlich frei. Hingegen bei der Erfassung für den externen Adressaten sind die Kreditinstitute an die Vorgaben der Bankenaufsicht/ BAFin im Grundsatz 1 gebunden.
Steuerung
Grundsätzlich gibt es fünf unterschiedliche Risikosteuerungsstrategien:
Risikovermeidung: Eine vollständige Vermeidung von Risiken ist nicht
Ziel des Risikomanagements und kann nur erreicht werden, indem man die
risikobehaftete Aktivität unterlässt. Sinnvoll ist dies nur bei
bestandsgefährdenden Risiken.
Risikoverminderung: Die Verminderung
von Risiken setzt darauf, Risikopotenziale - nicht wie bei der
Risikovermeidung - auszuschließen, sondern auf ein akzeptables Maß zu
reduzieren.
Risikobegrenzung: Die Risikobegrenzung gliedert sich
auf in zwei Teilbereiche, der Risikostreuung (auch -diversifikation)
und der Risikolimitierung. Die Risikostreuung fußt auf der
Portfolio-Theorie, die besagt, dass die Kombination nicht vollständig
miteinander korrelierender Anlagealternativen in einem Portfolio einen
Diversifikationseffekt bewirkt, der in der Summe das Gesamtrisiko
verringert oder sogar neutralisiert. Bei der Risikolimitierung setzt
das Management Limite (also definierte Obergrenzen) für das Eingehen
von Risiken.
Risikoüberwälzung: Bei der Risikoüberwälzung wird das
Risiko durch faktische oder vertragliche, teilweise oder völlige
Überwälzung an Dritte übertragen. Die Übertragung steht in Verbindung
mit einem zusätzlichen Geschäft, das das Risiko vollständig oder zu
wesentlichen Teilen an Dritte weitergibt. Das Risiko wird hierbei nicht
beseitigt, sondern wechselt den Risikoträger. Unterschieden werden kann
zwischen der Überwälzung auf Versicherungsunternehmen und auf
Vertragspartner.
Risikoakzeptanz: Die Vermeidung, Verminderung und
Überwälzung von Risiken kann die Risiken nicht vollständig
ausschließen. Das verbleibende Restrisiko muss das Unternehmen
akzeptieren und selbst tragen. Dies bedingt das Vorhandensein eines
entsprechenden Risikodeckungspotenzials, da ein ggf. eintretender
Schaden aus eigener Kraft gedeckt werden muss. Die Akzeptanz von
Risiken sollte dann gewählt werden, wenn die vorstehend beschriebenen
Wege in keiner positiven Aufwand-Nutzen-Relation stehen würden.
Kontrolle
Ziel des Risiko-Monitoring ist es, die erkannten Risiken im Auge zu behalten.
Das Vorgehen beim Risikomanagement kann auch in Phasen dargestellt werden.
Beispiel für einen RisikographenDie wesentlichen Schritte eines Risikomanagementprozesses bestehen aus den Phasen
Vor der Risikoanalyse wird ein Risikograph festgelegt, der die elementaren Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß einem Akzeptanzbereich zuordnet. Während der Risikobewertung wird jede in der Phase Risikoanalyse identifizierte Gefährdung unter dem Aspekt Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bewertet. Damit landet jedes Risiko in einem Bereich des Risikographen. Ziel der Risikominimierung ist es schließlich für alle Risiken, die im inakzeptablen Bereich (bzw. im ALARP-Bereich) des Risikographen liegen, Maßnahmen festzulegen, die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß verringern. Am Ende dieser Phase sollte kein Risiko mehr im inakzeptablen Bereich liegen. In der Praxis lässt sich in der Regel das Schadensausmaß kaum verringern, meistens wird eine Risikominimierung durch Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit erreicht (z. B. durch zweihändige Bedienung von Industriepressen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Unfall verringert). Bei Finanzrisiken jedoch ist häufig nur das Schadensausmaß, nicht aber die Eintrittswahrscheinlichkeit beeinflussbar (z. B. kann ein Unternehmen die Wahrscheinlichkeit eines Anstieges des Dollarkurses nicht beeinflussen, kann aber durch entsprechende Sicherungsgeschäfte die potentiellen Auswirkungen steuern).
Während der Phase der Risikokontrolle erfolgt schließlich eine Neubewertung aller Risiken zur Überprüfung der eingeführten Maßnahmen, und um festzustellen, ob eingeführte Maßnahmen neue Risiken mit sich bringen.
Risiken im ALARP-Bereich (ALARP bedeutet As Low As Reasonably Practicable) sollen auf ein vernünftiges und durchführbares Maß minimiert werden. Dies bedeutet zum Beispiel, dass ein Risiko als tolerierbar eingestuft werden kann, wenn die Kosten für seine Minimierung höher liegen als die Kosten, die bei Eintritt des Risikos zu erwarten sind. In diesem Fall sind weitere Maßnahmen zur Risikokontrolle nicht praktikabel. Eine Risiko-Nutzen-Analyse kann in diesem Fall verwendet werden, um abzuschätzen, ob der Nutzen des Produkts das Restrisiko überwiegt.
Anwendungsbereiche
Das Risikomanagement spielt im Versicherungsmarkt und als Vorstufe zur Versicherung eine zentrale Rolle.
Allgemein kann unterschieden werden zwischen quantitativem Risikomanagement (Risiko wird in „Geld" bewertet) und qualitativem Risikomanagement (Risiken werden mit einer Risikomaßzahl belegt, die nur die relative Risikohöhe der Risiken zueinander innerhalb eines abgeschlossenen Risikomanagementsystems beschreibt). Welche Risikomanagementmethode zum Einsatz kommt, hängt vor allem von den im Folgenden dargestellten Einsatzbereichen ab:
Im Finanzwesen und in der Versicherungswirtschaft kommen hier hauptsächlich quantitative Risikomanagementmethoden zum Einsatz.
In der Unternehmensführung erzwingt in Deutschland beispielsweise § 91 Abs. 2 AktG (siehe KonTraG, Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) seit 1998 Aktiengesellschaften zur Einrichtung eines Überwachungssystems, um Risiken frühzeitig zu erkennen. § 91 Abs. 2 AktG sieht vor, dass „der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten hat, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden." Bereits vor dem Inkrafttreten des KonTraG war es jedoch unbestritten, dass aus der Leitungsaufgabe des Vorstandes nach § 76 AktG eine Verpflichtung zur Einrichtung eines Überwachungssystems folgt.
Qualitative Risikomanagementmethoden zeichnen sich dabei dadurch aus, dass sie eine weniger aufwändige Mathematik voraussetzen. Quantitative Risikomanagementmethoden dagegen nutzen überwiegend Finanz- und Versicherungsmathematische Methoden und Modelle zur Ermittlung der Höhe der Risiken. Ein Versuch die verschiedenen Ansätze des Risikomanagements zu vereinen, stellt das erweiterte Risikomanagement (XRM) dar.
Für Versicherungsunternehmen zählt die Übernahme von Risiken zum
eigentlichen Geschäftsmodell. Versicherungen begrenzen die
Wahrscheinlichkeit einer überdurchschnittlichen Belastung durch
Schadensfälle in erster Linie durch Rückversicherung, mit deren Hilfe
sie Großschäden und Kumulrisiken begrenzen.
Für Banken unterteilt man das betriebswirtschaftliche
Gesamtrisiko in ein operationelles Risiko (z. B. durch Ausfälle in der
IT), das Kreditrisiko (d. h. den Ausfall von Kreditnehmern), das
Kontrahentenrisiko (d. h. den Ausfall von Kontrahenten bei
Handelsgeschäften) als besonderen Teil des Kreditrisikos, das
Liquiditätsrisiko (fällige Gelder können nicht aus den flüssigen Mitteln
bedient werden, Geschäfte können auf Grund mangelnder Marktliquidität
nicht zu den erwarteten Bedingungen abgeschlossen werden) und das
Marktrisiko (z. B. Wechselkursrisiko, Zinsänderungsrisiko). In der
Praxis wird oftmals das Reputationsrisiko (Risiko des Ansehensverlustes
durch geschäftspolitische Entscheidungen o. Ä.) separat vom
operationellen Risiko betrachtet. Den systematischen Ausfall mehrerer
Geschäftspartner aufgrund von Branchenrisiko oder Länderrisiko
bezeichnet man in der Kreditwirtschaft auch als Klumpenrisiko.
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es gibt unzählige Risiken, vor deren finanziellen Folgen sich die Menschen schützen wollen. Aber es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, sich gegen alles und jedes zu versichern. Wir raten Ihnen deshalb zu einem Apotheker Versicherungs- & Risiko-Management rund um Ihre Sicherheit.
Wir empfehlen Ihnen als erste Regel eines richtigen Risiko-Managements:
Und als zweite:
Prüfen Sie Ihre Risiken und Ihren Absicherungsbedarf. Die folgende Tabelle hilft Ihnen dabei.
ApoRisk® Sicherheitsleitfaden





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Arslan Günder
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